Energiewende Gabriel kommt Bayern bei Stromtrassen entgegen

Im schwelenden Stromtrassen-Streit dringt Wirtschaftsminister Gabriel auf eine baldige Einigung. Dafür kommt er Bayern entgegen und unterbreitet neue Vorschläge.

Hochspannungsleitung: "Ein sehr weitgehendes Angebot"
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Hochspannungsleitung: "Ein sehr weitgehendes Angebot"


Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat Bayern zu einer schnellen Einigung im Streit über Stromtrassen aufgefordert und dazu erneut Vorschläge unterbreitet. Prinzipiell sei es wichtig, verstärkt Erdkabel zu verlegen, um den Widerstand in der Bevölkerung zu minimieren, sagte der SPD-Chef. Die Kosten seien nicht sehr viel höher als bei Hochspannungsleitungen auf Masten, weil es bei diesen sehr viel mehr Planungsverzögerungen gebe.

Zu den Bayern betreffenden Stromtrassen schlug Gabriel vor, eine der beiden Verbindungen (Südost-Leitung) auf einer bereits bestehenden Stromtrasse zu führen und die letzten Kilometer in der Erde verlaufen zu lassen.

Bei einer weiteren umstrittenen Leitung, die Windstrom aus Norddeutschland in den Süden bringen soll, besteht Gabriel auf einer Trasse nach Grafenrheinfeld nördlich von Würzburg. Aber es sei nicht notwendig, eine zweite Trasse weiter durch Bayern zu führen, weil diese auch für die Versorgung Hessens und Baden-Württembergs wichtig sei.

"Ich glaube, dass das ein sehr weitgehendes Angebot an die bayerische Staatskanzlei ist", sagte Gabriel. Dies könnte helfen, den massiven Widerstand in der Bevölkerung zu überwinden. Der SPD-Chef sprach von einer "sehr maßvollen Planung" und setzt auf eine Einigung bei einem Koalitionstreffen am 1. Juli. Zugleich warnte Gabriel, eine gemeinsame bundesweite Trassenplanung durch regionale Vorbehalte infrage zu stellen.

kpa/Reuters



insgesamt 82 Beiträge
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Alfred Ahrens 24.06.2015
1. Entscheidet Herr Gabriel jetzt, was in Bayern passiert ?!
Na dann, viel Glück allerseits im Freistaat! Bis zu den Wahlen !
erst nachdenken 24.06.2015
2. licht aus!
lasst in bayern doch einfach mal das licht ausgehen - wer nicht will der hat schon. wetten dass das mit den stromtrassen und zwischenlagern dann ganz schnell problemlos klappt?
hatschon 24.06.2015
3. Ja toll
Was der Herr Gabriel so alles für die Bayern macht und was ist mit den anderen Bundesländern ,kriegen die auch,diese Zuwendungen, in Form von nur keine Trassen über das Land . Unglaublich!
Don_Draper 24.06.2015
4. Gabriel
Zitat von Alfred AhrensNa dann, viel Glück allerseits im Freistaat! Bis zu den Wahlen !
entscheidet doch nicht, was in Bayern geschieht, sondern gibt dem Populisten aus Bayern einfach nur nach. Seehofer interessiert doch nur, ob der Großteil der bayerischen Bevölkerung im gewogen ist. Wenn die morgen sagen, sie wollen wieder Atomstrom, dann ist er dafür. irgendwo muß die Trasse ja längst, wenn man Strom haben will und wenn die Bayern kein Strom wollen, dann gibt es auch keine Trasse, können sie sich doch aussuchen.
Maleficent 24.06.2015
5. An alle Nichtbayern
Lasst euch doch BITTE nicht von "meinen" Landsmännern an der Nase herumführen! Zeigt den Dampfplauderern der CSU wo der Bartl den Most holt! Die anständigen Bayern zählen auf euch!
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