Sinkende Arbeitslosigkeit Hunderttausende Spanier haben wieder einen Job

Nach Jahren der Rezession schafft die spanische Wirtschaft wieder Jobs. Zwar ist noch immer fast jeder Vierte ohne Beschäftigung, doch die Zahl der Arbeitslosen ist binnen eines Jahres um 425.000 gefallen.

Arbeitslose in Madrid: Quote um fast anderthalb Prozent gesunken
REUTERS

Arbeitslose in Madrid: Quote um fast anderthalb Prozent gesunken


Madrid - Gute Nachrichten aus dem Krisenland: Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist deutlich zurückgegangen. Wie das Nationale Statistik-Institut (INE) mitteilte, waren im zweiten Quartal dieses Jahres 5,6 Millionen Menschen ohne Arbeit, 310.400 weniger als im Vorquartal. Die Arbeitslosenquote sank damit um 1,4 Punkte, sie liegt aber immer noch bei 24,5 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Wert zuletzt bei 6,6 Prozent.

Im vorherigen Quartal hatte die Arbeitslosenquote in Spanien noch 25,9 Prozent betragen, fast sechs Millionen Menschen hatten keinen Job. Der jetzige Rückgang war der höchste seit Beginn der Erhebungen nach der derzeit verwendeten Berechnungsmethode. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres ging die Zahl der Arbeitslosen sogar um 425.000 zurück - die Arbeitslosenquote entsprechend um 1,6 Prozentpunkte.

Erstmals seit Beginn der Wirtschaftskrise schufen spanische Unternehmen diesen Erhebungen zufolge wieder neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Zwölfmonatsvergleich um 1,1 Prozent auf 17,4 Millionen. Spanien erholt sich seit Monaten zusehends von den Folgen der Finanzkrise, auch die Regierung ist optimistisch. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte bereits im April seine Wachstumsprognose erhöht: Er rechne mit einem Plus "um die 1,5 Prozent" im Schnitt für die Jahre 2014 und 2015.

mxw/dpa/AP



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spon-facebook-10000061989 24.07.2014
1.
Ja, die arbeiten jetzt für 300 € im Monat und müssen sich zwischen Essen und Miete entscheiden.
der:thomas 24.07.2014
2. Was haltet ihr davon.
Was haltet ihr davon in ukunft nur die Lohnsumme zu vergleichen... das wär doch auch nicht verkehrt.. Wer weiss- ggf. gibt's da jetzt wie in D auch jede Menge kaum bezahlter Jobs statt Arbeitsplätze!
warndtbewohner 24.07.2014
3. So so....
Zitat von der:thomasWas haltet ihr davon in ukunft nur die Lohnsumme zu vergleichen... das wär doch auch nicht verkehrt.. Wer weiss- ggf. gibt's da jetzt wie in D auch jede Menge kaum bezahlter Jobs statt Arbeitsplätze!
das ging aber schnell. Ein Wirtschaftswunder genau wie bei uns mit Minijobs, Niedriglöhnern und Zeitarbeit!
jayjo77 24.07.2014
4. Sie arbeiten auch
Zitat von spon-facebook-10000061989Ja, die arbeiten jetzt für 300 € im Monat und müssen sich zwischen Essen und Miete entscheiden.
auf Stundenbasis ohne irgendein Recht auf Sozialversicherung! Oder auch für lau, um den Lebenslauf zu verbessern! Oder als autonomo mit Werksverträgen! Etc. Aber mit Ihren 300 Euro liegen Sie schon richtig!!! Dass die Zahlen in dem Artikel allerdings stimmen, mag ich ganz stark anzweifeln!!!! Ich habe eher das Gefühl, dass es jeden Tag schlimmer wird, aber vieleicht helfen diese ganzen neuen Verträge, die tatsächliche Lage ja auch zu karschieren!
t.h.wolff 24.07.2014
5.
Allein in den Jahren 2011 und 2012 sind jeweils rund 60.000 Spanier und 400.000 Ausländer aus Spanien ausgewandert. Irgendwann sind dann wieder ein paar Stellen als Türstopper oder Breifbeschwerer frei, für die niemand aus dem Ausland würde anreisen wollen. Vergesst es, Austerity schafft keine Beschäftigung.
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