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Trotz Ukraine-Krise: Russland liefert Raketentriebwerke in die USA

Viele Branchen bekommen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland bereits zu spüren. Die Raumfahrt scheint davon allerdings weniger betroffen. Die US-Firma United Launch Alliance nahm jetzt neue Triebwerke für die "Atlas"-Rakete in Empfang.

Altlas-5-Rakete: Russische Triebwerke als Antrieb Zur Großansicht
DPA

Altlas-5-Rakete: Russische Triebwerke als Antrieb

Washington - Ungeachtet der Ukraine-Krise hat Russland weitere Triebwerke für Satelliten-Trägerraketen in die USA geliefert. Eine Sprecherin der United Launch Alliance (ULA) erklärte am Donnerstag, die zwei RD-180 seien am Mittwoch am Werk im Bundesstaat Alabama angekommen. Damit verfügt das Gemeinschaftsunternehmen von Boeing und Lockheed Martin über 15 der russischen Triebwerke. Diese sollen für zwei Jahre reichen. Die Lieferung von drei weiteren sei für den Herbst geplant, sagte die Sprecherin.

Die RD-180 wird in "Atlas V"-Raketen eingesetzt, mit denen die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa und das US-Militär Satelliten ins All befördern. Die USA sind in diesem Bereich gegenwärtig von Russland abhängig. Experten zufolge könnte die Entwicklung eigener Raketenmotoren Jahre dauern und mehrere Milliarden Dollar verschlingen. Die US-Luftwaffe, die Regierung in Washington und auch die ULA prüfen jedoch angesichts der jüngsten Spannungen ein entsprechendes Programm.

mik/Reuters

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1.
Celestine 21.08.2014
Das US russische Gemeinschaftsprojekt ExxenMobil und die Raketentriebwerke zeigen doch deutlich, dass die USA nicht bereit ist, unter den Sanktionen zu leiden. Das überlassen die Amerikaner ihrem europäischen Pudel. Experten monierten schon vor eiem Monate die Abhängigkeit von Russland. Die USA bräuchten 5-8 Jahre Entwicklungszeit und eine Milliarden-Investition, um die Triebwerke selber herzustellen. Hier ein Zitat, interessant für diejenigen, die behaupten, Russland sei so rückständig: "We decided to rely on a foreign supplier — with probably the most advanced rocket engine in the world, by the way — and that has worked extremely well,"* Zitat Gen. William Shelton, head of Air Force Space Command. http://www.foxnews.com/science/2014/07/17/us-too-dependent-on-russian-rocket-engines-experts-tell-lawmakers/
2. Kann mir jemand erklären
Desi 21.08.2014
gegen wenn diese Sanktionen eingentlich gerichtet sind. Ich habe gedacht Russland soll sanktioniert werden, darauf war die USA doch ganz wild. Nun sieht es aber eher so aus, als wenn die EU und Europa sanktioniert werden, während die USA und Russland weiter fröhlich Handel betreiben.
3. Doppelzüngig und verlogen
Rot2010 21.08.2014
Die Politikvorgaben an unsere dümmlichen Politiker, die den Anordnungen unserer Freunde Folge leisten. Liebe Deutsche Ihr habt diese Politiker gewählt, ich nicht. Was muss noch passieren damit die Deutschen ihren Arsch aus dem Sessel heben und dieses Politikervolk vom Hof jagt.
4. Die USA sind in der Produúktion längst abgehängt
Kismett 21.08.2014
Sie können weder die Bauteile der IT-Technologie fertigen, noch selbst Smartphones bauen. Das macht China, Malaysia, Taiwan, Südkorea, Singapore. Das ist kein Scherz: selbst sicherheitsrelevante Bauteile auf Flugzeugträgern können die nicht mehr im Lande fertigen und sind auf China angewiesen. Aber das dieses ehemals führende Land in der Raketentechnologie (Wernher von Braun) so abgebaut hat, dass es nicht einmal mehr Raketentriebwerke entwickeln und bauen kann, zeigt deutlich, wo die USA, das ehemals führende Land in der Produktionstechnik, heute steht. Selbst die Tigerstaaten haben die schon überholt.
5. Sanktionen und ihre Wirkungen
friedliche 21.08.2014
Nun dürfte doch wirklich jedem Interessierten klar sein, dass es einen Profiteur bei der Sanktionspolitik gegen Russland gibt. Ein Blick auf die Börsen reicht aus: Dow Jones wieder über 17.000, Euro bei 1,32 US-Dollar und der Dax kann noch nicht wieder durchstarten. Die USA betreiben alle Geschäfte weiter - nur das brave Europa zieht die Sanktionen durch und muss mit den berechtigten Gegenmaßnahmen leben. Ziel erreicht. Nun muss das nur noch mit der Ukraine klappen, dann hat die ganze Strategie doch Erfolg gehabt.
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