Pilotprojekt in Zug Schweizer Stadt akzeptiert Bitcoins als Zahlungsmittel

Nicht das Silicon Valley, sondern die kleine Schweizer Gemeinde Zug gibt den globalen Technikpionier. Als weltweit erste Stadt akzeptiert sie bald die Digitalwährung Bitcoin.

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Bloomberg via Getty Images

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Als weltweit erste Behörde akzeptiert die Verwaltung im schweizerischen Zug die Digitalwährung Bitcoin. Wenn am 1. Juli das Pilotprojekt startet, wird die Zuger Gemeindeverwaltung Bitcoins für Leistungen bis zu 200 Franken (umgerechnet rund 180 Euro) als Zahlungsmittel akzeptieren.

Man wolle damit für Firmen der digitalen Finanzbranche ein Zeichen setzen, sagte Stadtpräsident Dolfi Müller. "Das ist weltweit das erste Mal, dass auf staatlicher Ebene Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert werden", sagte Niklas Nikolajsen, Geschäftsführer der Bitcoin Suisse, der "Neuen Zürcher Zeitung".

Rund um Zug haben sich in den vergangenen Jahren mehr als 15 Firmen der digitalen Finanzbranche angesiedelt, sodass die Region mit Blick auf das kalifornische Silicon Valley bereits "Crypto Valley" genannt wird.

Bitcoins kommen bisher vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Abgesichert werden die kontrovers diskutierten Überweisungen durch die sogenannte Blockchain-Technologie. Mit ihr experimentieren auch traditionelle Finanzfirmen, weil die dezentrale Speicherung der Daten Transaktionen sicherer machen kann.

kpa/dpa



insgesamt 27 Beiträge
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j.vantast 10.05.2016
1. Das passt zur Schweiz
Der einzige Grund Bitcoins als Zahlungsmittel zu nutzen ist die Anonymität. In der Regel wird Bitcoin fast nur für illegale Zwecke eingesetzt. In Zeiten von IBAN und SEPA sehe ich auch für Firmen keinen Vorteil Bitcoin zu nutzen. So schafft man in der Schweiz Stück für Stück das Bankengeheimnis ab um es mit Bitcoin zu ersetzen.
Msc 10.05.2016
2.
Praktisch. Jetzt brauchen die Schweizer in Zug ihr Drogengeld nichtmal mehr waschen bevor sie es ans Amt abführen.
salkin 10.05.2016
3.
Zitat von j.vantastDer einzige Grund Bitcoins als Zahlungsmittel zu nutzen ist die Anonymität. In der Regel wird Bitcoin fast nur für illegale Zwecke eingesetzt. In Zeiten von IBAN und SEPA sehe ich auch für Firmen keinen Vorteil Bitcoin zu nutzen. So schafft man in der Schweiz Stück für Stück das Bankengeheimnis ab um es mit Bitcoin zu ersetzen.
Ein Vorteil dürfte doch sein, sich aus der Umklammerung der SNB mit ihren Strafgebühren für Einlagen zu lösen. Wenn sich das künftig so festsetzt werden wohl immer mehr Firmen, auch in Deutschland, auf alternative Zahlungsmittel zurück greifen.
appel&ei 10.05.2016
4.
Zitat von j.vantastDer einzige Grund Bitcoins als Zahlungsmittel zu nutzen ist die Anonymität. In der Regel wird Bitcoin fast nur für illegale Zwecke eingesetzt. In Zeiten von IBAN und SEPA sehe ich auch für Firmen keinen Vorteil Bitcoin zu nutzen. So schafft man in der Schweiz Stück für Stück das Bankengeheimnis ab um es mit Bitcoin zu ersetzen.
Stimmt. Wenn man Burger (z.B. in Berlin), Musikinstrumente (Köln) oder Übernachtungen (Freiburg i.B.) als illegale Zwecke ansieht. Wenn nicht, muss man ein Fazit ziehen: "BS".
altertainment 10.05.2016
5. Bisschen spät...
... hat sich da noch nicht rumgesprochen, dass das Schneeballsystem am Ende ist? Schon jetzt, obwohl absolut gesehen noch immer quasi kaum verbreitet, ist Bitcoin technisch an der Grenze, die Blockchain auf kaum mehr handhabbare Größe angewachsen, das technische Transaktionslimit erreicht. Bei noch weiterer Verbreitung wird man tagelang warten müssen (oder riesige Gebühren zahlen, oder beides) um eine Transaktion durchzukriegen. Für den Alltagsgebrauch total unpraktikabel. Sitzt da etwa in der Stadtverwaltung auch einer auf nem Berg viel zu spät und viel zu teuer eingekaufter Bitcoin und versucht sie auf dem Weg noch irgendwie gewinnbringend an ahnungslose Opfer loszuwerden (und die Gemeinde darf am Ende die Zeche zahlen)?
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