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Rekordeinnahmen: Deutsche zahlen so viele Steuern wie nie

Daumen hoch: Finanzminister Wolfgang Schäuble (Archiv) darf sich freuen Zur Großansicht
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Daumen hoch: Finanzminister Wolfgang Schäuble (Archiv) darf sich freuen

593 Milliarden Euro hat der Staat im vergangenen Jahr an Steuern eingenommen - so viel wie nie zuvor. Stark angezogen sind Lohn- und Einkommensteuer, aber auch Abgaben auf Erbschaften und Grunderwerb.

Berlin - Der Staat hat im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Deutsche Steuerzahler haben damit entscheidend dazu beigetragen, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bereits 2014 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte. Ursprünglich hatte Schäuble die schwarze Null erst 2015 angepeilt.

Bund und Länder verbuchten 2014 ein Aufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) von gut 593 Milliarden Euro. Das waren vier Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Der Fiskus profitierte 2014 vor allem von der guten Beschäftigungslage, aber auch von mehr Privatkonsum und höheren Unternehmensgewinnen. Träger der Aufwärtsentwicklung waren die Lohnsteuer und die gewinnabhängigen Steuern.

Die Länder nahmen vor allem bei Immobilienkäufen, Erbschaften und Schenkungen mehr Steuern ein. Die Erbschaftsteuer, deren Einnahmen allein den Ländern zustehen, stieg im vergangenen Jahr um 17,7 Prozent auf gut 5,45 Milliarden Euro.

Besonders viele Einnahmen gab es für Bund und Länder zum Jahresende. Im Dezember 2014 flossen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums mit 81,5 Milliarden Euro 8,3 Prozent mehr Steuergelder in die Kassen. Ein Grund für den Boom zum Jahresende dürften Vorzieheffekte sein: Seit Januar ist in einigen Ländern der Grunderwerb-Steuersatz höher. Außerdem profitierte der Fiskus von der Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer als Folge eines Urteils des Bundesfinanzhofs.

Insgesamt fielen die Steuereinnahmen 2014 knapp drei Milliarden Euro höher aus als von den Steuerschätzern im November für das Gesamtjahr vorhergesagt. Bei der Wirtschaftsentwicklung sei die "leichte Schwächephase vom Sommer 2014" überwunden, schreibt Finanzstaatssekretär Thomas Steffen im Vorwort zu dem Bericht.

Zusammenfassung: Der Staat hat im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Der Fiskus profitierte unter anderem von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt: Bei der Lohnsteuer stiegen die Einnahmen deutlich.

Das SPIEGEL-ONLINE-Wirtschaftsressort testet für eine Woche den "Zusammengefasst"-Absatz. Kritik, Feedback, Anregungen? Bitte hier.

vet/dpa/Reuters

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insgesamt 96 Beiträge
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    Seite 1    
1. Na da freuen sich doch ....
crewmitglied27 30.01.2015
... der Flughafen BER und die Elbphilharmonie....
2. ...
Newspeak 30.01.2015
Und im gleichen Maße schafft es unser großartiger Staat die Kohle wieder in irgendeinem Faß ohne Boden zu versenken. Bankenrettung, aber bloß keine Hochschulfinanzierung. Steuergeschenke an Großkonzerne und Superreiche, aber bloß nicht für den Mittelstand und schon gar nicht mal 20 Euro mehr für Arme. Lieber noch eine Brücke sinnlos in die Landschaft stellen oder eine Autobahn mehrspurig ausbauen, als ein Jugendzentrum zu finanzieren. Und über allem schwebt die Schwarze Null...passender Spitzname für die Regierung Merkel.
3. Wird Zeit das die Umsatzsteuer auf 16% gesetzt wird!
Tr1ple 30.01.2015
Die SPD mit ihrem geschwafel von entlastung ist ein Witz. Wer sozial entlasten will sollte die Umsatzsteuer wieder auf das alte Niveau setzten.
4. Und nun nicht unison nach Steuersenkungen schreien
criticalsitizen 30.01.2015
sondern sanft reformieren, weg vom Beamten- zum Bildungsstaat, Infrastuktur sinnvoll verbessern und den Lebensstandart europäisch alle partiziperen lassend anheben.
5. Irreführende Überschrift
stephan.doerner 30.01.2015
Hier eine absolute Zahl zum Maßstab zu machen ist irreführend. Die Steuereinnahmen müssen in Relation zur Wirtschaftskraft gemessen werden damit sie eine Aussage über die Steuerbelastung zulassen.
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