Wirtschaft


Schuldenkrise: Spanien brummt Kommunen drastischen Sparkurs auf

Spaniens Regierung startet neue Maßnahmen gegen die Krise: Bis 2015 sollen die Kommunen mehr als sieben Milliarden Euro sparen. Einschnitte in den Regionen und Städten sind zum Lösen der Schuldenprobleme unerlässlich. Ihre Verbindlichkeiten belaufen sich auf mindestens 145 Milliarden Euro.

Jerez: Wie so viele spanische Städte leidet die andalusische Perle unter massiven SchuldenZur Großansicht
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Jerez: Wie so viele spanische Städte leidet die andalusische Perle unter massiven Schulden

Madrid - Das Euro-Krisenland Spanien will seinen Städten und Gemeinden einen drastischen Sparkurs auferlegen. Nach dem Entwurf zu einer Gemeindereform, den die spanische Regierung am Freitag in Madrid verabschiedete, sollen die Kommunen bis 2015 insgesamt 7,6 Milliarden Euro einsparen. Bürgermeister von Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern dürfen danach künftig höchstens 100.000 Euro brutto im Jahr verdienen.

In Dörfern mit weniger als 1000 Einwohnern - dies ist die Hälfte der insgesamt 8100 Kommunen in Spanien - soll das Amt des Bürgermeisters in Zukunft nur noch ehrenamtlich ausgeübt werden. Von den 68.000 gewählten Mitgliedern der Stadt- und Gemeinderäte sollen 82 Prozent vom Staat kein Geld für ihre kommunalpolitischen Aktivitäten erhalten.

Finanzminister Cristóbal Montoro kündigte an, dass alle Verwaltungen von kleinen Ortschaften aufgelöst werden, die ihre Bilanzen nicht rechtzeitig dem Rechnungshof vorlegen. Deren Aufgaben sollen dann an Provinz- und Stadtverwaltungen übergehen. Derzeit kommen mehr als 90 Prozent der Kommunen dieser Pflicht nicht nach.

Mit 145 Milliarden Euro sind Spaniens Städte und die mit deutschen Bundesländern vergleichbaren Regionen verschuldet. Schon jetzt machen die Schulden der Bundesstaaten ein Drittel des gesamten nationalen Defizits aus, Tendenz steigend.

