Schweizer Franken: Die brisante Wette der Schweizer Notenbank

Von Brian Blackstone und David Wessel, Wall Street Journal Deutschland

Von wegen Hort der Stabilität: Die Schweiz fährt eine hochriskante Strategie, um den Kurs des Franken gegenüber dem Euro zu drücken und so der eidgenössischen Exportwirtschaft zu helfen. Auf diese Weise wird das Land doch noch in die Euro-Krise hineingezogen.

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Euro-Banknoten: Die Schweizer Notenbank stützt den Kurs der Gemeinschaftswährung

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) druckt und verkauft so viele Schweizer Franken wie nötig, um eine Aufwertung der Landeswährung gegenüber dem Euro zu verhindern. Der Einsatz der Zentralbank entspricht mittlerweile fast der kompletten Schweizer Wirtschaftsleistung. Von einer erzkonservativen Notenbank hat sich die SNB damit zum weltweit größten Hasardeur gewandelt.

Es ist die Tugend der Schweizer, die am Anfang ihrer Probleme steht: Das große Vertrauen in die Wirtschaft und die Währung der Schweiz hat Investoren dazu veranlasst, in Scharen in den Franken zu investieren und dem Euro zu entfliehen. Die hohe Nachfrage verteuert den Franken und treibt als Folge auch die Preise der Schweizer Exporte nach oben.

In den vergangenen drei Jahren hat die SNB Franken gedruckt, um Euro und andere Währungen zu kaufen. Das Portfolio an ausländischen Anlagen ist dadurch heute vier Mal größer als zum Start des Programms Anfang 2010.

Nahezu alle größeren Zentralbanken kaufen zurzeit Anlagen, um ihre heimische Wirtschaft im Gefolge der schwersten weltweiten Rezession seit 75 Jahren zu neuem Leben zu erwecken. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in den USA kauft Hypotheken, die Europäische Zentralbank (EZB) vergibt Kredite mit ungewöhnlich langer Laufzeit an Banken, und die Bank of Japan kauft börsengehandelte Immobiliengesellschaften.

Dieser Artikel ist im Wall Street Journal Deutschland erschienen.
Anlagen im Wert des Schweizer BIP

Alle gehen dabei das Risiko ein, Geld zu verlieren. Aber die Position der Schweizer ist einzigartig, sowohl hinsichtlich ihres Charakters als auch ihrer Größe. Die Zentralbank kauft Wertpapiere anderer Länder, und ihr Bestand an Währungsanlagen, Anleihen, Aktien und Gold - insgesamt fast 500 Milliarden Franken (rund 413,5 Milliarden Euro) - ist inzwischen fast so hoch wie die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes. Zum Vergleich: Die Anleihe- und Hypothekenkäufe der Fed summieren sich auf einen Betrag von rund 20 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts. Die Anlagen der Europäischen Zentralbank entsprechen 30 Prozent des BIP.

Im September 2011, als sich der Franken der Parität zum Euro näherte, setzte sich die SNB das Ziel, den Franken nicht unter die Marke von 1,20 Franken je Euro ziehen zu lassen. SNB-Chef Thomas Jordan erklärte damals, dass man diesen Euro-Mindestkurs "mit äußerster Entschiedenheit" verteidigen werde.

Bisher ist diese Strategie aufgegangen. In den vergangenen 16 Monaten hat der Franken die 1,20er-Marke nie geknackt. Die Schweizer Wirtschaft wächst, wenn auch langsam, während die Wirtschaft der Eurozone schrumpft. Obwohl die Immobilienpreise den Schweizern einige Sorgen bereiten, gibt es keine Inflation. Und die Exporte steigen - trotz der Rezession in der Eurozone.

Doch ihre gewaltigen Bestände an Euro und anderen Währungen machen die Schweizer Zentralbank äußerst anfällig für Wechselkursschwankungen. In den USA druckt die Fed Dollar und kauft auf Dollar lautende Anlagen, was sie gegenüber solchen Risiken immun macht. Die SNB kann dies nicht, da es schlicht nicht genügend Schweizer Staatsanleihen oder andere Franken-Anlagen zu kaufen gibt.

