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Teures Projekt: Riester-Rente kostet den Staat fast neun Milliarden Euro

Die Förderung der privaten Altersvorsorge hat einen stolzen Preis: 8,7 Milliarden Euro hat der Staat bereits für Verträge der Riester-Rente gezahlt. Dazu kommen noch Steuerbegünstigungen. Experten kritisieren, der Markt werde nicht ausreichend beobachtet.

Berlin - Die Riester-Rente kommt den Staat teuer zu stehen: In den zehn Jahren seit Einführung der staatlich geförderten Privatrente habe der Staat fast 8,7 Milliarden Euro in die Zulagen für Riester-Verträge gesteckt, teilt das Finanzministerium laut der "Berliner Zeitung" mit. Die Zahlen beruhen auf der Steuerschätzung. Bis 2015 dürften demnach weitere 17,3 Milliarden fällig werden.

Weil die Altersvorsorge zudem auch steuerlich begünstigt wird, habe der Bund allein in den ersten fünf Riester-Jahren auf 635 Millionen Euro verzichtet, berichtet die Zeitung. Trotz dieser immensen Summen finde keine Erfolgskontrolle statt. Sie sei derzeit auch gar nicht möglich.

Die Volkswirtin Kornelia Hagen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kritisiert in der "Berliner Zeitung", die Datenlage sei eklatant unzureichend. Es sei überfällig, den Markt für Riester-Verträge zu beobachten und auszuwerten.

cte/dapd

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insgesamt 56 Beiträge
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1. Riester
crocodil 24.06.2011
Wer ab 2008 insgesamt vier Prozent seines Vorjahreseinkommens anlegt, erhält vom Staat eine maximale Zulage von 154 Euro pro Jahr. dannn wüsste ich sehr gerne, wo aus der Werbung (50000 €) gespart (Bausparkasse), herkommen? Na. ist doch ein Hammer die 154 €. Wollen die Politiker uns alle für dumm verkaufen??
2. Riester ist Tinnef und.......
curti 24.06.2011
begünstigt bei fundierter Analyse kaum den Einzahler, sondern vielmehr den Versicherer etc., der seine Auszahlungspläne an viel zu hohen Lebenserwartungen relativiert. Im Ergebnis stehen dann oftmals Miese beim Bezieher bzw. gute Rendite beim Leister. Auch dies ein deutlicher Fall von Politklüngel und Verfilzung. Nicht von ungefähr ist der schlecht verfugte Fliesenleger jetzt für die Riester-Branche zu horrenden Honoraren tätig. Klasse gemacht Walter - jedenfalls für Dich selbst!
3. Riester Rente ist für die Katz
genugistgenug 24.06.2011
Zitat von sysopDie Förderung der privaten Altersvorsorge hat einen stolzen Preis: 8,7 Milliarden Euro hat der Staat bereits für Verträge der Riester-Rente gezahlt. Dazu kommen noch Steuerbegünstigungen. Experten kritisieren, der Markt werde nicht ausreichend beobachtet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,770246,00.html
diese Riesterrente ist doch nur ein weiteres Objekt zum Gelddrucken für Versicherungen gewesen. Dem normalen Bürger bringt dies doch nichts. Fast alle müssen im Alter aufstocken und da heißt es nicht: erarbeitete Rente plus Aufstockung auf Grundsicherung plus Riesterrente sondern erarbeitete Rente plus Riesterrente (evtl.) plus Aufstockung auf Grundsicherung Damit werden dem Staat nur Kosten gespart, die aber bereits jetzt ausgegeben werden.
4. Unsinniges Klientelprodukt!
Benjowi 24.06.2011
Wenn man bedenkt, dass ein Großteil dieses Betrages in undurchsichtigen Provisionen und Gebühren der Anbieter der sogenannten Finanzindustrie versickert, sieht man erneut, was für ein Unsinn sachlich dahinter steht und wie sehr die drohende Altersarmut vieler Leute wieder einmal als Argument der Politik genutzt wird, um ihrer jeweiligen Klientel den Weg zu Staatsgeldern zu öffnen! Mir war seinerzeit schon beim ersten Blick auf dieses unsägliche Konstrukt aufgefallen, dass es sich nicht wirklich rechnet und Eigenvorsorge sehr viel effektiver ist!
5. Die Gebühren sind höher die staatlichen Zulagen
Bernhard65 24.06.2011
Tausende Euro an Provisionen fließen pro Vertrag in die Taschen der Versicherer. Unter www.fonds-etf.de findet sich ein Vergleichsrechner der aufzeigt wie Banken mit Fonds hohe Provisionen erzielen, meist ohne das es die Anleger bemerken. So werden Fondsgebundene Versicherungen zu Provisionsmaschinen.
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Die Riester-Rente
Was unter dem Namen "Riester-Rente" bekannt wurde, ist der Aufbau einer kapitalgedeckten Altersvorsorge, die von dem ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester (SPD) eingeführt wurde: Seit 2002 fördert der Staat diese zusätzliche Vorsorge in Form von Zulagen und Steuervorteilen. Dafür stellt der Staat ab 2008 rund 12 Mrd. Euro zur Verfügung. Wer ab 2008 insgesamt vier Prozent seines Vorjahreseinkommens anlegt, erhält vom Staat eine maximale Zulage von 154 Euro pro Jahr. Die staatliche Förderung wird auf den Anlagebetrag angerechnet, dieser ist allerdings auf 2.100 Euro begrenzt. Er kann aber als zusätzliche Sonderausgabe steuerlich geltend gemacht werden.


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