Pläne von Finanzminister Scholz Steuerzahlern bleiben vier bis elf Euro mehr im Monat

Finanzminister Olaf Scholz will die Bürger ab kommendem Jahr entlasten. Experten haben durchgerechnet, wie sich seine Pläne beim Steuerzahler auswirken.

Olaf Scholz
Getty Images

Olaf Scholz


Er will die schwarze Null halten und dennoch auch den Steuerzahlern ein bisschen entgegenkommen. Finanzminister Olaf Scholz hat für 2019 Entlastungen angekündigt. Der Steuerzahlerbund hat nun ausrechnen lassen, wie viel die Bürger dadurch mehr in der Tasche haben. Demnach können Steuerzahler je nach Einkommen netto mit vier bis elf Euro mehr im Monat rechnen, berichtet die "Rheinische Post".

Laut den Berechnungen würde ein Steuerzahler mit einem Monatsbrutto von 2000 Euro durch den angekündigten Abbau der kalten Progression um vier Euro monatlich entlastet - egal, ob er alleinstehend oder verheiratet ist. Ein Durchschnittsverdiener mit einem Monatsbruttolohn von 3000 Euro käme demnach auf sechs Euro mehr netto im Monat. Bei einem höheren Verdienst von 5000 Euro käme ein Plus von immerhin zehn bis elf Euro mehr netto heraus.

Der Effekt der sogenannten kalten Progression tritt immer dann auf, wenn Bürger bei Lohnerhöhungen durch einen höheren Steuertarif wegen der inflationsbedingten Teuerung von Waren keine höhere Kaufkraft haben. Durch Änderungen beim Steuertarif kann das gemildert werden.

Die Berechnungen stammen vom Deutschen Steuerzahlerinstitut, einer Forschungseinrichtung des Bundes der Steuerzahler.

Finanzminister Scholz stellt seine Haushaltspläne an diesem Dienstag dem Bundestag vor. Innerhalb der großen Koalition gibt es noch Streit darüber, wie die Steuereinnahmen am besten ausgegeben werden sollten. So forderten zum Beispiel Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) für die kommenden Jahre mehr Geld für ihre Ressorts.

mmq/dpa

insgesamt 75 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
phillyst 15.05.2018
1. wow
Wenn man bedenkt, wie lange die kalte Progression schon zunimmt und wie lange der Spitzensteuersatz schon quasi unverändert besteht sind 11 Euro im Monat natürlich ein Highlight. Fast einmal ins Kino gehen, als "Spitzenverdiener"... natürlich ohne Getränk und Popcorn.
willhelm.schmitz 15.05.2018
2. Lächerlich....
schafft einfach sofort den Soli ab, da haben alles etwas von..... Danach könnt ihr euch mal Gedanken über die kalte Progression machen, aber bei der geldgeilen Bürokratie hier in Deutschland funktioniert weder das Eine noch das Andere... aber was auf jeden Fall immer funktioniert sind irrwitzige Steuereinnahmen und daraus resultierende absurde Steuerverschwendungen....
hans.rueckert 15.05.2018
3. So geht Kommunismus
Steuerzahlern bleiben vier bis elf Euro mehr im Monat und diese vier bis elf Euro mehr im Monat wie Gold zu verkaufen, das ist die heutige SPD. Es ist richtig, dass solch eine Partei maximal auf 17 Prozent kommt.
Leser161 15.05.2018
4. Hmm
Mal ernsthaft wieviel Euro ich im Monat mehr habe ist mir gar nicht so wichtig. Selbst wenn es ein höherer Betrag wäre. Viel wichtiger ist mir, das meine Steuern sinnvoll verwendet werden. Zum Beispiel um Menschen zu helfen, die weniger Glück hatten als ich. Um die Infrarstruktur in Ordnung zu halten oder dafür zu sorgen das staatliche Aufgaben wie Polizei oder Schule qualitativ hochwertig wahrgenommen werden. Weniger glücklich bin ich wenn meine Steuern verschwendet werden. Als Verschwendung empfinde ich wenn Grossprojekte nicht sinnvoll geplant werden (BER) oder nur Prestigezwecken dienen. Auch die Rettung oder Subvention von Unternehmen die ihr Schlamassel selbst verschuldet haben finde ich nicht richtig. Man bedenke: Auch Investitionen in Polizei und Kindergarten sind wirtschaftlich vorteilhaft, denn die Polizisten und Kidnergärtner geben ihr Gehalt ja auch wieder für Wirtschaftsprodukte aus.
knuffel 15.05.2018
5.
Cool, dann kann ich mir statt Salat ein bis zwei Döner im Monat leisten. Danke Herr Scholz.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.