Reformerfolg Spanische Wirtschaft wächst stärker als die deutsche

Spanien kämpft sich mühsam aus der Krise. Das Wirtschaftswachstum im vergangenen Quartal hat den höchsten Wert seit sieben Jahren erreicht.

Shopping in Sevilla: Spaniens Wirtschaft legt zu
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Shopping in Sevilla: Spaniens Wirtschaft legt zu


Hamburg - Die spanische Wirtschaft ist Ende des vergangenen Jahres überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone legte in den letzten drei Monaten 2014 um 0,7 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt mitteilte.

Das Wachstum stellt das größte Plus seit sieben Jahren dar und war etwas größer als von Experten erwartet. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft wuchs zum Jahresende lediglich um rund 0,25 Prozent.

Insgesamt legte das spanische BIP im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent zu. Die spanische Regierung erwartet, dass die Wirtschaft dieses Jahr noch stärker anzieht, da sinkende Ölpreise und der billigere Euro die Konjunktur anschieben. Das BIP soll daher 2015 um mindestens 2,5 Prozent zulegen.

Damit geht der wirtschaftliche Aufstieg Spaniens weiter: Zwischen 2011 und 2013 befand sich das Land noch in einer Rezession, seitdem steigt das BIP jedoch wieder schrittweise an. Größtes Problem des Landes ist jedoch nach wie vor die große Arbeitslosigkeit (derzeit 23,7 Prozent).

bka/dpa



insgesamt 106 Beiträge
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pluuto 30.01.2015
1. Augenwischerei
Na, wenn man von ganz unten kommt, ist es keine Kunst, prozentual stark zu wachsen.
xvxxx 30.01.2015
2.
Anscheinend kann man auch zumindest beginnen die Kurve zu kriegen ohne heulend auf die böse Frau Merkel zu zeigen und die Schuldigen im Ausland zu suchen.
Gregor Weißenborn 30.01.2015
3.
Die haben eben viel Potenzial.
claus.w.grunow 30.01.2015
4. Die spanische Wirtschaft wächst....
Hat das auch Jakob A. gelesen oder liest er nur, was in seine Anschaung paßt, wie Merkel? Ohne Sparen und Reformen wäre das wohl nicht möglich.
Kimmerier 30.01.2015
5. Erfreuliche Entwicklung
Es ist erfreulich, wenn die Wirtschaft in anderen Ländern der EU schneller wächst als in Deutschland. Wäre es umgekehrt, würde sich der Abstand noch vergrößern. Also - keine Angst in Deutschland. Wir sollten uns wirklich für unsere Mit-Europäer freuen. Jede junge Spanierin und jeder junge Spanier, der nicht gezwungen ist, sein berufliches Heil etwa in Deutschland zu suchen, ist ein Erfolg. Wer freiwillig und ohne Zwang im "Ausland" arbeiten will, der soll dies auch weiterhin tun dürfen, aber wenn junge Menschen aus der Not heraus ihre Heimat und ihre Familien verlassen müssen, dann kann ich darin keine Erfolgsgeschichte sehen - selbst wenn anders in Deutschland der eine oder andere Arbeitsplatz unbesetzt bliebe.
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