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Wirtschaftsstrategie: China sagt Südafrika milliardenschwere Investitionen zu

China baut seinen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent weiter aus. Während des Staatsbesuches von Präsident Xi in Südafrika vereinbarten beide Länder Kooperationsabkommen in Milliardenhöhe.

Chinas Präsident Xi bei Treffen mit Amtskollege Zuma: Geld für Südafrika Zur Großansicht
AFP

Chinas Präsident Xi bei Treffen mit Amtskollege Zuma: Geld für Südafrika

Das wirtschaftlich angeschlagene Südafrika kann in den kommenden Jahren auf hohe Investitionen aus China setzen. Die beiden Länder wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken. Beim Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Südafrika wurden Kooperationsabkommen im Umfang von umgerechnet 6,1 Milliarden Euro abgeschlossen.

Die 26 Einzelvereinbarungen umfassen unter anderem eine 500 Millionen Dollar schwere Kreditzusage der China Development Bank für Südafrikas staatlichen Energieversorger Eskom. Auch Investitionen in Infrastruktur- und Industrieprojekte in Südafrika und anderen afrikanischen Ländern wurden demnach verabredet, teilte die südafrikanische Regierung in Pretoria mit.

Südafrikas Volkswirtschaft hat mit Problemen zu kämpfen, ist aber gemessen am Bruttoinlandsprodukt die zweitgrößte auf dem Kontinent. Die größte Volkswirtschaft dort ist Nigeria.

Das Volumen des Handels zwischen Südafrika und China betrug laut den aktuellsten verfügbaren Zahlen zuletzt knapp 19 Milliarden Dollar pro Jahr. China hat seinen wirtschaftlichen und damit auch politischen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent in den vergangenen Jahren stetig gesteigert.

mmq/dpa

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1.
pom_muc 03.12.2015
China schlägt mit solchen Deals gleich 3 Fliegen mit einer Klappe. Man wird in Zeiten zunehmender Spannungen mit den USA deren Staatsanleihen los indem man diese in Südafrikas Infrastruktur investiert. Durch diese Investitionen ebnet man der Verwendung des Yuan in Südafrika den Weg und bringt es weiter von der Verwendung des Dollars ab. Und abgesichert werden diese Deals durch langfristige Rohstofflieferverträge. Die größten Platin-Vorkommen und immer noch sehr große Gold-Vorkommen in Südafrika sichern diese Investitionen ab. In Zeiten in denen sich die westlichen Goldlager rapide leeren sicher kein Nachteil.
2. und was machen die Afrikaner?
Spiegelleserin57 03.12.2015
Zitat von pom_mucChina schlägt mit solchen Deals gleich 3 Fliegen mit einer Klappe. Man wird in Zeiten zunehmender Spannungen mit den USA deren Staatsanleihen los indem man diese in Südafrikas Infrastruktur investiert. Durch diese Investitionen ebnet man der Verwendung des Yuan in Südafrika den Weg und bringt es weiter von der Verwendung des Dollars ab. Und abgesichert werden diese Deals durch langfristige Rohstofflieferverträge. Die größten Platin-Vorkommen und immer noch sehr große Gold-Vorkommen in Südafrika sichern diese Investitionen ab. In Zeiten in denen sich die westlichen Goldlager rapide leeren sicher kein Nachteil.
die Menschen die dort leben werden vertrieben und leiden bitterste Armut, mal gesehen wie die Chinesen in Afrika Farmen aufbauen? Da werden keine Afrikaner eingestellt, da kommen Chinesen und arbeiten auf der Farm. Die Einheimischen haben das Nachsehen!
3.
pom_muc 03.12.2015
Zitat von Spiegelleserin57die Menschen die dort leben werden vertrieben und leiden bitterste Armut, mal gesehen wie die Chinesen in Afrika Farmen aufbauen? Da werden keine Afrikaner eingestellt, da kommen Chinesen und arbeiten auf der Farm. Die Einheimischen haben das Nachsehen!
Afrika hat die am stärksten wachsende Bevölkerung und gleichzeitig die niedrigste Agrarproduktivität. Daraus resultieren Hunger und Kriege. Und auf lange Sicht Völkerwanderungen. Südafrikas Bevölkerung ist z.B. trotz unglaublich hoher AIDS-Rate in den letzten 15 Jahren um 25% gewachsen. Diese Masse muss ernährt werden. Die schwarze Regierung hat aber in den letzten 20 Jahren 6 Millionen ha Agrarland von weiß nach schwarz umverteilt. Man mag das ideologisch als gerecht empfinden muss aber akzeptieren dass die das Land erhaltenden schwarzen Subsistenzbauern oft weniger produktiv sind und fast nie die dem Bevölkerungswachstum entsprechende Produktivitätssteigerungen erzielen. Südafrika profitiert von chinesischem Agrar-Know how und dem investierten Kapital. Langfristig wird die einheimische Bevölkerung vermutlich in der Lage sein die chinesischen Konzepte zu kopieren.
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