Mit jeder Aufwärtsbewegung des Euro verdient die Schweizer Zentralbank Geld. Jeder Kursrutsch jedoch beschert ihr Verluste. Sollte der Euro um zehn Prozent fallen - sei es durch einen Wertverlust europäischer Staatsschulden oder eine Bankenkrise - würde ein großer Teil des Kapitals der Bank vernichtet.

"Die Schweizer Zentralbank agiert wie ein Hedgefonds"

"Die SNB agiert sehr stark wie ein kreditfinanzierter Hedgefonds", schrieb Bruce Krasting, ein früherer Währungshändler, in seinem Blog. "Sie wettet mit dem Geld der Bürger. Dabei geht sie sehr hohe Risiken ein."

Die Notenbanker der Schweiz räumen die Risiken ein. Aus ihrer Sicht gibt es aber keine Alternativen dazu. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir Verluste machen. Aber das Risiko, nichts zu tun, war höher", sagte SNB-Chef Jordan in einem Interview. Der Franken sei so stark gewesen, dass der Schweiz eine Deflationsspirale gedroht habe.

Eine ähnliche Logik könnte auch andere Länder dazu verleiten, den Wert ihrer Währungen zu drücken, um die Exporte anzutreiben. Damit wächst die Gefahr eines Währungskrieges. Japans neuer Ministerpräsident Abe hat eine ähnliche Taktik angekündigt. Und Mervyn King, Gouverneur der Bank of England, warnte jüngst, dass andere Länder folgen könnten. Die Politik der Staaten in ihren Heimatmärkten führe zusammengenommen zu Spannungen, sagte er.

Auch in der Schweiz gibt es Zweifel am Kurs der SNB. "Unsere Bank ist die größten Risiken von allen eingegangen, weil die anderen Zentralbanken Staatsanleihen in ihren eigenen Währungen kaufen, während unsere Bank an ausländische Wertpapiere herangeht", sagte Hans Kaufmann, Finanzpolitiker der konservativen Schweizerischen Volkspartei. Indem sie so viele Franken drucke, kritisieren Gegner, könnte die SNB den Samen für Inflation in der Zukunft säen. Im Moment scheint die Wahrscheinlichkeit dafür allerdings gering, da die Löhne und Preis in der Schweiz fallen. Und diese deflationäre Phase wird sich nach Meinung der Zentralbank in diesem Jahr fortsetzen.

Auch dass die SNB sich mit ihrer Politik an Europas Währung und Wirtschaft ankoppelt, könnte politischen Widerstand erregen. "Faktisch ist die Schweiz jetzt ein Teil der Eurozone, was sie immer als schädlich bezeichnet hat", sagt Charles Wyplosz, Wirtschaftsprofessor am Graduate Institute in Genf.

Ihren Ursprung hat die riskante Strategie der Schweizer Notenbank in der Finanzkrise vor vier Jahren. Um ihre kranken Volkswirtschaften zu pflegen, drückten die weltweit führenden Zentralbanken ihre kurzfristigen Zinsen zunächst auf historische Tiefstände. Ein Desaster konnten sie damit verhindern, doch die wirtschaftliche Erholung verlief nur schleppend. Das hat die Zentralbanken zu aggressiveren Schritten veranlasst: Sie kaufen Wertpapiere oder vergeben Kredite - und gehen dabei Risiken ein, die inzwischen als weltweites makroökonomisches Experiment angesehen werden.

Die Fed beispielsweise hält derzeit hypothekengedeckte Wertpapiere im Wert von mehr als 800 Milliarden Dollar. Die EZB hat Dreijahreskredite an Banken vergeben und hat angekündigt, unter gewissen Bedingungen weitere Anleihen von klammen Eurostaaten zu kaufen. Die Bank of Japan hat Unternehmensanleihen und Anteile an Immobiliengesellschaften aufgekauft.

"Tabus sind für immer gefallen", sagt der Genfer Professor Wyplosz. Die Zentralbanker, sagt er, "haben erkannt, dass das Wort 'unlimitiert' das einzige Werkzeug ist, das sie noch haben".

