Von Jens Witte
"Viele Deutsche würden ein sentimentales Glänzen in die Augen kriegen, wenn die D-Mark zurückkäme", sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger bereits vor einem halben Jahr. "Aber die ökonomischen Folgen wären verheerend."
Vor allem für die deutsche Exportwirtschaft wäre die Wiedereinführung der D-Mark "ein Tiefschlag", sagt Friedrich Heinemann vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Der Grund: Für Investoren wäre die D-Mark attraktiv, sie würden in diesen "sicheren Hafen" flüchten. In der Folge käme es an den Devisenmärkten zu einer starken, vermutlich unkontrollierten Aufwertung.
Dies würde deutsche Waren im Ausland dramatisch verteuern - ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, zumal rund 40 Prozent der Ausfuhren in den europäischen Währungsraum gehen. Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme beschrieb die Folgen im Sommer mit drastischen Worten: "Die Kurse würden so hochschießen, dass wir als Industrie draußen in der Welt nichts mehr verkaufen könnten."
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