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Fahrdienstvermittler: Kalifornisches Gericht lässt Fahrer-Sammelklage gegen Uber zu

Uber hat in den USA eine juristische Niederlage hinnehmen müssen: Ein Gericht in Kalifornien hat eine Sammelklage von Fahrern gegen den Vermittlungsdienst zugelassen. Die Chauffeure wollen den Status als Angestellte erstreiten.

Uber-App (in den USA): Zur Großansicht
AFP

Uber-App (in den USA):

Diese Entscheidung könnte weitreichende Konsequenzen für Uber haben: Ein Gericht in Kalifornien hat einem Antrag stattgegeben, ein von Uber-Fahrern angestrebtes Verfahren zu ihrem Beschäftigungsstatus als Sammelklage einzustufen. Dies stärkt in der Regel die Position der Kläger deutlich.

In San Francisco, dem Sitz von Uber, hatten mehrere Fahrer Klage eingereicht. In dem Rechtsstreit geht es um die Frage, ob die Amateur-Chauffeure von Uber als Angestellte des Unternehmens eingestuft werden oder als Auftragsnehmer. Als Angestellte hätten die Fahrer unter anderem Anspruch auf Sozialleistungen, was für Uber und ähnliche Dienste wie Lyft und Handy deutlich höhere Kosten mit sich bringen würde.

Uber kündigte Berufung gegen die Entscheidung von Bundesbezirksrichter Edward Chen an. Das Unternehmen teilte mit, ohnehin könne sich nur ein Bruchteil der 160.000 Uber-Fahrer in Kalifornien einer derartigen Sammelklage anschließen. Eine Vertreterin der Kläger wies dies zurück und sagte, "viele Tausende" Fahrer würden sich beteiligen. Sie sprach von einem "wichtigen Sieg".

Bislang gelten die Uber-Fahrer arbeitsrechtlich als unabhängige Unternehmer. Dadurch müssen sie nicht nur für Autos, Benzin und Versicherung selbst aufkommen, sondern auch für ihre Sozialversicherung.

Uber sieht sich mit seinem Dienst Uber Pop lediglich als Vermittler von Fahrdiensten und findet die Einstufung der Fahrer als ungebundene Vertragspartner deshalb korrekt. Die Firma behauptet, von der Mehrheit der Fahrer unterstützt zu werden und versuchte, das vor Gericht mit Hunderten Stellungnahmen zu belegen.

fdi/Reuters

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Da inzwischen...
quastip 02.09.2015
... deutsche Taxen schon en masse für Uber Werbung machen, können Klagen des deuschen Taxigewerbes ja kaum noch ernst genommen werden. Bezeichnend ist allerdings, daß der Preisunterschied zur Taxe, wie auch im Taxigewerbe, nur und immer wieder über den Billigfahrer erreicht wird!
2. Nun ja
BettyB. 02.09.2015
Das sieht aus wie eine Klage im Auftrag der Taxifahrer, denn Festanstellung würde wohl das System Uber kippen.
3. Wurzel des Übels
Rotter 02.09.2015
Die Klage geht an die Wurzel des Übels, nämlich Abstauber zu verpflichten, sich an den gesamtgesellschaftlichen Kosten zu beteiligen.
4.
Hermes75 02.09.2015
Ubers Geschäftsmodell basiert auf einer Scheinselbstständigkeit der Fahrer und deren Bereitschaft sich selbst zum Wohle von Uber auszubeuten. Hoffentlich entscheidet das Gericht zu Gunsten der Kläger.
5. Nur Ignoranten merken nicht, wie sie von Abzockern...
sfk15021958 02.09.2015
...wie UBER ausgenommen werden. Die Allgemeinheit zahlt hinterher die Sozialkosten, UBER geht als Milliardär vom Platz! Wollen wir das?
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