Studie Italienische Gastronomen hinterziehen 13,5 Milliarden Euro Steuern

Italien leidet unter einem gigantischen Schuldenberg, die Regierung schnürt Sparpakete - doch allein beim Gastgewerbe entgehen dem Staat riesige Summen: Rund 13,5 Milliarden Euro unterschlagen Restaurants und Hotels laut einer Studie im laufenden Jahr.

Touristen in Rom: Gastgewerbe macht 185 Milliarden Euro Umsatz im Jahr
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Touristen in Rom: Gastgewerbe macht 185 Milliarden Euro Umsatz im Jahr


Rom - Es ist eine bedeutende Branche für das Sonnenland Italien - doch der Staat profitiert davon weit weniger als möglich: Das italienische Gastgewerbe wird laut der Forschungsgruppe Cescat in diesem Jahr rund 13,5 Milliarden Euro an Steuern unterschlagen. Diese Summe entgehe dem Staat, weil Bars und Restaurants, Hotels und Strandliegenverpächter rund 36 Milliarden Euro Einnahmen gar nicht versteuerten.

Dabei seien die Kleinstunternehmen die größten Steuerhinterzieher, etwa kleine Pensionen oder familienbetriebene Restaurants. Damit könne auch zusammenhängen, dass laut Cescat im strukturschwachen Süden des Landes mehr Steuern hinterzogen werden als im Norden.

Das Gastgewerbe wird offiziellen Schätzungen zufolge in diesem Jahr rund 185 Milliarden Euro Umsatz machen, das sind etwa zwölf Prozent des italienischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Experten schätzen die Summe, die dem italienischen Staat durch Steuerhinterziehung in allen Branchen entgeht, auf rund acht Prozent des BIP jedes Jahr.

fdi/AFP



insgesamt 34 Beiträge
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heldenmut 19.08.2011
1. Neue Erkenntnis ?
Merkwürdig das solche Praktiken erst jetzt publik werden. Das fördert nicht gerade die Bereitschaft zu helfen schon gar nicht auf des deutschen Steuerzahlers Kosten!
LurchiD 19.08.2011
2. Ragione italiana
Zitat von heldenmutMerkwürdig das solche Praktiken erst jetzt publik werden. Das fördert nicht gerade die Bereitschaft zu helfen schon gar nicht auf des deutschen Steuerzahlers Kosten!
Da ist erst einmal gar nichts publik geworden - es wird nur die Aussage ominöser "Experten" mit ebenso ominösen "Schätzungen" widergegeben. Abgesehen davon ist Geld in privaten Taschen natürlich immer sinnvoller aufgehoben als beim Staat, aber das gilt ja nicht nur für Italien.
matt_us, 19.08.2011
3. Schnarch, kleine Betriebe in der Gastronomie arbeiten schwarz!
Na klar, aber wie ist es dann mal mit einer anstaendigen Finanztransaktionssteuer. Dadurch dass man die Zockerei nicht besteuert, hinterziehen Hedgefonds und Investment Bankster noch viel groessere Summen. Das wuerde sich auch in Italien in die Hunderte von Milliarden handeln, wenn man mal eine anstaendige Finanztransaktionssteuer einfuehrt, von 1%, und 30% auf Finanzprodukte die auf Absturz wetten. (http://eurogate101.com/2011/08/19/george-soros-verbietet-cds/)
oberpf 19.08.2011
4. italienische gastronomen hinterziehen 13,5 milliarden euro steuern
nach der *spende* für *unsere sache* soll ich auch noch steuern zahlen???
oberpf 19.08.2011
5. italienische gastronomen hinterziehen 13,5 milliarden euro steuern
nach der *spende* für *unsere sache* soll ich auch noch steuern zahlen???
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