Spitzenverdiener im Visier DGB-Chef Sommer setzt auf Steuer-Rundumschlag

Wer viel hat, soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr.

DGB-Chef Michael Sommer mit Angela Merkel: Reichensteuer für Deutschland?
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DGB-Chef Michael Sommer mit Angela Merkel: Reichensteuer für Deutschland?


Berlin - Um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, fordert DGB-Chef Michael Sommer massive Steuererhöhungen für Spitzenverdiener. "Ich denke an die Einführung einer Vermögenssteuer, die Reichensteuer, die Erhöhung der Erbschaftssteuer und die Besteuerung von Finanztransaktionen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) der "Bild am Sonntag".

Die aktuelle Krise sei in erster Linie eine Staatseinnahmekrise. "Es ist doch kein Wunder, wenn bei uns nach den Steuersenkungen der vergangenen 10 bis 15 Jahre dem Staat das Geld fehlt", sagte Sommer. "Wenn wir heute noch die Steuergesetze des Jahres 2000 hätten, hätte der Staat in diesem Jahr 50 Milliarden Euro Mehreinnahmen. Dann kämen wir heute ohne Neuverschuldung aus."

Auch zum Thema Mindestlohn äußerte sich Sommer: "Ich bin mir ganz sicher, dass ich die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland noch erleben werde, bevor ich 2014 als DGB-Vorsitzender in den Ruhestand gehe - spätestens kommt er nach der nächsten Bundestagswahl." Die CDU habe sich mit den Beschlüssen ihres Leipziger Parteitags in die richtige Richtung bewegt, "so unzureichend die Beschlüsse auch sein mögen", sagte der DGB-Chef.

Eine Partei, die Volkspartei sein will, tue gut daran, auf die Stimmung im Volk zu hören. "80 bis 90 Prozent der Bundesbürger wollen den Mindestlohn. SPD und Grüne auch - seiner Einführung steht nur noch die FDP im Wege."

jbr/dpa



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Seite 1
Lieben!Leben!Lachen! 18.12.2011
1.
Zitat von sysopWer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804443,00.html
Das klingt sympathisch. Noch sympathischer allerdings fände ich es, wenn der Staat und seine Diener endlich, wirklich und wahrhaftig anfangen würden zu sparen, anstatt die Kohle mit vollen Händen auszugeben. Wo gespart werden kann, verrät alljährlich das "Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler.
zeitmax 18.12.2011
2. In erster Linie
...ist das eine Finanzsystemkrise, Herr Sommer, verursacht durch das Zinseszins-Geldsystem des Westens. Dann ist es eine Bankenkrise (zwingend werden sogar betrügerische Finanzprodukte geschaffen und bewettet, nur um die erforderlichen Nachschuldner zu erzeugen, die das System wegen Punkt 1 immer dringender benötigt). Undes ist eine politische Krise, weil die Politik wider besseres Wissen versagt bei der Reglementierung und Regulierung. Und: Wo waren Sie und die Gewerkschaften in den letzten Jahren, als europaweit die Löhne um 40-50% angepaßt wurden - nur in D sind sie real um 15% gesunken? Wo haben Sie sich da verkrochen?
bissig 18.12.2011
3. ...
Zitat von sysopWer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804443,00.html
Das ich nicht lache. Wenn wir heute noch die Steuergesetze des Jahres 2000 hätten, wären wir genauso arm dran. Nur die Staatsangehörigen hätten mehr Geld, die Pensionen wären höher, der Staat hätte noch mehr Staatsbesitz, die Strassen wären vielleicht etwas besser, und die Gesamtschulden höher. Und vielleicht einige Subventionen noch nicht abgebaut. Ach ja: und in Brüssel wäre wahrscheinlich auch mehr von unserem Geld. Fakt ist: Wenn mehr Geld da ist, wird auch mehr ausgegeben. Ist ja nicht das eigene, sondern das Geld der Steuerzahler.
naturfreund 18.12.2011
4. Soziales Verhalten
Zitat von sysopWer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804443,00.html
Es kommt meiner Meinung nach nicht darauf an, wieviel jemand verdient oder besitzt, sondern es kommt darauf an, wie der Betreffende damit umgeht. Wenn er seine Umgebung daran teilhaben lässt, dann ist das doch nicht schlecht. Leider geht der Staat nicht unbedingt gut mit dem Geld der Leute um. Deshalb wäre es gut, wenn die Spendenpraxis verbessert würde und Ausgaben für die Allgemeinheit begünstigt würde. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist nicht unbedingt sinnvoll, weil sowieso zuviel Blödsinn produziert wird. Das wird dann alles weggeschmissen und beschäftigt die Leute auf sinnlose Art und Weise. Aber die Unterstützung von Schwächeren wäre doch sozial. Ich plädiere daher für höhere Sozialabgaben, die auch nicht für Kriege und Subventionen verwendet werden dürfen, also eine Art Sozialsteuer, die aber durch Spenden reduziert werden kann.
zudummzumzum 18.12.2011
5. Wunschzettel für Sozialneider ...
Zitat von sysopWer viel hat soll auch viel geben: DGB-Chef Michael Sommer fordert die Einführung zahlreicher Steuern für Spitzenverdiener. Den Mindestlohn erwartet er im kommenden Jahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804443,00.html
Ja - ein grundsätzliches Nachjustieren der Gesamt-Steuersystematik ist seit Jahren überfällig. Aber auch Herr Sommer unterliegt dem typischen Denkfehler aller Edelsozen, wonach "gutverdienend" gleich "reich" ist. Er möge sich nur mal eine halbe Minute zurücksetzen und darüber nachdenken, warum man denn reflexhaft für einen 35-jährigen "Leistungsträger" fordern muss, über 50% des Einkommens wegzubesteuern? Viel cleverer - und gerechter - ist es doch, beim Einkommen nicht so hart zuzuschlagen, dafür aber beim Vermögen etwas mehr. Nicht der Versuch reich zu werden sollte besteuert werden, sondern der Erfolg! Und auch nicht als Vermögenssteuer, sondern weitgehend mit der Erbschaftssteuer - diese wäre als Nachholen der Vermögenssteuerung zu begreifen. Das tut keinem weh und bringt eine Menge ein! Und über den Mindestlohn hinaus sollte Herr Sommer schon mal weiterdenken: In der gewerblichen Arbeitnehmerüberlassung ("Leiharbeit") müssten befristete Arbeitsverhältnisse ("Zeitarbeit") schlicht verboten werden. Wenn ein Unternehmen vorübergehenden Bedarf hat, soll es befristet einstellen können. Aber in der Leiharbeit dürfte es - nach 3-monatiger Probezeit - nur unbefristete Arbeitsverhältnisse geben. Dann hätten sich schon viele der Probleme rund um den Mindestlohn erledigt! Schlaf weiter, DGB - und lass Deinen Vorturner weiter blöde Wunschzettel schreiben. Ach so - und natürlich auch Wunzettelinnen - weil gendercorrectnes ja zu den Arbeitsbedingungen gehört!
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