Dank seines einmaligen Rufs wurde der Franken zu einem Magnet für Anleger, die aus dem angeschlagenen Euro fliehen wollten. Den Kurs der Währung hat das auf Niveaus getrieben, die die exportlastige Schweizer Wirtschaft lahmzulegen drohten.

Bekannt ist die Schweiz weltweit für Schokolade, Käse, Uhren, ihre Banken sowie die Skigebiete. Das Rückgrat des produzierenden Gewerbes, das für ein Fünftel des Schweizer Bruttoinlandsprodukts steht, bilden jedoch mittelgroße, spezialisierte Unternehmen. Exporte machen die Hälfte der nationalen Wertschöpfung aus, und die Eurozone ist mit Abstand der wichtigste Kunde.

Unternehmen drohte der Massen-Exodus

2011 "war die Situation für Exporteure extrem ernst", sagt Conrad Sonderegger, Verkaufsleiter beim Familienunternehmen Kistler, das Sensoren für die Auto- und Plastikindustrie herstellt. Die Firma mit Sitz außerhalb Zürichs beschäftigt 1200 Mitarbeiter, 500 davon in der Schweiz. Sonderegger hat die Produktion nach Deutschland und in die USA verlagert, um die Belastung durch den hohen Franken-Kurs abzufedern. "Das Schlimmste war die Unsicherheit, was als nächstes passieren würde", sagt er.

Die Schweizer fürchteten, dass ganze Industriebereiche für immer verschwinden würden. "Es gibt keinen Weg, ein solch enormes Maß an preislicher Wettbewerbsfähigkeit in ein oder zwei Jahren zurückzugewinnen", sagt Hans Hess, Präsident des Verbandes des Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem), der rund 1000 Unternehmen vertritt. "Das Risiko bestand, dass eine beträchtliche Zahl Schweizer Exporteure entweder vom Markt verschwunden oder dazu gezwungen gewesen worden wären, die Schweiz zu verlassen."

Im Frühjahr 2009 begann die Schweizer Zentralbank damit, Franken zu verkaufen. Damals kostete ein Euro 1,50 Franken. Doch der Franken-Kurs stieg weiter und die SNB häufte Verluste an. Bis August 2011 hatte die Flut an Investorengeld den Wechselkurs zum Euro binnen weniger Monate um 20 Prozent aufgebläht. Ein Franken war zu dieser Zeit fast einen Euro wert - eine Schwelle, die Regierung und Wirtschaftsführer alarmierte.

Weil es ihr nicht gelang, den Kurs des Franken einzufangen, sank der Wert des Fremdwährungs-Portfolios der Zentralbank im Jahr 2010 um 27 Milliarden Franken. Ende 2011 senkte die SNB ihre jährliche Ausschüttung von 2,5 Milliarden auf eine Milliarden Franken und entfachte damit einen politischen Feuersturm.

Ein kühner Schritt

Am 6. September 2011 entschied sich die SNB - nach geheimen Beratungen mit Zentralbankern in Frankfurt, London und Washington - zu einem kühnen Schritt: Sie erklärte, sie würde auf unbeschränkte Zeit Franken drucken und verkaufen, um den Kurs der Währung bei mindestens 1,20 Franken je Euro zu halten. Innerhalb weniger Minuten fiel der Franken-Kurs daraufhin wie erhofft von 1,10 auf 1,20 Franken je Euro. Um ihre Entschlossenheit zu zeigen, platzierte die SNB eine Verkaufsorder über mehrere Milliarden Franken und drückte die eigene Währung dadurch bis auf 1,24 Euro. Mehr musste sie in den kommenden Monaten nicht tun; die Märkte glaubten der Zentralbank endlich.

Der Architekt des Manövers der Bank, der damalige SNB-Chef Philipp Hildebrand, trat später zurück, weil herauskam, dass seine Frau unmittelbar vor dem großen Eingriff in den Markt Franken verkauft hatte.

Die Strategie funktioniert bis heute, allerdings testet der Markt die SNB immerfort. Um weltweite Investoren davon abzubringen, Geld auf Franken-Konten zu legen, kündigten die Schweizer Geschäftsbanken UBS und Credit Suisse vergangenen Monat an, von einigen Kontoinhabern Gebühren zu nehmen, statt ihnen Zinsen zu bezahlen.

