Luxemburg - Die Konjunktur im Euroraum hat sich im zweiten Quartal abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorquartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gestiegen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit. Damit bestätigten die Forscher vorläufige Zahlen.
Im ersten Quartal 2011 war das BIP noch um 0,8 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich wuchs die Wirtschaft im Euroraum im zweiten Quartal um 1,6 Prozent und damit 0,1 Punkte schwächer als zunächst ermittelt.
Ein Grund für das schwache Wachstum ist nach Angaben der Statistiker die Sparsamkeit der Verbraucher angesichts einer neuen Schuldenkrise. Der private Konsum gab um 0,2 Prozent nach. Die Investitionen der Unternehmen hingegen stiegen um 0,2 Prozent. Der Außenhandel stützte dagegen das Wachstum: Während die Exporte um 1,0 Prozent zulegten, stiegen die Importe mit 0,5 Prozent nur halb so stark wie die Ausfuhren.
In Deutschland sind die Auftragseingänge im Juli zum Vormonat wegen schwacher Auslandsnachfrage überraschend deutlich gesunken. Im Monatsvergleich seien die Neuaufträge um 2,8 Prozent abgerutscht, teilte das Wirtschaftsministerium nach vorläufigen Daten in Berlin mit. Im Vormonat waren die Aufträge um 1,8 Prozent zum Vormonat gestiegen.
Die Börse reagierte verhalten auf die Zahlen aus Luxemburg. Der deutsche Leitindex Dax notierte zeitweise 0,7 Prozent im Plus bei 5284 Punkten. Auch der Eurostoxx 50 legte zeitweise nur minimal um 0,58 Prozent auf 2119 Zähler zu.
dis/dpa
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