Neue Prognose Spaniens Zentralbank befürchtet tiefere Rezession

Düstere Aussichten für die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone: Spaniens Zentralbank erwartet, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr weiter zunimmt und die Wirtschaftsleistung spürbar schrumpft. Damit sind die Währungshüter deutlich pessimistischer als die Regierung in ihrer letzten Prognose.

Sozialproteste in Spanien: Die Arbeitslosigkeit könnte über 27 Prozent steigen
AP

Sozialproteste in Spanien: Die Arbeitslosigkeit könnte über 27 Prozent steigen


Madrid - Spanien kann nach Einschätzung der Zentralbank kein rasches Ende seiner Krise erwarten, im Gegenteil: Die Lage werde sich in diesem Jahr noch einmal verschärfen. In ihrem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht geht die Zentralbank davon aus, dass die Arbeitslosenquote bis zum Jahresende auf 27,1 Prozent steigt und die Wirtschaft des Landes um 1,5 Prozent schrumpft.

Für 2014 rechnen die Währungshüter dann mit einem bescheidenen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,6 Prozent. Die Arbeitlosenquote werde nur minimal zurückgehen auf 26,8 Prozent.

Spanien leidet unter den Folgen einer im Jahr 2008 geplatzten Immobilienblase und hat sich deshalb ein rigoroses Sparprogramm verordnet. Seit Ende 2011 verharrt die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in einer Rezession, derzeit ist mehr als jeder Vierte arbeitslos.

Im vergangenen Jahr war die spanische Wirtschaft um 1,37 Prozent geschrumpft. Die Regierung rechnet für 2013 noch mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um lediglich 0,5 Prozent. Sie will ihre Einschätzung aber im April überarbeiten.

ade/AFP



insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
chiffer 26.03.2013
1. Spanier
Zitat von sysopAPDüstere Aussichten für die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone: Spaniens Zentralbank erwartet, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr weiter zunimmt und die Wirtschaftsleistung spürbar schrumpft. Damit sind die Währungshüter deutlich pessimistischer als die Regierung in ihrer letzten Prognose. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spaniens-zentralbank-befuerchtet-tiefere-rezession-und-mehr-arbeitslose-a-891029.html
Ich nehme an, die Spanier haben die Auforderung, der Euroretter, alle Konten zu räumen gelesen, die Aufforderung stand ja laut P.Krugman überall zu lesen, auch auf Spanisch, Italienisch und Griechisch.
pacificwanderer 26.03.2013
2. Das soll
eine Neuigkeit sein?
zudummzumzum 26.03.2013
3. Genau deshalb ...
Zitat von chifferIch nehme an, die Spanier haben die Auforderung, der Euroretter, alle Konten zu räumen gelesen, die Aufforderung stand ja laut P.Krugman überall zu lesen, auch auf Spanisch, Italienisch und Griechisch.
... wäre es ja jetzt so wichtig, das scheue Reh internationalen Kapitals mal in ein Gehege zu sperren. Es kann doch nicht sein, dass Millionen Menschen auf Jobs, Gehalt, Rente, ... verzichten, nur damit ein paar Hunderttausend ihre Kontoguthaben behalten können. Insofern wäre es wirklich an der Zeit für eine maßvolle Zwangsabgabe auf große große Geldvermögen zu Gunsten eines europäischen Solidarfonds. Die Immobilienbesitzer haben bezahlt, die Arbeitnehmer haben bezahlt, die Rentner haben bezahlt, die Arbeitslosen haben bezahlt, die Beamten haben bezahlt usw... Jetzt sollten die Anderen auch mal an der Reihe sein ...
belohorizonte 26.03.2013
4. Mein Gott
die Monokultur Immobilienspekulation brach weg. Die Kreditausgabekultur veränderte sich ebenfalls, der arrogante Grande gilt in Mittel-/Unterschicht als klamm. Der teure Euro behindert die Exportwirtschaft. Kein Grudn zur Sorge, nur eine ganz normale Entwicklung.
carahyba 26.03.2013
5. Sie vergassen die Monokultur Bankenrettung ...
Zitat von belohorizontedie Monokultur Immobilienspekulation brach weg. Die Kreditausgabekultur veränderte sich ebenfalls, der arrogante Grande gilt in Mittel-/Unterschicht als klamm. Der teure Euro behindert die Exportwirtschaft. Kein Grudn zur Sorge, nur eine ganz normale Entwicklung.
Ihre Feststellung ist genauso logisch und solidarisch mitfühlend wie jene, dass Hungerleiger leider Hunger leiden.
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