Das Schweizer Verteidigungsbollwerk für die eigene Währung hat auch einige EZB-Vertreter aufgeschreckt. Weil die Schweizer Zentralbank nur die sichersten europäischen Staatsanleihen kauft, vornehmlich deutsche und französische, fürchteten einige in der EZB, dass groß angelegte Käufe den Abstand zwischen den niedrigen Zinsen, die der Markt Deutschland zugesteht, und den höheren Zinsen, die er von den Krisenstaaten Spanien und Italien fordert, noch weiter erhöht. Um diese Ängste zu unterdrücken, sagte Hildebrand zu, mehr als 50 Milliarden Euro auf einem speziellen Konto bei der EZB zu hinterlegen, um die Anleihekäufe zu begrenzen.

Sogar Aktien liegen im Notenbank-Portfolio

Hildebrands Nachfolger Thomas Jordan, zuvor sein wichtigster Vertrauter, setzte die Politik fort, nachdem er den Chefposten 2012 übernahm.

Wegen des anhaltenden Drucks des Marktes auf den Franken, der mit den Nachrichten aus der Eurozone steht und fällt, hat Jordan mehr Franken verkauft als sein Vorgänger und so den Bestand der SNB erhöht.

Anders als große private Investoren kann die Schweizerische Nationalbank ihre Währungsrisiken nicht absichern. Um ihre Position in Euro zu begrenzen, hat sie deswegen angefangen, ihre Bestände zu diversifizieren und hält jetzt auch zwölf Prozent davon in ausländischen Aktien, was für Zentralbanken ungewöhnlich ist. Sie hat Euro gegen US-Dollar, britische Pfund, australische Dollar und andere Währungen getauscht.

Im vergangenen Jahr begann die Notenbank damit, südkoreanische Won zu kaufen. Zuletzt erklärte sie zudem, sie würde sieben Mitarbeiter in Singapur stationieren, um "rund um die Uhr" am Währungsmarkt aktiv sein zu können.

Laut den letzten verfügbaren Daten von Ende September hält die SNB 48 Prozent ihrer Anlagen in Euro - nach 60 Prozent Mitte vergangenen Jahres -, 28 Prozent in US-Dollar und 24 Prozent in anderen Währungen.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich es jemals erleben würde, dass eine anti-inflationäre, konservative Institution (wie die SNB) unsere Währung als Teil ihrer Reserven halten würde", sagt der australische Zentralbanker Glenn Stevens. "Es ist ein bemerkenswerter Vorgang."

