Plus von sechs Prozent: Steuereinnahmen steigen rasant

Die hohen Gewinne vieler Unternehmen machen es möglich: Der Staat hat im ersten Quartal so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Die Gesamtsumme lag einem Zeitungsbericht zufolge bei 130 Milliarden Euro.

Düsseldorf - Ungeachtet der stagnierenden Wirtschaft im Winter sind die Steuereinnahmen in den ersten drei Monaten des Jahres um 6,1 Prozent gestiegen. Das "Handelsblatt" berichtet unter Berufung auf eine Quelle aus dem Finanzministerium, der Staat habe 130,6 Milliarden Euro von Bürgern und Unternehmen eingestrichen - so viel Geld wie noch nie in einem ersten Quartal. Allein im März seien 48,9 Milliarden Euro eingegangen und damit 3,3 Milliarden mehr als im Vorjahresmonat.

Das Umsatzsteueraufkommen wuchs der Zeitung zufolge im ersten Quartal um 3,3 Prozent, das Lohnsteueraufkommen gar um fünf Prozent. Die Einnahmen aus der von Konzerngewinnen abhängigen Körperschaftsteuer lagen bei 5,5 Milliarden Euro. Das war doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Bei der Grunderwerbsteuer brachte der Immobilienboom einem Zuwachs von gut 20 Prozent.

Die führenden Forschungsinstitute sind optimistisch, dass die deutsche Wirtschaft sich positiv entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll laut ihrer Vorhersage im laufenden Jahr um 0,9 Prozent steigen. 2013 soll es sogar ein Plus von zwei Prozent geben.

Die Ökonomen kritisieren im Frühjahrsgutachten allerdings den mangelnden Sparwillen der Bundesregierung. Die Haushaltsentwicklung sei lediglich der konjunkturellen Belebung geschuldet. Die Konsolidierungsbemühungen dürften nicht nachlassen. Genau dies scheine aber gegenwärtig der Fall zu sein.

cte/AFP

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insgesamt 4 Beiträge
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1.
kdshp 21.04.2012
Zitat von sysopDie hohen Gewinne vieler Unternehmen machen es möglich: Der Staat hat im ersten Quartal so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Die Gesamtsumme lag einem Zeitungsbericht zufolge bei 130 Milliarden Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,828670,00.html
Hallo, dann runter mit den steuern und das vorallem bei den kleinen einkommen.
2. Oh nein...
h_grabowski 21.04.2012
Was sollen wir mit dem ganzen Geld? Bloß weg damit !!! Egal was, egal wohin. Bloß keine Rücklagen bilden oder Schulden abtragen. Lieber direkt an hilfsbedürftige andere Länder, Banken oder Unternehmen auszahlen.
3. Na,
mm01 21.04.2012
Zitat von kdshpHallo, dann runter mit den steuern und das vorallem bei den kleinen einkommen.
Sie sind ja witzig. Herr Schäuble hat die Kohle doch längst für unsere europäischen Freunde verplant und schon ausgegeben....
4. Finanzwirtschaft
Inuk 24.04.2012
Zitat von sysopDie hohen Gewinne vieler Unternehmen machen es möglich: Der Staat hat im ersten Quartal so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Die Gesamtsumme lag einem Zeitungsbericht zufolge bei 130 Milliarden Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,828670,00.html
Politiker und Beamte können nicht mit Geld umgehen. Selbst bei einem nicht vorgesehenen Mehr an Steuereinnahmen sind sie nicht fähig Schuldenabbau zu betreiben. Kein Staat der verschuldeten westlichen Länder hat es bisher geschafft Schulden abzubauen. Schuldenabbau heißt bei denen, nicht soviel Schulden machen, wie wir gerne würden. Es gelingt den Ländern noch nicht einmal Schulden zu streichen, die sie sich gegenseitig gemacht haben, um wenigstens die Zinsen zu sparen. Wir brauchen wirklich schnell ein neues Finanzsystem. Zum Beispiel notwendige Geldaufnahmen, die anstatt Zinsen, einmalige Gebühren kosten.
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