Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Minus-Wachstum: Ukrainische Wirtschaft bricht um knapp 18 Prozent ein

Russische Rubel und ukrainische Griwna: Die Inflationsrate in der Ukraine stieg im April auf 60,9 Prozent Zur Großansicht
DPA

Russische Rubel und ukrainische Griwna: Die Inflationsrate in der Ukraine stieg im April auf 60,9 Prozent

Die ökonomische Lage in der Ukraine spitzt sich zu. Die Wirtschaftsleistung schrumpft im Jahresvergleich um 17,6 Prozent, die Inflationsrate liegt bei mehr als 60 Prozent.

Die ukrainische Wirtschaft leidet unter dem andauernden Konflikt im Osten des Landes. Im ersten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben der nationalen Statistikbehörde um 17,6 Prozent geschrumpft. Im Vergleich zum vergangenen Quartal 2014 betrug das Minus demnach 6,5 Prozent.

Die Inflationsrate stieg im April auf 60,9 Prozent. Der Wert der Landeswährung Griwna hat sich seit Beginn des Konflikts vor gut einem Jahr halbiert.

Für das laufende Jahr hatten zuletzt mehrere Institute einen deutlichen Rückgang des Wachtums vorausgesagt. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung teilte mit, es sei mit einem Minus von 7,5 Prozent zu rechnen. Im Januar hatte sie noch vorhergesagt, die ukrainische Wirtschaft werde um fünf Prozent schrumpfen.

Die Weltbank hatte ihre Prognose im April ebenfalls nach unten korrigiert. Auch sie rechnet mit einem Minus von 7,5 Prozent. Der wirtschaftliche Absturz könne nur gebremst werden, wenn sich die Lage im Osten des Landes stabilisiere und sich das ukrainische Bankensystem erhole.

Seit April 2014 kämpft die ukrainische Armee im Osten des Landes gegen prorussische Separatisten. Der Westen und die Regierung in Kiew werfen Moskau vor, die Aufständischen militärisch zu unterstützen. Das weist der Kreml zurück.

