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Gesuchter Banker: Festnahme im Fall Uli Hoeneß

In der Steueraffäre Uli Hoeneß haben die Behörden einen Banker festgenommen. Er soll in den Neunzigern die Finanzgeschäfte des Bayern-Managers betreut haben.

München - Die Steueraffäre um Uli Hoeneß ist noch nicht beendet: Ein Mann ist im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen den Ex-Fußballmanager festgenommen worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft in München gegenüber SPIEGEL ONLINE. Weitere Details wollte die Behörde nicht nennen. Auch eine Sprecherin der Schweizer Privatbank Vontobel bestätigte, dass wegen dieser Sache ein Mitarbeiter im Ausland festgenommen worden sei.

Laut einem Bericht der Mainzer "Allgemeinen Zeitung" handelt es sich bei dem Mann um einen per Haftbefehl gesuchten Banker. Er soll in den Neunzigerjahren bei der Schweizer Privatbank Vontobel gearbeitet und dort Hoeneß' Steuergeschäfte betreut haben.

Die Zeitung beruft sich auf "Informationen des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden", wonach am Mittwoch der per Haftbefehl gesuchte Banker in Warschau von der polnischen Polizei gefasst werden konnte. Ihm soll Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen werden.

Hoeneß sitzt seit dem 2. Juni im Gefängnis in Landsberg am Lech. Das Landgericht München II hatte den 62-Jährigen im März wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.

vks/dpa

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