Originalartikel auf Wall Street Journal Deutschland

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1.
donquichotte2012 13.01.2013
Zitat von sysopVon wegen Hort der Stabilität: Die Schweiz fährt eine hochriskante Strategie, um den Kurs des Franken gegenüber dem Euro zu drücken und so der eidgenössischen Exportwirtschaft zu helfen. Auf diese Weise wird das Land doch noch in die Euro-Krise hineingezogen. Schweizer Franken: Die hochriskante Wette der Schweizer Notenbank - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schweizer-franken-die-hochriskante-wette-der-schweizer-notenbank-a-876739.html)
Und mit ein Grund für diese Situation ist das Steueroasendasein der Schweiz (und vieler anderer Oasen), die alleine der EU pro Jahr etwa 1 Billion Steuern entziehen und damit die Schuldenkrise -wenn nicht sogar auslösten-zumindest zu großen Teilen mit verursachte. Das bedeutet: Dumpingsteuern der Steueroase Schweiz , also Nichtbesteuerung gewisser Verdienstsparten, Holding und Pauschalsteuern, Diversifikation von In und Auslandsverdiensten rächen sich nun und kosten eventuell einen Großteil des gestohlenen Steuersubstrats
2.
a24 13.01.2013
Zitat von sysopVon wegen Hort der Stabilität: Die Schweiz fährt eine hochriskante Strategie, um den Kurs des Franken gegenüber dem Euro zu drücken und so der eidgenössischen Exportwirtschaft zu helfen.
Das ist keine riskante sondern in Zeiten der Globalisierung eine äußerst vernünftige Strategie. Von den Entscheidungen der FED und EZB kann sich kein Land entkoppeln wenn es nicht zum Selbstversorger werden will (Rohstoffexporteure wie Norwegen mal ausgenommen).
3. Bemerkenswert
bouffarde 13.01.2013
dass Artikel wie dieser, die von Fachverständnis geprägt sind, vom WSJ abgeschrieben werden müssen. Immerhin dafür meinen Dank.
4. Alle im gleichen Boot ?!
woistmeinaccount 13.01.2013
Zitat von sysopVon wegen Hort der Stabilität: Die Schweiz fährt eine hochriskante Strategie, um den Kurs des Franken gegenüber dem Euro zu drücken und so der eidgenössischen Exportwirtschaft zu helfen. Auf diese Weise wird das Land doch noch in die Euro-Krise hineingezogen. Schweizer Franken: Die hochriskante Wette der Schweizer Notenbank - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schweizer-franken-die-hochriskante-wette-der-schweizer-notenbank-a-876739.html)
Der im Artikel geschilderte Sachverhalt ist offenbar zutreffend. Und ich finde es hochinteressant sowie beruhigend, dass sich der Schweizer Wirtschaftsraum da facto mit der Euro-Zone verbündet sieht. Gute Basis um dann auch gemeinsam Ansätze in der Unternehmensbesteuerung und im Einkommensteuerrecht weiter voranzutreiben. 2+ für den Start des Wirtschaftsjahres 2013 !
5. Der Artikel versucht nach meiner Auffassung
bdr_boxter 13.01.2013
die schweizer Strategie aufzulösen und danach abzukassieren. Ich hoffe, daß sich die internationalen Finanzinvestoren an den Schweizern die Zähne ausbeißen. Bergvölker können sehr stur sein! Das Ausland kommt mit Euro und Dollar und wil Schweizer Franken. Die Schweiz liefert! Ich glaube aber nicht, dass die Schweiz verpflichtet ist wieder in Dollar oder Euro zurück zu wechseln. Das birgt zwar das Risiko einer Inflation, aber dieses Risiko liegt doch überwiegend bei den ausländischen Anlegern. Ich wünsche der Schweiz viel Erfolg mit ihrer Strategie und den Währungsspekulanten und internationalen Finanzinvestoren die Pest an den Hals. Gott zum Gruß
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Wie Notenbanken funktionieren
Woher nehmen Notenbanken das ganze Geld?
Für die Milliardensummen, die die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) im Verlauf der Finanzkrise den Banken zur Verfügung stellten, müssen die Notenbanken nicht die Notenpresse anwerfen und Geldscheine drucken. Die Beträge werden lediglich auf den Konten der Geschäftsbanken gutgeschrieben, die bei den Notenbanken geführt werden. Gegen Wertpapiere als Sicherheiten leiht die EZB oder Fed Geld aus. Nach einer bestimmten Frist zahlen die Banken die Summe inklusive Zins zurück.
Können sie pleitegehen?
Technisch nein. Die EZB hat im Euro-Raum das Monopol über das Zentralbankgeld und kann unabhängig darüber entscheiden, wann sie wie viel Geld in Umlauf bringt.
Warum buttern sie so viel Geld in die Märkte?
Generell leihen sich Geldinstitute auf dem Geldmarkt untereinander oder bei der EZB oder Fed Geld aus und zahlen dafür Zinsen - so wie ein Bankkunde bei einer Bank einen Kredit bekommt und diesen abträgt. Für die Geschäftsbanken ist es wichtig, dass sie über flüssiges Geld (Liquidität) verfügen, zum Beispiel für die Vergabe von Krediten an Unternehmen und Verbraucher. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten und eventueller noch unbekannter Risiken bei einzelnen Häusern sind die Banken jedoch misstrauischer geworden und nicht mehr im üblichen Maße bereit, sich gegenseitig Geld auszuleihen. In so einem Fall können die Notenbanken eine Finanzspritze geben, um einen Geldengpass (Kreditklemme) zu verhindern. Vorrangiges Ziel der Notenbanken sind stabile Preise. Die EZB ist laut EU-Vertrag aber auch für die Stabilität des Finanzsystems mitverantwortlich.