Großbank UBS Schweizer Steuer-CD offenbart massiven Betrug

Nordrhein-Westfalens jüngster Kauf von Steuer-CDs aus der Schweiz hat sich gelohnt. So offenbart die Auswertung massive Steuerbetrügereien von Kunden der Großbank UBS. Es geht um mehrere hundert Millionen Euro.

UBS-Zentrale: Deutsche Steuersünder sollen Geld bei der Schweizer Bank geparkt haben
REUTERS

UBS-Zentrale: Deutsche Steuersünder sollen Geld bei der Schweizer Bank geparkt haben


Bochum - Mitte November wurde es für viele deutsche Kunden der Schweizer Großbank UBS ungemütlich. Rund 80 Steuerfahnder untersuchten damals Wohnungen in ganz Deutschland. Die Daten dazu hatten die Ermittler von einer Steuer-CD, die das Land Nordrhein-Westfalen angekauft hatte.

Nun liegt eine erste Auswertung der Daten vor - und die verspricht viel Geld für den deutschen Fiskus. Laut Staatsanwaltschaft enthält die CD Angaben zu rund 750 Stiftungen und 550 weiteren Fällen mit einem Gesamtanlagevolumen von umgerechnet rund 2,9 Milliarden Euro. Allein die Stiftungen sollen 204 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Die Staatsanwaltschaft habe bei der Auswertung "massive Steuerbetrügereien" aufgedeckt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren mehrfach CDs mit Daten deutscher Bankkunden in der Schweiz angekauft, um Steuerhinterziehern auf die Spur zu kommen. Die UBS-CD soll 3,5 Millionen Euro gekostet haben. Der Ankauf solcher gestohlener Daten ist jedoch umstritten. Die Bundesregierung wirft dem rot-grün-geführten Land vor, dadurch das angestrebte Steuerabkommen mit der Schweiz zu torpedieren. Das Finanzministerium in Düsseldorf ist jedoch vom Erfolg überzeugt. Durch Steuerverfahren und Selbstanzeigen seien dem Fiskus seit dem Jahr 2010 mehr als drei Milliarden Euro in die Kassen gespült worden.

Der angestrebte Abschreckungseffekt der CD-Käufe ist bisher offenbar noch begrenzt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, gab es seit dem ersten Datenkauf im Jahr 2007 bundesweit geschätzt 40.000 Selbstanzeigen von Kunden. Von den jetzt aufgeflogenen UBS-Kunden hätten aber nur wenige diesen Weg beschritten: Laut Staatsanwaltschaft seien gerade einmal 135 der 1300 registrierten Fälle bekannt, weil sich die Betroffenen vor Beginn der Ermittlungen selbst angezeigt hatten.

stk/dpa



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insgesamt 416 Beiträge
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alfred13 04.12.2012
1. Unerträglich
Unerträglich möchte man meinen! Unerträglich, wie einige meinen sich dem Gemeinwesen entziehen zu können. Unerträglich aber auch, wie die SPD - Frau Kraft und Konsorten - systematisch den Rechtsstaat unterminiert und torpediert sowie Nachahmer animiert. Diese Aushöhlung elementarer rechtsstaatlicher Grundsätze wird uns auf lange Sicht teurer zu stehen kommen als die Millionen, die damit erzielt werden - verpuffen sie doch ohnehin im Umverteilungsnirwana und Schuldchaos des Herrn Borjans.
mainzelmännchen 1 04.12.2012
2. Nachzahlung der hinterzogenen Steuern...
...mit Zins und Zinseszins, dazu eine Geldstrafe in gleicher Höhe, dazu Entzug des Tatwerkzeugs, also des Kapitals, in schweren Fällen Freiheitsstrafe, für die Komplizen Entzug der Banklizenz.
ronomi47 04.12.2012
3. Propagandalärm, um verlorenes Pokerspiel zu vertuschen...
Die Roten in NRW versuchen verzweifelt, aus ihrem schon sicher verlorenen Spiel noch etwas herauszuholen. Dabei ist auch das Verbreiten von Unwahrheiten kein Tabu! Da stellt doch die linksgesteuerte Staatsanwaltschaft in Bochum eine Veröffentlichung vom November 2011 zur Crédit Suisse mit FALSCHEM DATUM (neu November 2012) ins Netz und muss dann diese nach wenigen Tagen wieder entfernen. Dies zeigt nur, wie verzweifelt die Leute um Schuldenminister Borjans bereits agieren. Diesmal geht die Rechnung nämlich nicht auf: "Die Schweiz wird schon weich werden". Rot/Grün muss mit Erstaunen feststellen, dass mit Ausnahme der Schweizer Linken (max. 30%) die Bevölkerung Druck auf die Schweizer Regierung macht, endlich etwas Härte und Unnachgiebigkeit zu zeigen. Schliesslich handelt es sich um einen bereits nachgebesserten, vom hiesigen Parlament abgesegneten Staatsvertrag. Wenn die deutschen Bundesländer nicht wollen, bleibt alles wie bisher. Freundliche Grüsse aus der Schweiz Deutschland verliert mit diesem wahlpolitischen Rohrkrepieren jährlich sichere Milliardeneinnahmen. Die Leser hier im SPON wissen vermutlich nicht, dass viele Fälle in 1-2 Jahren verjähren werden und somit nicht mehr belangt werden können.
iffel1 04.12.2012
4. Viel interessanter ist doch die Erbschaftssteuer !
Ohne Vermögenssteuer sind doch nur die Zins-/Spekulationserträge steuerpflichtig. Dumm sind die Steuer-CDs doch eigentlich für die Erben, die die Guthaben nicht angegeben haben, als das Erbe seit 2007 angefallen ist. Stiftungen dienen doch eigentlich eher dem Erbenschutz, oder ? Na egal, ich glaube, jeder der über das entsprechende Vermögen verfügt, wird auch über das "Steuersparen" nachdenken - da kann mir keiner was anderes erzählen !
felisconcolor 04.12.2012
5. Wo liest
Zitat von sysopREUTERSNordrhein-Westfalens jüngster Kauf von Steuer-CDs aus der Schweiz scheint sich gelohnt zu haben. Laut einem Pressebericht offenbart die Auswertung "massive Steuerbetrügereien" von Kunden der Großbank UBS. Es geht um mehrere hundert Millionen Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ubs-auswertung-der-steuer-cd-offenbart-massiven-betrug-a-870785.html
man denn das aus dem Kauf der diversen CDs auch mal ein Cent tatsächlich in die Staatskasse zurück geflossen ist. Bislang lese ich nur das horrende Summen bezahlt wurden.
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