Sanktionen gegen Russland EU schneidet Rosneft und Gazprom von Geldversorgung ab

Die EU hat ihre Sanktionen gegen Russland nun offiziell ausgeweitet: Anleihen von Großkonzernen wie Rosneft und Gazprom dürfen nicht mehr in der EU gehandelt werden.

Russisches Vorzeigeunternehmen: Die Rosneft-Zentrale in Moskau
AFP

Russisches Vorzeigeunternehmen: Die Rosneft-Zentrale in Moskau


Brüssel - Die Europäische Union schneidet russische Rüstungs- und Energiekonzerne von der Geldbeschaffung in Europa ab. Die am Freitag veröffentlichten neuen EU-Sanktionen sehen vor, dass Anleihen der Energiekonzerne Rosneft Chart zeigen, Transneft und Gazprom Chart zeigen Neft nicht mehr in der EU gehandelt werden dürfen. Die Strafmaßnahmen wurden im EU-Amtsblatt veröffentlicht.

Ebenfalls betroffen sind drei Unternehmen, die Flugzeuge, Hubschrauber und Panzer herstellen, sowie 24 Einzelpersonen, die mit Einreiseverboten und Kontensperren belegt wurden.

Wegen des Ukraine-Konflikts hatte die EU bereits mehrfach Sanktionen gegen Russland erlassen. Die Mitgliedstaaten hatten sich am Montag auf das neue Sanktionspaket geeinigt, dessen Inkraftsetzung aber angesichts der vereinbarten Waffenruhe in der Ostukraine zunächst aufgeschoben.

Auch die USA haben weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt. Details will Präsident Barack Obama am Freitag bekanntgeben. Russland will mit Gegenaktionen zu antworten. Ein entsprechendes Sanktionspaket hat Präsident Wladimir Putin seinem Berater Andrej Beloussow zufolge bereits in der Schublade.

Der Westen wirft Russland vor, mit eigenen Soldaten in den Konflikt im Osten der Ukraine einzugreifen und die prorussischen Separatisten militärisch zu unterstützen. Moskau bestreitet dies. In den vergangenen Monaten wurden bei den Kämpfen mehr als 2700 Menschen getötet, mindestens 500.000 ergriffen die Flucht.

dab/dpa/AFP

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 140 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Aftershock 12.09.2014
1. Das interessante daran ist
was Russland jetzt als Gegenmaßnahme vornimmt.
plang 12.09.2014
2.
Dann wir die EU von der Gasversorgung abgeschnitten werden. Sind hier Traumtänzer am Werk?
juwedevelop 12.09.2014
3. Richtig
bin (positiv) überrascht von der Einigkeit und Geschossenheit der EU, aber das ist die einzige Sprache die eine debile Weltmacht mit einem Lügner an vorderster Spitze wohl versteht, die ihre Soldaten zum Urlaub machen mit Panzer in Nachbarländer schickt! Russland soll seine Geschäfte zukünftig mit BRICS Staaten machen, in der EU brauchen wir von diesem Land nichts mehr.
TiloS 12.09.2014
4. Zu wenig
Die Sanktionen sind mir immer noch zu lasch. Ein Ausschluss Russlands vom SWIFT-Banktransfersystem würde vielleicht mehr bewegen.
kilroy-was-here 12.09.2014
5. Gazprom und Rosneft werden antworten
und Westeuropa von der Versorgung abschneiden....
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.