Kräftiger Anstieg im Mai Steuern füllen Kassen von Bund und Ländern

In Deutschland deutet sich eine Erholung der Konjunktur an. Der Staat nahm im Mai deutlich mehr Steuern ein - auch weil die Menschen Arbeit finden.

Container im Hamburger Hafen: Aufschwung in der Industrie bringt mehr Steuern
DPA

Container im Hamburger Hafen: Aufschwung in der Industrie bringt mehr Steuern


Berlin - Der bisherigen Konjunkturschwäche zum Trotz legen die Steuereinnahmen von Bund und Ländern kräftig zu. Im Mai stieg das Aufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Im Vormonat war nur ein kleines Plus von 0,4 Prozent verzeichnet worden.

Die deutsche Wirtschaft hatte im ersten Quartal geschwächelt, da der strenge Winter die Arbeit auf vielen Baustellen behinderte. So war das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,1 Prozent gestiegen. Die Mai-Zahlen deuten nun eine konjunkturelle Erholung an.

In dem Frühlingsmonat verbuchten vor allem die Länder deutliche Zuwächse von fast sieben Prozent. Die Einnahmen des Bundes legten um rund drei Prozent zu. Der Staat profitierte erneut von der guten Beschäftigungslage: Die Einnahmen der Lohnsteuer lagen um 8,0 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Insgesamt flossen in den ersten fünf Monaten des Jahres gut 218 Milliarden Euro in die Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden - ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch als Folge der Steuerentwicklung erhöhten sich die Einnahmen im Bundeshaushalt von Januar bis Mai auf fast 104 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Verbraucher dürften mehr kaufen

Die Ausgaben stiegen mit gut 129 Milliarden Euro um 1,3 Prozent - inklusive einer Rate für den Euro-Rettungsschirm ESM von 4,3 Milliarden Euro. Daraus ergab sich für die ersten fünf Monate des Jahres ein Finanzlücke von 24,9 Milliarden Euro beim Bund.

Die Wirtschaft ist aus Sicht des Finanzministeriums gut in das zweite Quartal gestartet. Die Schwächephase dürfte nun überwunden werden. Dafür spreche etwa der Aufschwung in der Industrie, die ihre Produktion zuletzt drei Monate in Folge gesteigert habe. Auch der private Konsum dürfte angesichts des stabilen Arbeitsmarktes, steigender Löhne und geringer Inflation zulegen.

yes/dpa/Reuters



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insgesamt 87 Beiträge
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trude2004 20.06.2013
1.
Na dann mal ins Ausland das Geld. Wir könnten ja noch paar korrupte Banken retten so wie in der Vergangenheit. Alles von oben abgesegnet und die Deutschen Steuerzahler können sich sowieso nicht wehren.....
alfred13 20.06.2013
2. Noch mehr Steuern....
Nein Danke! Der Staat ist überfinanziert - nur SPD und Grüne haben es noch nicht gemerkt. Kein Wunder, dass deren Programme, die aus bloßer Umverteilung und Steuererhöhun gsorgien bestehen, immer weniger potentielle Wähler überzeugen. Gut so!
hersp58 20.06.2013
3. Überraschung?
Jetzt hört vielleicht das Gejammere in den Ländern auf,sie hätten zu wenig Geld.Aber davon kann man nur träumen.Sie sollten wenigstens in der Lage sein ihren öffentlichen Dienst zu finanzieren.
olehamburg 20.06.2013
4. Steuererhöhung
In dieser Situation ist es natürlich unabdingbar die Steuern zu erhöhen, alles andere wäre gemäß Rot-Grün äußerst ungerecht... Ich hoffe inständig, dass dieser Kelch an uns vorbeigeht.
echo12345 20.06.2013
5. Schlimm, schlimm Es verleitet zu einem..
..noch sorgloserem Rausschmiss unserer Gelder. Die Finanzlücke zeigt ganz klar, das Politik und Verwaltung trotz ungewöhnlich hoher Mittel mit dem von uns erwirtschafteten Geld nicht umgehen können. Wie hoch auch immer diese Mittel sind, sie werden weitgehend verprasst und niemals reichen. Eine Sauerei ist das!
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