Handelsstreit Vorerst keine US-Strafzölle auf Autos aus der EU

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat bestätigt, dass es vorerst keine Einfuhrzölle auf Autos aus der Europäischen Union geben wird. Dies soll für die Dauer der Verhandlungen über Handelsfragen gelten.

US-Finanzminister Steven Mnuchin
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US-Finanzminister Steven Mnuchin


Während der vereinbarten Handelsgespräche mit der EU wollen die USA von den angedrohten Zöllen auf importierte Autos absehen. Das hat US-Finanzminister Steven Mnuchin bestätigt. Auf die Frage, ob die Drohung mit Strafzöllen auf Autos vorerst aufgehoben sei, sagte Mnuchin dem US-Sender CNBC: "Das ist richtig."

Bislang hatte nur die EU erklärt, dies sei beim Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwochabend in Washington vereinbart worden. Die EU geht davon aus, dass es keine Autozölle bis Ende November geben wird.

Ein EU-Vertreter sagte in Brüssel, beide Seiten hätten sich auf eine Frist von 120 Tagen verständigt, damit Experten Verhandlungsgebiete genauer auszuloten könnten. Trump habe zugestimmt, dass in diesen 120 Tagen keine Autozölle verhängt würden. Sollte es danach weitere detaillierte Handelsgespräche geben, gelte dies auch danach. Laut Handelsminister Wilbur Ross habe Trump das Handelsministerium dennoch angewiesen, eine Prüfung der Autozölle fortzusetzen.

Aufhebung von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium?

Trump hatte der EU zuvor mit Importzöllen von bis zu 25 Prozent auf Autos und Autoteile gedroht. Das hätte besonders deutsche Hersteller schwer getroffen.

Mnuchin bestätigte bei CNBC zudem, dass die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU zurückgenommen werden könnten. Die "Grundlagen" seien gelegt, "und ich hoffe, wir lösen das sehr schnell".

US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatten sich überraschend auf Schritte zur Beilegung des Handelsstreits verständigt. Vereinbart wurde, über die Annullierung sämtlicher Zölle und sonstiger Handelsbarrieren sowie aller Subventionen für industriell gefertigte Waren zu verhandeln.

cop/AFP/dpa



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wiseguyno1 27.07.2018
1. Ja ja ...
... und dieser Beschluss hält solange, bis Trump aus dem Fenster sieht, wie diverse Mercedes oder BMW durch die Strassenschluchten des 'Big Apple' rauschen. Dann kriegt er erneut "sein Böckchen" (inkl Tobsuchtsanfall) und die Aussetzung ist vom Tisch.
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