brk/dpa/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 40 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Frau Merkel muß handeln !
cum infamia 15.05.2015
Die Überweisung einer angemessenen Eurosumme ist umgehend vorzunehmen- gleich nach den Griechenlandüberweisungen ! Die Deutschen sollten sich auf die Einführung eines Ukraine- und Griechenlandsolis vorbereiten !
2. Das
n.nixdorff 15.05.2015
ist doch kein Wunder. Ich möchte mir nicht vorstellen, was hier los wäre, wenn wir von einem übermächtigen Nachbarn in einen unerklärten Kriegt hineingezogen würden. Blühende Landschaften gäbe es auch hier nicht. Solange Russland die Ukraine im Würgegriff hat, die Krim annektiert und die Ostukraine mit Krieg überzieht, wird sich nichts ändern. Exakt aus diesem Grunde müssen die Sanktionen beibehalten werden, denn nur so zahlt Russland zumindest einen kleinen Preis für seine Aggression. Aufgabe der ukrainischen Regierung ist die Bekämpfung der Korruption. An uns liegt es, die Westukraine wirtschaftlich zu stabilisieren. Das sind alles Dinge, die Geduld brauchen. In zehn Jahren wird sich die Situation verbessert haben.
3. Ich lehne jegliche Gelder für die Ukraine ab,
derandersdenkende 15.05.2015
solange diese ausschließlich in die Rüstung und in die Taschen der Oligarchen fließen! Für die Tötung von Menschen, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen und nichts mit Putschisten am Hut haben, sollte Deutschland kein Geld ausgeben. Und die Oligarchen sind im Vergleich zum Volk wirklich schon reich genug. Ich war vor Kurzem im "prowestlichen" Teil der Ukraine. Vergoldete Kirchen und bittere Armut waren allenthalben zu sehen. Es gibt viel Aufbruchstimmung, aber auch Bettelei. Beides sollte nicht einseitig mißbraucht werden! Das Land kann sich nicht in zunehmender Spaltung entwickeln, sondern nur in Gemeinschaftsarbeit, von der alle gleichermaßen profitieren! Es geht um die Ukraine und nicht darum, daß prowestliche und prowestliche Kräfte einen Stellvertreterkrieg führen. Und es sollte auch Beachtung finden, daß in den von den von den Putschisten beherrschten Gebieten die prowestlichen Kräfte, warum auch immer über eine knappe Mehrheit verfügen. Berücksichtigt man aber dabei die Krim und die unabhängigen Gebiete mit, liegt die Mehrheit auf der prorussischen Seite. Partnerschaft auf Augenhöhe scheint mir die einzig mögliche Zukunftsperspektive gegenüber dem derzeit einseitigen Diktat zu sein, wenn man die Ukraine und nicht die eigenen Machtinteressen in den Mittelpunkt stellt!
4.
ghanima23 15.05.2015
Zitat von n.nixdorffist doch kein Wunder. Ich möchte mir nicht vorstellen, was hier los wäre, wenn wir von einem übermächtigen Nachbarn in einen unerklärten Kriegt hineingezogen würden. Blühende Landschaften gäbe es auch hier nicht. Solange Russland die Ukraine im Würgegriff hat, die Krim annektiert und die Ostukraine mit Krieg überzieht, wird sich nichts ändern. Exakt aus diesem Grunde müssen die Sanktionen beibehalten werden, denn nur so zahlt Russland zumindest einen kleinen Preis für seine Aggression. Aufgabe der ukrainischen Regierung ist die Bekämpfung der Korruption. An uns liegt es, die Westukraine wirtschaftlich zu stabilisieren. Das sind alles Dinge, die Geduld brauchen. In zehn Jahren wird sich die Situation verbessert haben.
In 10 Jahren gibt es die Ukraine nicht mehr. In 10 Jahren gehört der Osten und Süden, wenn wir Glück haben, zu Russland. Wenn wir Pech haben, dann zahlen wir auch dort, in dann autonomen oder unabhängigen Republiken, für den Wiederaufbau. Das selbe gilt für den Rest. Hoffen wir, das wir den Rest bis dahin den Polen zuschieben können oder als billigen Arbeitsmarkt, quasi nach Kosovo Vorbild, als EU Protektorat organisieren können. Zu unserem Pech haben sich die Russen zwar mit der Krim die Rosinen rausgepickt, weigern sich aber beharrlich, endlich auch den Rest des Ostens zu übernehmen, was unglücklicherweise dieses Pleitgebilde Ukraine am Tropf des europäischen Steuerzahlers weitgehend intakt lässt. Hoffen wir alle darauf, das ein andauernder Bürgerkrieg im Osten der Ukraine irgendwann die Russen dazu zwingt, doch noch direkt einzugreifen und sich diese kaputte Region aufzuhalsen.
5. Ich lehne jegliche Gelder für die Ukraine ab,
derandersdenkende 15.05.2015
solange diese ausschließlich in die Rüstung und in die Taschen der Oligarchen fließen! Für die Tötung von Menschen, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen und nichts mit Putschisten am Hut haben, sollte Deutschland kein Geld ausgeben. Und die Oligarchen sind im Vergleich zum Volk wirklich schon reich genug. Ich war vor Kurzem im "prowestlichen" Teil der Ukraine. Vergoldete Kirchen und bittere Armut waren allenthalben zu sehen. Es gibt viel Aufbruchstimmung, aber auch Bettelei. Beides sollte nicht einseitig mißbraucht werden! Das Land kann sich nicht in zunehmender Spaltung entwickeln, sondern nur in Gemeinschaftsarbeit, von der alle gleichermaßen profitieren! Es geht um die Ukraine und nicht darum, daß prowestliche und prorussische Kräfte einen Stellvertreterkrieg führen. Und es sollte auch Beachtung finden, daß in den von den von den Putschisten beherrschten Gebieten die prowestlichen Kräfte, warum auch immer über eine knappe Mehrheit verfügen. Berücksichtigt man aber dabei die Krim und die unabhängigen Gebiete mit, liegt die Mehrheit auf der prorussischen Seite. Partnerschaft auf Augenhöhe scheint mir die einzig mögliche Zukunftsperspektive gegenüber dem derzeit einseitigen Diktat zu sein, wenn man die Ukraine und nicht die eigenen Machtinteressen in den Mittelpunkt stellt!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: