Gute Konjunktur Staatsschulden sinken um 60 Milliarden Euro

Die Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden sind unter die Marke von zwei Billionen Euro gesunken. Einige Landesregierungen machten aber auch neue Schulden.

Schuldenuhr in Berlin (Archiv)
DPA / Bund der Steuerzahler

Schuldenuhr in Berlin (Archiv)


Die Schulden der öffentlichen Hand haben sich im ersten Halbjahr 2017 deutlich verringert. Sie sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 59,8 Milliarden Euro, das entspricht einem Rückgang von 2,9 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt konnten alle öffentlichen Ebenen ihre Schulden reduzieren, also nicht nur der Bund, sondern auch die Bundesländer und die Gemeinden.

Besonders deutlich fiel der Schuldenabbau aber beim Bund aus. Der Schuldenstand sank um 42,3 Milliarden Euro, das sind 3,3 Prozent. Die Bundesländer bauten Schulden in Höhe von 14,8 Milliarden Euro ab, das entsprach 2,4 Prozent ihres bisherigen Schuldenstands. Dabei unterscheidet sich die Finanzlage der Bundesländer allerdings untereinander mitunter drastisch: Während besonders Sachsen (- 23,3 Prozent), Bayern (- 11,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (- 9,6 Prozent) und Hessen (- 8,6 Prozent) hohe prozentuale Rückgänge verzeichneten, wuchsen die Schulden in Hamburg (+ 7,3 Prozent) und Schleswig-Holstein (+ 4,6 Prozent).

In den Gemeinden und Gemeindeverbänden verringerte sich der Schuldenstand um 2,6 Milliarden Euro oder 1,8 Prozent.

Insgesamt stand die öffentliche Hand damit Ende Juni 2017 mit 1,98 Billionen Euro in der Kreide. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass die deutschen Staatsschulden die Marke von zwei Billionen Euro unterschritten hatten.

beb/AFP



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