Statistik Staat zahlt im Schnitt 699 Euro Elterngeld

Die Regierung will das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger abschaffen und für Erwerbstätige kürzen. Das könnte eine Trendumkehr bewirken, zuletzt stieg der Durchschnittsbetrag laut Statistischem Bundesamt um knapp 40 Euro pro Monat.


Wiesbaden - Eltern haben in den ersten drei Monaten 2010 mehr staatliche Unterstützung bekommen als im Vorjahresquartal. Im Schnitt stieg das Elterngeld von 662 auf 699 Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

In der Regel ersetzt das Elterngeld 67 Prozent des Nettoeinkommens, das wegen der Babypause wegfällt. Höchstens werden monatlich 1800 Euro gezahlt. Der Durchschnittsbetrag von 699 Euro gilt für Eltern, die im ersten Quartal 2010 den Bezug von Elterngeld beendeten. Das waren bundesweit mehr als 151.000 Mütter und knapp 38.000 Väter.

Der Väteranteil lag damit bei rund 20 Prozent. Acht von zehn Vätern (81 Prozent) und knapp sechs von zehn Müttern (58 Prozent) waren vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig. Der durchschnittliche Elterngeldanspruch lag bei erwerbstätigen Vätern im ersten Bezugsmonat im Schnitt bei 1114 Euro monatlich, für erwerbstätige Mütter hingegen bei 855 Euro.

Der Grundbetrag für Eltern, die vor der Geburt ihres Kindes nicht erwerbstätig waren, lag bei 300 Euro pro Monat - die Regierung will diesen Zuschlag im Rahmen ihres Sparpakets für Eltern, die Hartz IV bekommen, abschaffen.

cte/dpa-AFX/apn

insgesamt 11602 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Sumerer 07.06.2010
1.
Zitat von sysopDas größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik ist beschlossen: Die schwarz-gelbe Regierung will den Etat bis 2014 um 80 Milliarden Euro kürzen. Einkommen- und Mehrwertsteuer werden zunächst nicht erhöht. Ist das Gesamtpaket Ihrer Meinung nach ausgewogen und gerecht?
Nein. Zuerst hätten die Verursacher des Schuldenberges der BRD an die denken müssen, die diesen beschlossen haben. Also an sich selbst.
T. Wagner 07.06.2010
2.
Mit dem, was ich so gelesen habe, kann ich durchaus leben. Ich bin zufrieden und hoffe nur, daß es den gewünschten Erfolg zeitigt.
ergoprox 07.06.2010
3.
Zitat von T. WagnerMit dem, was ich so gelesen habe, kann ich durchaus leben. Ich bin zufrieden und hoffe nur, daß es den gewünschten Erfolg zeitigt.
Genau, Hauptsache nicht selbst betroffen. So ist er, der deutsche Nichtsblicker.
nixkapital 07.06.2010
4. Lach...
Zitat von T. WagnerMit dem, was ich so gelesen habe, kann ich durchaus leben. Ich bin zufrieden und hoffe nur, daß es den gewünschten Erfolg zeitigt.
Wenn Sie die Meldung auf SPON meinen, scheinen Sie sich ja mit wenig bis nichts zufrieden zu geben. Bisher ist alles nur eine Absichtserklärung ohne konkrete Zahlen. Warten Sie mal ab, bis sich die Lobbyisten warmgelaufen haben, dann werden wir ja sehen, wer vor allem für alle sparen darf. Das werden weiterhin die Leute mit den kleinen Gehältern und die Arbeitslosen sein.
T. Wagner 07.06.2010
5.
Zitat von ergoproxGenau, Hauptsache nicht selbst betroffen. So ist er, der deutsche Nichtsblicker.
Von was sind Sie denn persönlich betroffen bei den geplanten Einsparungen? Fürchten Sie bereits jetzt schon, sich im Winter einen kalten Hintern zu holen, wenn die Heizkosten für Hartz-IV-Bezieher nicht mehr in voller Höhe übernommen werden?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.