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Folgen des Terrors: Flugbuchungen nach Paris brechen ein

Passagiermaschine über Paris: Zahl der Buchungen zur Weihnachtszeit deutlich gesunken Zur Großansicht
AFP

Passagiermaschine über Paris: Zahl der Buchungen zur Weihnachtszeit deutlich gesunken

Die Angst vor neuem Terror trifft die Tourismusbranche: Laut einer Datenanalyse werden ein Viertel weniger Flüge nach Paris gebucht. Experten erwarten, dass das Reiseaufkommen noch Monate niedriger sein wird.

Nach den Anschlägen von Paris sind die Flugbuchungen in die französische Hauptstadt offenbar um mehr als ein Viertel zurückgegangen. In den Tagen nach den Attentaten habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 27 Prozent gegeben, teilt das Unternehmen ForwardKeys mit.

Die Firma wertet nach eigenen Angaben täglich die Daten von 14 Millionen Reservierungen aus. Ihre Analysen werden von allen großen globalen Buchungssystemen, Reisebüros und Fluglinien abgerufen.

ForwardKeys führt die Entwicklung vor allem auf Privatleute und weniger auf Geschäftsreisende zurück. Es werde viele Monate dauern, bis es eine Erholung gebe, sagte Unternehmenschef Olivier Jager. Demnach liegen die Buchungen für die Weihnachtszeit um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Frankreich ist eigentlich das meistbesuchte Land der Erde. Allein nach Paris kamen im vergangenen Jahr 32,2 Millionen Besucher.

Paris war am 13. November von einer Terrorserie des "Islamischen Staats" erschüttert worden. Nach Regierungsangaben wurden 130 Menschen getötet und mehr als 352 verletzt, zudem starben sieben der Attentäter.

ssu/Reuters

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insgesamt 13 Beiträge
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1. paradox
noalk 24.11.2015
Paris ist derzeit so sicher wie zu kaum einer Zeit. Aber so ist eben das menschliche Wesen: Es trickst sich immer wieder selbst aus.
2. in einem Jahr das Geschichte!
Spiegelleserin57 24.11.2015
unsere Gesellschaft vergisst sehr schnell und auch der Alltag wird bald wieder einziehen. Heute morgen wurden Besucher in Belgien interviewt dies sich keinesfalls daran gestört haben dass der Ausnahmezustand verhängt worden ist. Die Besichtigung war ihnen wichtiger.
3. Irrtum
bikerrolf 24.11.2015
Es ist wohl weniger die Angst vor neuen Anschläge als vielmehr der Horror einer belagerten Stadt, der Besucher abschreckt. Nur weil französische und belgische Polizei unfähig waren und offenbar immer noch sind, sehen die beiden Hauptstädte aus wie im Krieg. Und manche deutsche Politiker und etliche Publizisten können es kaum erwarten, auch hier Krieg zu spielen und Grundrechte zu suspendieren. Und die eigene Unfähigkeit mit mehr Geld und mehr Personal belohnt zu sehen.
4.
eelay 24.11.2015
Ich wohne in Paris. Ich würde derzeit auch nicht zum Urlaub machen herkommen. Nicht aus Angst aber wegen der vielen Einschränkungen. Man wird ständig und überall durchsucht, muss deswegen sich überall in langen Schlangen stehen. Ubahnen und Zügen fallen ständig aus weil was "verdächtiges" gefunden wurde. Man sieht überall Militär das Sicherheit vorgaukelt aber man sieht deswegen vor allem die Lücken. Wenn man zum Beispiel an einem Eingang zum Einkaufszentrum bis auf die Unterhose gefilzt wird aber am nächsten steht keine Sau. Da fühlt man sich nicht sicherer sondern nur genervter. So kann man einen Urlaub glaub ich weniger genießen.
5. Hm....,
fraho 24.11.2015
....und woher rührt nun diese Angst liebe SPON-Redaktion, wo doch die Wahrscheinlichkeit in Paris einem Terror-Anschlag zum Opfer zu fallen selbst VOR all dieser leiD-medialen Kakophonie verschwindend gering war? Bravo! Mission accomplished!!
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