Inflation in Deutschland Teuerungsrate auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren

Verbraucher merken es beim Tanken und Heizen, aber auch im Supermarkt: Die Teuerung in Deutschland hat im September deutlich angezogen. So kräftig war der Sprung seit November 2011 nicht mehr.

Gemüse im Supermarkt
DPA

Gemüse im Supermarkt


In Deutschland hat sich der Preisauftrieb deutlich verstärkt. Die Teuerungsrate erreichte das höchste Niveau seit fast sieben Jahren. Im September habe die Inflationsrate bei 2,3 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt nach einer zweiten Schätzung mit. Das ist die höchste Rate seit November 2011.

Das Bundesamt bestätigte damit wie von Analysten erwartet die erste Schätzung. Im August waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich nur um 2,0 Prozent gestiegen. Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau im September um 0,4 Prozent, hieß es.

Der hohe Ölpreis und steigende Preise für Gemüse haben die Inflationsrate auf diesen Stand getrieben. Heizöl verteuerte sich demnach um knapp 36 Prozent, Kraftstoffe um 13 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich nach dem Dürresommer in Deutschland um 2,8 Prozent. Kartoffeln etwa waren um 14,6 Prozent teurer als im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Im September lag die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Eurozone damit klar über dem Zielwert der EZB. Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Bei diesem Wert sehen die Währungshüter die Stabilität der Preise als gewährleistet an.

cop/AFP/dpa



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