Bezüge der Top-Manager Konzerne deckeln Chef-Gehälter auf hohem Niveau 

Die Regierung will Aktionären die Hoheit über die Bezüge von Top-Managern geben. Unnötig, sagen die Konzerne, man habe die Gehälter der Chefs längst begrenzt. Doch nach manager-magazin-Informationen sind diese Regeln intransparent - und die Gehaltsdeckel extrem hoch.

REUTERS

Hamburg - Bislang sind in Deutschland die Aufsichtsräte für die Vergütung zuständig. Nun soll sich das ändern: Die Regierung will Aktionären die Hoheit über das Salär der Top-Manager geben. Union und FDP wollen dazu das Aktienrecht ändern. Kanzlerin Angela Merkel warnt vor Maßlosigkeit. Dabei haben etliche Dax-Konzerne bereits Maßnahmen gegen Gehaltsexzesse ergriffen - zumindest aus ihrer Sicht.

Viele Unternehmen haben die Gehälter ihrer Vorstandsvorsitzenden nach oben begrenzt. Dies zeigen die Resultate einer Studie der TU München, die dem manager magazin vorliegt.

Die Studie zeigt allerdings auch, dass die Unternehmen bei der Veröffentlichung der Maximalgehälter ihrer Top-Manager keinen großen Wert auf Transparenz legen. Bei lediglich einem Drittel der Dax-Firmen lassen sich die Gehaltsgrenzen aus den Angaben des Geschäftsberichts berechnen, stellte Controlling-Professor Gunther Friedl fest, der die 2012 veröffentlichten Geschäftsberichte auf diesen Aspekt hin untersucht hat.

Hinzu kommt, dass die Vergütungsschranken auf einem sehr hohen Niveau liegen. So bewegte sich der Maximalverdienst von Siemens-Chef Peter Löscher bei 11,4 Millionen Euro. Bernd Scheifele, der Chef des Bauzulieferers HeidelbergCement Chart zeigen, hätte im besten Fall 7,3 Millionen verdient. Allianz-Chef Michael Diekmann hätte 7,14 Millionen Euro einstreichen dürfen und Post-CEO Frank Appel 6,98 Millionen Euro.

Die Nummer eins der Münchener Rück, Nikolaus von Bomhard, wäre bestenfalls auf 6,74 Millionen Euro gekommen, Reto Francioni, CEO der Deutschen Börse Chart zeigen, auf 6,692 Millionen Euro und Kasper Rorsted, Konzernchef von Henkel Chart zeigen, auf 6,581 Millionen Euro.

"Schicken Sie doch Ihre Frau arbeiten."

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
thomas.b 14.03.2013
1.
Da kriegen sie Angst, auf den Boden zurückzukehren. Lippenbekenntnisse helfen da nicht. Sie sammeln das Geld der Aktionäre ein und handeln in deren Namen. Warum nicht auch durch sie das Gehalt bestimmen lassen?
ex_Kamikaze 14.03.2013
2. Nichts begriffen
haben die Herren. Noch thronen sie auf der Gehaltspyramide, unter ihnen brodelt der Zorn der einfachen Menschen die die Nase voll haben von dieser Slbstbediener-Kaste ohne echte Verantwortlichkeit. Da entwickelt sich ein Pulverfass...
wolf39 14.03.2013
3. Jahresvergütung Löscher
Bei einem Steuersatz von 50% kann Herr Löscher 15.600 Euro ausgeben, täglich.
icleng 14.03.2013
4. schon lustig..
dass alle sich an den hohen Managerngehältern stören und es gleichzeitig keinen erregt, dass jemand der zur Unterhaltung gegen ein Stück Leder tritt noch mehr bekommt.
Champagnerschorle 14.03.2013
5. Adam Ries wäre stolz
Zitat von wolf39Bei einem Steuersatz von 50% kann Herr Löscher 15.600 Euro ausgeben, täglich.
Toll, und was soll das Aussagen? - dass Sie sich nicht in Steuersätzen auskennen? - dass Sie einen Taschenrechner bedienen können? - dass Sie die Bilanz der Siemens AG gelesen haben? - dass Sie, weil Sie sich mit sinnbefreiten Rechenspielchen beschäftigen, kaum Geld zur Verfügung haben? Oder einfach nur ein wütender Neidbürger sind?
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