Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Stromversorgung: Kohlekraftwerke können trotz Atomausstiegs stillgelegt werden

Braunkohlekraftwerk im brandenburgischen Jänschwalde: Stromversorgung nicht in Gefahr Zur Großansicht
DPA

Braunkohlekraftwerk im brandenburgischen Jänschwalde: Stromversorgung nicht in Gefahr

Laut einer Studie ist die Stilllegung von Kohlekraftwerken parallel zum Atomausstieg möglich. Um die Stromversorgung nicht zu gefährden, bedürfe es zwar neuer Gaskraftwerke - langfristig soll sich das für Kunden jedoch lohnen.

Kann man Kohlekraftwerke bereits während des Atomausstiegs stillegen? Immer wieder wurde diese Frage in den vergangenen Jahren von Politik und Wirtschaft mit Nein beantwortet. Eine Studie im Auftrag der rheinland-pfälzischen Landesregierung kommt nun zu einem anderen Schluss. Demnach können die Kraftwerke in Deutschland bis 2040 abgeschaltet werden, ohne die Stromversorgung zu gefährden.

Allerdings müssten dafür zusätzlich zum bereits vom Bund geplanten Ausbau erneuerbarer Energien - etwa der Windkraft - neue Gaskraftwerke gebaut werden, schreiben die Verfasser.

Die damit verbundene Strompreissteigerung sei moderat, sagte die Energieministerin von Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke. Je nach Entwicklung der Kosten für Kohlenstoffdioxid-Emissionen würde der Strompreis bis 2030 lediglich um 0,7 bis 2,7 Cent pro Kilowattstunde steigen. Ab 2035 rechnen Experten demnach mit Kostenvorteilen für die Verbraucher.

Die Studie wurde von den Professoren Uwe Leprich vom Institut für Zukunftsenergiesysteme in Saarbrücken und Stefan Klinski von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin erstellt.

Derzeit betreiben die Energiekonzerne in Deutschland noch acht Atomkraftwerke. Sie müssen bis 2022 abgeschaltet werden, so sieht es der stufenweise Atomausstieg der Bundesregierung vor.

brk/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 223 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. ja
hermi16 01.09.2015
Ausstieg von Kohlekraftwerken. Zum Bau von Gaswerken, wollen wir uns jetzt abhängig von Gas machen. Wir hätten jetzt die Chance, uns mit erneuerbaren Energien autark zu werden. Zum Preisanstieg 0,7 bis 2,7 Cent warum?
2. Zahlen
pacificwanderer 01.09.2015
soll dies der Endverbraucher. Das geht nicht gut, insbesondere weil der 'Ertrag' erst in Jahrzehnten greifbar wird. Ausserden sind Kohlekraftwerke auch nur optisch als Buhmann zu betrachten. Die drohenden Wolken welche man an den Kuehltuermen sieht sind reiner, harmloser Wasserdampf....
3. Herr Lepprich - auf beiden Augen grün ...
llamb 01.09.2015
... und der Steuerzahler muss für diese einseitigen, ideologischen "Studien" noch aufkommen. Richtig ist: Es gibt in Deutschland das 80 Prozent-Ziel für 2050, in der EU wird die CO2-Reduktion mit dem Emissionshandel (vom IPCC gelobt, bitte lesen vor dem Aufstöhnen) geregelt: Warum sollten wir also 2040 alle Eier in eien Korb legen, uns von ausländischem Gas abhängig machen und dafür höhere Preise zahlen? Weil Herr Lepprich das schön grün eingefärbt vorrechnet und es ihm und seinen Auftraggebern ins Konzept passt? Wann zieht endlich wieder Vernunft in diese Debatte ein?
4. Meinungsmache
darthmax 01.09.2015
man zeigt Kühltürme die ganz gefährichen Wasserdampf ausstossen ( als ob Gaskraftwerke nicht mit Wasserdampf arbeiten). Verfasser sind das Institut für Zukunftsenergiesysteme, also wenn die zu einem anderen Schluss gekommen wären, wir würden es nicht glauben.
5. Wirklich?
wb99 01.09.2015
Kohlekraftwerke können durch Gaskraftwerke ersetzt werden? Soviele Millionen kann diese Studie gar nicht gekostet haben, dass nicht jeder einzelne Cent davon gut angelegtes Geld war.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: