Spanien: Bankia droht Verlust von 19 Milliarden Euro
Spaniens Bankenkrise droht sich erneut zu verschärfen. Laut "Financial Times" wird der Sparkassenkonzern Bankia kommende Woche einen Verlust von 19 Milliarden Euro für das vergangene Jahr ausweisen. Es wäre das größte Minus der spanischen Geschichte.
London - Spaniens Mega-Spakasse Bankia steht offenbar vor einem gewaltigen Verlust. Am kommenden Donnerstag werde der verstaatlichte Sparkassenriese einen Netto-Fehlbetrag von mehr als 19 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2012 bekanntgeben, berichtete die "Financial Times". Es wäre das größte Minus, das ein spanisches Unternehmen je erlitten hat.
Bankia gilt als Symbol der spanischen Immobilien- und Kreditkrise. Das Institut war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft im vergangenen Jahr Hilfsgelder aus den europäischen Rettungstöpfen beantragen musste. Der Konzern war im Zuge der Finanzkrise aus sieben angeschlagenen Sparkassen geformt worden. Er wollte sich zu den anstehenden Geschäftszahlen nicht äußern.
Die spanische Immobilienkrise hatte sich zuletzt noch einmal dramatisch verschärft. Der hochverschuldete Immobilienentwickler Reyal Urbis meldete am Dienstag Insolvenz an. Es könnte der zweitgrößte Pleitefall des Landes werden. Reyal Urbis verwaltet Immobilien, darunter große Flächen von noch ungenutztem Bauland. Diese waren Mitte 2012 mit 4,2 Milliarden Euro bewertet worden. Ende September standen dem Schulden von 3,6 Milliarden Euro gegenüber. Das Schicksal der Firma liegt nun in den Händen eines Gerichts.
ssu/dpa-AFX
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Bevölkerung: 46,196 Mio.
Fläche: 505.988 km²
Hauptstadt: Madrid
Staatsoberhaupt: König Juan Carlos I.
Regierungschef: Mariano Rajoy
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