"Ein bisschen schräg" Gabriel kritisiert Treffen von Siemens-Chef mit Putin

Siemens-Chef Kaeser rechtfertigt seinen Besuch bei Wladimir Putin, trotz der politischen Krise auf der Krim. Wirtschaftsminister Gabriel kritisiert den Auftritt als "schräg", CDU-Politiker Röttgen nennt das Verhalten im SPIEGEL "peinlich und unverantwortlich".

Putin (links), Siemens-Chef Kaeser: Schelte vom SPD-Chef
DPA

Putin (links), Siemens-Chef Kaeser: Schelte vom SPD-Chef


Berlin - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den Besuch von Siemens-Chef Joe Kaeser bei Russlands Präsidenten Wladimir Putin kritisiert. "Ich fand den Auftritt ein bisschen schräg", sagte Gabriel im ARD-"Bericht aus Berlin". "Wir wollen keine Wirtschaftssanktionen. Aber wir müssen auch dem russischen Präsidenten zeigen, dass die Politik, die er betreibt, an die imperiale Politik des letzten Jahrhunderts erinnert und wir die nicht akzeptieren können."

Man dürfe "nicht den Eindruck machen, dass sich Europa seine Werte und die Klarheit, dass wir für die Unverletzlichkeit von Grenzen eintreten, nicht wie Pfeffersäcke abkaufen lassen", sagte Gabriel.

Kaeser hatte nach seinem Besuch bei Putin am Mittwochabend von einer "vertrauensvollen Beziehung" zu russischen Unternehmen gesprochen und darauf verwiesen, dass Siemens bereits seit 160 Jahren in Russland tätig sei. In einem ZDF-Interview sagte er zudem, sein Unternehmen lasse sich "von kurzfristigen Turbulenzen in der langfristigen Planung nicht leiten". Der Besuch bei Putin sei schon sehr lange geplant gewesen. Auch das Kanzleramt sei vorab informiert gewesen.

"Wenn der Siemens-Chef das Vorgehen Putins auf der Krim als 'kurzfristige Turbulenz' bewertet und die Wertegemeinschaft mit Putin beteuert, ist das peinlich und unverantwortlich", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, dem SPIEGEL. Der CDU-Politiker wirft Kaeser vor, damit die deutschen Interessen zu unterlaufen. "Kaesers Vorgehen zeigt, dass er entweder die geopolitische Bedeutung der Krise nicht verstanden hat oder dass er das Einzelinteresse seines Unternehmens über die Interessen nicht nur Deutschlands, sondern Europas und des gesamten Westens stellt."

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aar/dpa

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insgesamt 287 Beiträge
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wpstier 30.03.2014
1. In der Zukunft wird es deutlich, ..
.. dass Siemens - und andere Firmen - unsere Beschäftigung sichert und nicht das Schwätzen der Politiker!
flanker01 30.03.2014
2. Schräg
finde ich höchstens die "Aussenpolitik" meiner Regierung, ob die ihre Vorgaben nachts mit amerikanischem Slang aus ihren Handys bekommen, während sie schlafen?
OlafKoeln 30.03.2014
3.
Zitat von sysopDPASiemens-Chef Kaeser rechtfertigt seinen Besuch bei Wladimir Putin, trotz der politischen Krise auf der Krim. Wirtschaftsminister Gabriel kritisiert den Auftritt als "schräg", CDU-Politiker Röttgen nennt das Verhalten im SPIEGEL "peinlich und unverantwortlich". http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/siemens-chef-bei-putin-gabriel-kritisiert-besuch-von-joe-kaeser-a-961563.html
Dem ist nichts hinzuzufügen.
spon-facebook-10000793636 30.03.2014
4. ein bisschen schräg
Zitat von sysopDPASiemens-Chef Kaeser rechtfertigt seinen Besuch bei Wladimir Putin, trotz der politischen Krise auf der Krim. Wirtschaftsminister Gabriel kritisiert den Auftritt als "schräg", CDU-Politiker Röttgen nennt das Verhalten im SPIEGEL "peinlich und unverantwortlich". http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/siemens-chef-bei-putin-gabriel-kritisiert-besuch-von-joe-kaeser-a-961563.html
sind eher die deutschen Politiker, die unter dem Deckmantel der Demokratie den Expansionswahnsinn der EU unterstützen und sich wie beleidigte Leberwürste aufführen, wenn ihnen von Russland Halt geboten wird
Europa! 30.03.2014
5. Wie lächerlich ist das denn?
Zitat von sysopDPASiemens-Chef Kaeser rechtfertigt seinen Besuch bei Wladimir Putin, trotz der politischen Krise auf der Krim. Wirtschaftsminister Gabriel kritisiert den Auftritt als "schräg", CDU-Politiker Röttgen nennt das Verhalten im SPIEGEL "peinlich und unverantwortlich". http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/siemens-chef-bei-putin-gabriel-kritisiert-besuch-von-joe-kaeser-a-961563.html
Politiker schaffen keine Arbeitsplätze und sind eigentlich nur für ihre Vorurteile verantwortlich. Da lässt sich fein moralisieren. Herr Kaeser hat gegenüber dem Propagandagetöse der Medien große Zivilcourage bewiesen. Hut ab!
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