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Reaktion auf Pariser Anschläge: EU will Terrorgruppen Geldhahn zudrehen

Banken sollen künftig genauer hinsehen, ob sie Zahlungen an Terroristen weiterreichen. Die EU will mit neuen Maßnahmen Terrorzellen in Europa finanziell austrocknen.

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REUTERS

EU-Kommissionsvize Timmermans: Reaktion auf neue Bedrohungen

Terroristen sollen es in der EU künftig deutlich schwerer haben, an Geld für Anschlagsplanungen zu kommen. Als eine Antwort auf die Attentate von Paris präsentierte die EU-Kommission am Dienstag neue Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen für den Finanzbereich.

Geplant ist unter anderem, die Nutzung anonymer Kreditkarten noch strenger zu reglementieren. Zudem sollen europäische Finanzinstitute gezwungen werden, alle Geldströme aus Staaten genau unter die Lupe zu nehmen, die Mängel bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aufweisen.

Eine Liste mit sogenannten Hochrisikoländern wird den Plänen zufolge bis Mitte 2016 vorliegen.

"Indem wir Terroristen den Geldhahn zudrehen, können wir ihre Reisemöglichkeiten einschränken, ihre Möglichkeiten, Waffen und Sprengstoffe kaufen, Anschläge zu planen und im Internet Hass und Angst zu verbreiten", kommentierte EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans. Mit den neuen Maßnahmen reagiere die EU auf neue Bedrohungen.

ade/dpa

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Der aktuelle Ermittlungsstand zu den Täter und Anschlägen von Paris

Fläche: 543.965 km²

Bevölkerung: 64,204 Mio.

Hauptstadt: Paris

Staatsoberhaupt:
François Hollande

Regierungschef: Manuel Valls

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