Umstrittenes Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 wird erst 2025 fertig und deutlich teurer

Vier Jahre später fertig als geplant, 1,7 Milliarden Euro teurer als gedacht: Stuttgart 21 macht weiter negative Schlagzeilen. Damit hat die Deutsche Bahn einen Bericht des SPIEGEL bestätigt.

Demonstranten protestieren gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21
DPA

Demonstranten protestieren gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21


Das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 wird noch später fertig als zuletzt gedacht und zudem deutlich teurer. Mittlerweile werde von einer Inbetriebnahme 2025 ausgegangen, erklärte die Deutsche Bahn nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin. Bereits am Donnerstag hatte der SPIEGEL diesen Umstand berichtet. Die Kosten sollen etwa 7,7 Milliarden Euro betragen, wobei die Planer wegen weiterer Risiken noch einen Puffer von einer halben Milliarde Euro vorgesehen haben (Lesen Sie hier mehr zu dem Thema).

So ergibt sich ein Finanzierungsrahmen von insgesamt 8,2 Milliarden Euro. Ein Gutachten hatte Ende des vergangenen Jahres Kosten von gut 7,5 Milliarden Euro und einen Finanzierungsrahmen von knapp acht Milliarden Euro nahegelegt. Zudem gingen die Experten von einer Inbetriebnahme nicht vor 2024 aus. 2013 war das Projekt noch auf 6,5 Milliarden Euro kalkuliert worden.

Rund um das Vorhaben tauchten zudem weitere Probleme und Kosten auf: So wird die Hochgeschwindigkeitstrasse Wendlingen-Ulm zur Anbindung von Stuttgart um 500 Millionen Euro teurer und soll nun insgesamt 3,7 Milliarden Euro kosten. Zudem wird die Trasse erst 2022 fertig. Allerdings gilt die Funktion der Neubaustrecke ohne die parallele Inbetriebnahme von Stuttgart 21 ohnehin als stark eingeschränkt.

bam/Reuters



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