Euro-Krise Arbeitslosigkeit in Spanien sinkt erstmals seit Lehman-Crash

Es ist ein winziger Hoffnungsschimmer: In Spanien ist die Zahl der Arbeitslosen das erste Mal seit dem Ausbruch der Finanzkrise zurückgegangen - wenn auch nur minimal.

Protestierende Spanier (Archivbild): Arbeitslos trotz besserer Konjunktur
AP

Protestierende Spanier (Archivbild): Arbeitslos trotz besserer Konjunktur


Madrid - Um gerade 0,04 Prozent hat die Zahl der Arbeitslosen in Spanien im Februar abgenommen. Sie liegt jetzt bei 4,8 Millionen, teilte das Arbeitsministerium am Dienstag in Madrid mit. Viel ist das nicht, aber immerhin ist die Arbeitslosigkeit zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 zumindest ein klein wenig zurückgegangen.

Die Lage in der Euro-Zone hatte sich zuletzt merklich entspannt - auch in Spanien. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone könnte 2014 nach zwei Rezessionsjahren in Folge erstmals wieder wachsen. Die EU-Kommission erwartet einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um ein Prozent. Für 2015 geht sie von einem Plus von 1,7 Prozent aus.

Die Arbeitslosenquote ist Spanien dürfte allerdings noch sehr lange sehr hoch bleiben. Die EU-Kommission rechnet für dieses Jahr mit 25,7 Prozent und für 2015 mit 24,6 Prozent. Damit wäre die Quote immer noch mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Euro-Zone.

ssu/Reuters



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insgesamt 9 Beiträge
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nofan 04.03.2014
1. 0,04....
0,04%. Sehr aussagekräftig! Wir sind begeistert von dieser Meldung, leider bringt sie keinem Menschen etwas weder dem Spanier noch uns die diese Meldung lesen....
secretsurf 04.03.2014
2. wie lächerlich ist das denn...
0.04 % sind grad mal 19800 Personen die nicht mehr arbeitlos sind. Was sind die Gründe? Kann es sein das jemand hier die Realität verkennt. Wieviele Spanier sind nun ins Rentenalter eingetreten oder verstorben? Wieviele sind aus dem Status arbeitlos gefallen weil eventuell Lebensumstände geändert haben - Krankheit - Behinderung ect.? Wieviele von den 0.04% sind ausgewandert um nach einem Job zu suchen und deswegen nicht mehr als arbeitslos in Spanien gemeldet? Wieviele von den "spanischen" Arbeitlosen waren eventuell EU-Ausländer dort vor Ort, die nun wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind? Wieviele waren Frauen die nun erstmal Mutter sind und deswegen nicht als arbeitslos gelten. Echt Spiegel, erst mal Zahlen hinterfragen bevor man ne Schlagzeile á la BildZeitung macht. EURO Stat ist wirklich keine Quelle der man trauen sollte.
karlsiegfried 04.03.2014
3. Unglaublich
'0,04 Prozent', da geht es wieder aufwärts. Angenommen ein Mensch besitzt 1 Million Euro Bargeld. Seine Zinseinnahmen steigen um 0,04 %. Wirklich ein Vermögen.
dktgh 04.03.2014
4. Unsinnige Statistiken
Die Zahl der Antragsteller nimmt ab, weniger Arbeitslose gemeldet....solche Meldungen aus Spanien werden die letzten Monate immer wieder kolportiert. Wann begreift denn auch der letzte Journalist, dass wir uns in Europa befinden und zigtausende arbeitslose Spanier sich schon vor 1-2 Jahren in Richtung Norden und Osten aufgemacht hatten. Ein Trend der bis in die letzten Monate angehalten hat. Man findet sie vor allem in Frankreich, aber auch in Deutschland, wo sie die Arbeitslosenstatistiken belasten.
Rodriga Gonzala 04.03.2014
5. Unverständlich, was der Spiegel da schreibt...
Ich muss mich immer wieder wundern wie wenig fundiert die Artikel in der deutschen Presse über Spanien verfasst werden. Das trifft vor allem auch auf den Spiegel zu. Diese Meldung gehört fraglos dazu. In Spanien gibt es nach wie vor knapp 5 Millionen Arbeitslose und je nach Quelle zwischen einer und 2 Millionen Menschen, die halt aus der Statistik fallen, weil sie keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosigkeit haben. Und dann wird hier eine Agenturmeldung "rausgehauen" die direkt von der spanischen Regierung über die staatliche Nachrichtenagentur EFE, die nicht viel mehr als die Pressestelle der Regierung ist, veröffentlicht wurde. Spanien bietet tagtäglich einen solchen Fundus an "Geschehnissen", die großartige Artikel zur Folge haben könnten - man muss nur wollen. Ja ich weiss, wovon ich spreche: Ich habe vor einigen Monaten Spanien verlassen (müssen), nachdem ich dort 13 Jahre lang gelebt habe. Es gibt keine Perspektive mehr und auch keine Aussicht auf Besserung. Das liegt einerseits an der Regierung (oder den Regierungen), also der Politik. Andererseits ist leider ein großer Teil der Bevölkerung schuld, die einfach nicht erwachsen werden will, sondern lieber infantil und irrational bleiben will. Übrigens: für viele Spanier sind wir Deutschen - und natürlich ganz besonders Angela Merkel - schuld an der Situation. Die "Weltmeister der Ausreden" - also die Spanier selbst, sind unschuldig und Opfer. (nachzulesen tagtäglich in diversen Leitartikeln). Somit stehen "die" Spanier "den" Griechen in nichts nach.
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