Devisengeschäft: Schweizer Justiz ermittelt gegen Ex-Zentralbankchef

Philipp Hildebrand trat wegen eines umstrittenen Devisengeschäfts seiner Frau zurück. Das hat nun offenbar ein juristisches Nachspiel. Die Schweizer Behörden leiteten gegen den früheren Chef der Nationalbank ein Verfahren wegen Geheimnisverrats ein.

Mittlerweile bei Blackrock: Ex-Notenbanker Hildebrand Zur Großansicht
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Mittlerweile bei Blackrock: Ex-Notenbanker Hildebrand

Zürich - Gut anderthalb Jahre ist es her, dass der damalige Chef der Schweizer Nationalbank (SNB) zurücktrat. Philipp Hildebrand war in die Kritik geraten, weil seine Frau insgesamt 400.000 Franken in Dollar umgetauscht hatte. Das Pikante an dem Geschäft: Es erfolgte nur drei Wochen, bevor die SNB ankündigte, mit Devisenkäufen die zunehmende Aufwertung des Franken zu bremsen.

Nun hat die Schweizer Bundesanwaltschaft gegen Hildebrand ein Verfahren wegen des Verdachts des Geheimnisverrats eingeleitet. Die Behörde teilte mit, sie sei aufgrund einer Anzeige tätig geworden. Einzelheiten nannte sie nicht.

Hildebrand arbeitet inzwischen beim weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock. Über ihn ließ der Banker mitteilen, er habe nichts Unrechtes getan und kooperiere mit der Bundesanwaltschaft.

dab/Reuters

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