Vermögens-Studie: Asien steigt zum reichsten Kontinent auf

Die Gewichte der Weltwirtschaft verschieben sich: Laut einer Studie werden die Bewohner Asiens in wenigen Jahren mehr Reichtum angehäuft haben als alle anderen. Auch die Europäer werden reicher - im Vergleich mit anderen Weltregionen fällt der Kontinent aber zurück.

Sportwagen in Peking: Asien soll bis 2017 zum reichsten Kontinent aufsteigen Zur Großansicht
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Sportwagen in Peking: Asien soll bis 2017 zum reichsten Kontinent aufsteigen

New York - In Asien wird es in fünf Jahren so viel Reichtum geben wie nirgendwo sonst auf der Welt. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung der Beratungsfirma Boston Consulting Group. Die Privatvermögen der Region Asien-Pazifik ohne Japan dürften bis 2017 auf 48,1 Billionen Dollar klettern und damit das Niveau in Nordamerika übertreffen.

In China und Indien werden alle Menschen zusammengenommen 2017 mehr als doppelt so viel auf der hohen Kante haben wie 2012. Das liegt zwar auch daran, dass sich der Reichtum auf mehr Köpfe verteilt. Angetrieben wird die Entwicklung aber vom starken Wirtschaftswachstum und den steigenden Sparquoten in diesen Ländern.

Mit dem Vermögenssprung von mehr als 20 Billionen Dollar dürfte die vielbevölkerte Region in den fünf Jahren mehr Reichtum schaffen als der Rest der Welt zusammengenommen, konstatierten die Autoren. Darauf haben sich auch zahlreiche große europäische und amerikanische Banken eingestellt, die in den vergangenen Jahren Standorte wie Singapur und Hongkong massiv ausgebaut haben.

Auch in Europa wachsen die Vermögen

Der Aufstieg Asiens zeigte sich bereits im vergangenen Jahr: 2012 kam der Kontinent mit 13,8 Prozent auf die höchste Wachstumsrate. Weltweit nahmen die Anlagen in Barmitteln, Bankkonten und Wertschriften dank der Erholung der Aktienmärkte um 7,8 Prozent auf 135,5 Billionen Dollar zu. Selbst im von der Schuldenkrise geplagten Europa wuchs das Privatvermögen um 5,2 Prozent auf 35,8 Billionen Dollar.

Die Zahl der Millionäre stieg weltweit um zehn Prozent. Am meisten Haushalte mit einem Vermögen von mindestens einer Million Dollar gibt es in den USA, vier Mal so viele wie im zweitplatzierten Japan. Auch die Schweiz sticht heraus: Das kleine Alpenland belegt den fünften Rang. Deutschland, das rund zehn Mal mehr Einwohner zählt, liegt nur auf Platz sieben. Fast zwei Drittel der Vermögen in der Schweiz stammen aber nicht von Einwohnern, sondern von Ausländern, die ihr Geld auf Schweizer Banken gebunkert haben.

ade/Reuters/dpa

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insgesamt 54 Beiträge
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    Seite 1    
1. gegen die Chinesen
laxness 30.05.2013
haben wir Null Chancen (habe selbst 2 Jahre in Shanghai gelebt). Der fundamentale Unterschied ist, dass Chinesen -Nie- aufgeben, auch wenn die Umstände noch so schlecht sind. Bei uns ist das anders, da wird dann Hartz 4 beantragt.....
2. Kann uns Foristen eigentlich ziemlich schnuppe sein
wohlmein 30.05.2013
Zitat von sysopDie Gewichte der Weltwirtschaft verschieben sich: Laut einer Studie werden die Bewohner Asiens in wenigen Jahren mehr Reichtum angehäuft haben als alle anderen. Auch die Europäer werden reicher - im Vergleich mit anderen Weltregionen fällt der Kontinent aber zurück. Studie: Asien steigt bis 2017 zum reichsten Kontinent auf - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-asien-steigt-bis-2017-zum-reichsten-kontinent-auf-a-902909.html)
Denn uns betrifft das sowieso nicht.
3. optional
nic 30.05.2013
"Auch in Europa wachsen die Vermögen" Schon verrückt: wenn Europa überall in die Knie geht, dann an einer Stelle offensichtlich nicht. Kann es sein, dass es da einen kausalen Zusammenhang gibt?
4. Da gebe ich Ihnen Recht
aldord 30.05.2013
Die Menschen in Asien haben noch einen unbedingten Aufstiegswillen. Bildung ist dort extrem wichtig. Die Leute hier haben vergessen woher unser Wohlstand kommt. Bildung und harte Arbeit. Ich empfehle sich mal den Film Drachenmädchen anzusehen.
5. China vs D
Jens Schuetz 30.05.2013
Zitat von laxnesshaben wir Null Chancen (habe selbst 2 Jahre in Shanghai gelebt). Der fundamentale Unterschied ist, dass Chinesen -Nie- aufgeben, auch wenn die Umstände noch so schlecht sind. Bei uns ist das anders, da wird dann Hartz 4 beantragt.....
Als Land ist China groesser und produziert mehr. Mit 1Billion waere es auch traurig wenn sie nicht an das ranreichen koennen was in D ein paar Millionen fertigbringen. Deren Wirtschaftsgroesse liegt also nur an der Einwohnerzahl und nicht eine besonders grossen Produktivitaet. In der Tat ist die individuelle Produktivitaet in China sehr schlecht, was zum teil am Mangel an Machinen liegt, aber auch an der Arbeitseinstellung und Ausbildung liegt. Als normaler Mensch will ich wissen wieviel der normale Mensch im Schnitt verdient. Der durchschnittliche Deutsche hat 10mal mehr Kaufkraft als der Durchschnitsschinese. Sollte China wirklich einmal aufschliessen, muessen sie aufpassen das es ihnen nicht wie Japan ergeht. Vor denen hatte auch jeder Angst und prophezeite deren Weltdominanz, bis sie in ihre lange Rezession stuerzten aus der sie seit vielen Jahren immer wieder erfolglos versuchen auszubrechen.
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