ssu/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
Foul Breitner 15.02.2013
Milliarden sind doch n Klacks. Das kann man schaffen.
Milliarden sind doch n Klacks. Das kann man schaffen.
Spanien, seine Volkswirtschaft, seine Banken, seine Kommunen, sie sind gefangen und stecken in der Überschuldungs- und Wettbewerbsfalle. Die Banken werden mit Hilfe des EFSF und des ESM rekapitalisiert, über die EZB-Hilfen [...]
Zitat von sysopSpaniens Regierung startet neue Maßnahmen gegen die Krise: Bis 2015 sollen die Kommunen mehr als sieben Milliarden Euro sparen. Einschnitte in den Regionen und Kommunen sind zum Lösen der Schuldenprobleme unerlässlich. Ihre Verbindlichkeiten belaufen sich auf mindestens 145 Milliarden Euro. Spanien brummt Kommunen drastischen Sparkurs auf - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spanien-brummt-kommunen-drastischen-sparkurs-auf-a-883735.html)
Spanien, seine Volkswirtschaft, seine Banken, seine Kommunen, sie sind gefangen und stecken in der Überschuldungs- und Wettbewerbsfalle. Die Banken werden mit Hilfe des EFSF und des ESM rekapitalisiert, über die EZB-Hilfen LTRO und OMT wurden weitere Stützungen gewährt. Die Arbeitslosigkeiten verharren auf einem hohen Niveau, diverse "innenpolitische Skandale (sofern sich diese bestätigen sollten)" kommen erschwerend hinzu. Die eigene Volkswirtschaft steckt in einer jahrelangen tiefen Rezession, die Defizite steigen, gleichzeitig muss ein harter Spar- und Sanierungskurs durchgeführt werden. Die eigene Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in der Eurozone ist nicht ausreichend, weitere Dritthilfen sind heute schon absehbar. Die Immobilienblase ist immer noch akut und bedrohen weiterhin das fragile spanische Bankensystem. Dazu einige volkswirtschaftliche Hintergrundinformationen: Rettungsschirm: Spanien-Rettung mit fatalen Folgen - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/rettungsschirm-spanien-rettung-mit-fatalen-folgen/6731426.html) EZB: Die Milliarden des ESM sind bald weg - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/ezb-die-milliarden-des-esm-sind-bald-weg/7241300.html) Renationalisierung: Zocken mit der Dicken Bertha - Europas Schuldenkrise - FAZ (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/renationalisierung-zocken-mit-der-dicken-bertha-11970687.html) Gastbeitrag: Die Eurokrise ist noch nicht gelöst - Europas Schuldenkrise - FAZ (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/gastbeitrag-die-eurokrise-ist-noch-nicht-geloest-12042126.html) Schuldenberg voraus: Warum die (http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenberg-voraus-warum-die-euro-rettung-in-die-katastrophe-fuehrt/7287260.html)
mallorcafan 15.02.2013
gut, Kommune. Das heisst aber nichts Anderes, als das die Politiker vor Ort jetzt die Drecksarbeit machen sollen und das letzte Hemd der Leute einkassieren sollen. Bei uns würde das z.B. Hartz IV, Bücherei, Vereinszuschüsse, [...]
Zitat von sysopSpaniens Regierung startet neue Maßnahmen gegen die Krise: Bis 2015 sollen die Kommunen mehr als sieben Milliarden Euro sparen. Einschnitte in den Regionen und Kommunen sind zum Lösen der Schuldenprobleme unerlässlich. Ihre Verbindlichkeiten belaufen sich auf mindestens 145 Milliarden Euro. Spanien brummt Kommunen drastischen Sparkurs auf - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spanien-brummt-kommunen-drastischen-sparkurs-auf-a-883735.html)
gut, Kommune. Das heisst aber nichts Anderes, als das die Politiker vor Ort jetzt die Drecksarbeit machen sollen und das letzte Hemd der Leute einkassieren sollen. Bei uns würde das z.B. Hartz IV, Bücherei, Vereinszuschüsse, Suppenküchen, Fahrgeldzuschuss für Schüler u.s.w. betreffen.
Noch billiger wäre es natürlich, die Regierungpartei würde ihren geistigen Ahn Franco wieder ausbuddeln und das Land so regieren lassen wie damals. Demokratie kostet nur Geld und stört die Konzerne - also abschaffen. Wenn man [...]
Noch billiger wäre es natürlich, die Regierungpartei würde ihren geistigen Ahn Franco wieder ausbuddeln und das Land so regieren lassen wie damals. Demokratie kostet nur Geld und stört die Konzerne - also abschaffen. Wenn man mal nachliest, dann fragt man sich, was die Regierung da geraucht hat. In Madrid sollen von 57 Stadträten 45 bezahlt und 15 gratis arbeiten, in Barcelona von 41 Räten 32 bezahlt und 9 gratis. Wer das entscheidet? Vielleicht Rajoy persönlich?
Spanien passt sein Konsumverhalten seiner tatsächlichen Wirtschaftsleistung an. Man kann nur ausgeben, was man auch verdient hat. Dies gilt auch für die spanischen Kommunen. Deutschlands Kommunen haben ebenfalls über ihre [...]
Spanien passt sein Konsumverhalten seiner tatsächlichen Wirtschaftsleistung an. Man kann nur ausgeben, was man auch verdient hat. Dies gilt auch für die spanischen Kommunen. Deutschlands Kommunen haben ebenfalls über ihre Verhältnisse gelebt, also müssen Hallenbäder scliessen, also sind die Strassen löchrig und die Schulen marode. So einfach ist das. Der Bürger will alles haben, aber Steuererhöhungen solls nicht geben... Geht nicht. Ausgaben müssen durch Einnahmen gedeckt werden.
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  • Freitag, 15.02.2013 – 17:35 Uhr
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