Steuerhinterziehung NRW meldet tausend Selbstanzeigen in einem Monat

Der Hoeneß-Effekt hält an: Aufgeschreckt von der Steueraffäre um den Bayern-Manager schwärzen sich viele Steuersünder selbst bei den Behörden an. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden im Februar knapp tausend Selbstanzeigen verzeichnet.

Finanzminister Walter-Borjans: "Nicht vermutetes Ausmaß an Steuerbetrug"
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Finanzminister Walter-Borjans: "Nicht vermutetes Ausmaß an Steuerbetrug"


Düsseldorf - Steueranwälte hatten es prophezeit, der Jahresbeginn 2014 würde eine Flut von Selbstanzeigen bringen. Alarmiert durch die Steueraffäre um Bayern-Manager Uli Hoeneß zeigten sich zahlreiche Steuersünder selbst an - nachdem sich mit dem Verstreichen des Neujahrstags noch die Verjährungsfrist zu ihren Gunsten verändert hatte.

Dieses "Januarfieber" setzt sich offenbar fort. Bei den Behörden in Nordrhein-Westfalen seien allein im Februar fast tausend Selbstanzeigen eingegangen, sagte Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) laut einer Pressemitteilung. Die Zahlen ließen "auf ein in dieser Größenordnung nicht vermutetes Ausmaß an Steuerbetrug in der Mitte der Gesellschaft schließen, das noch lange nicht ausgeleuchtet ist". Seit Jahresbeginn hätten sich 1739 Bürger allein wegen Steuerhinterziehung mit Bezug zur Schweiz angezeigt. Das seien viereinhalbmal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Hoeneß steht ab kommenden Montag in München vor Gericht. Im April 2013 war bekannt geworden, dass der Fußballmanager über Jahre Steuern hinterzogen hatte. Auch Hoeneß zeigte sich schließlich selbst an, die Staatsanwaltschaft hält seine Selbstanzeige aber für unwirksam. Im schlimmsten Fall droht dem 62-Jährigen Haft.

Bund und Länder verständigten sich am Donnerstag darauf, die Vorgaben für strafbefreiende Selbstanzeigen zu verschärfen. Die Finanz-Staatssekretäre beschlossen laut Teilnehmern grundsätzlich, die Verjährungsfrist zu verlängern und den Strafzuschlag bei schwerer Steuerhinterziehung zu erhöhen. Eine endgültige Einigung steht aber noch aus.

dab/dpa



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insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
susuki 07.03.2014
1.
Tya, in den Zeiten der Totalüberwachung sind Schwarzgeldkonten eine Dummheit.
leser75 07.03.2014
2. War denn Frau Schwarzer
auch dabei und weiß man denn schon, von wem der Tipp kam ;)
schwaebischehausfrau 07.03.2014
3. Weiter so....
wenn jetzt noch kurzfristig die "Subventionen" für Selbstanzeiger abgeschafft werden (so dass es nicht mehr lukrativ ist, 30 Jahre Steuern zu hinterziehen, Selbstanzeige zu machen, und summa summarum trotzdem 20 Jahre Steuerlast gespart zu haben - ganz ohne Strafe) dann werden sich in den nächsten Wochen nochmal 10.000 Steuer-Kriminelle stellen. Nächstes Projekt sollte dann die drastische Bekämpfung von Schwarzarbeit und daraus resultierender Steuerhinterziehung sein, dann können wir die Steuerbelastung für alle ehrlichen Steuerzahler bald deutlich senken und werden trotzdem mehr Steuern einnehmen. ...
WhereIsMyMoney 07.03.2014
4.
Ist das nciht eher der Schwarzer-Effekt?
Sleeper_in_Metropolis 07.03.2014
5.
Zitat von sysopDPADer Hoeneß-Effekt hält an: Aufgeschreckt von der Steueraffäre um den Bayern-Manager schwärzen sich viele Steuersünder selbst bei den Behörden an. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden im Februar knapp tausend Selbstanzeigen verzeichnet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuermoral-nrw-meldet-tausend-selbstanzeigen-in-einem-monat-a-957482.html
Tja, da kann man mal sehen wo das Geld sitzt. Und das schöne dabei : Man kann sich relativ sicher sein, das es dabei weder arme noch unschuldige trifft.
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