Euro-Krise: Europa braucht den Lehman-Moment

Ein Gastbeitrag von Hanno Beck und Aloys Prinz

Griechenland mal wieder vor der unkontrollierten Pleite, Rekordzinsen für spanische Anleihen, Deutschland vom Downgrading bedroht: Der Wahnsinn der Euro-Krise hat uns wieder. Kein Wunder - denn von den Problemen der Krise ist noch keines gelöst.

Graffiti in Athen: Die Produktivitätsunterschiede sind zu groß Zur Großansicht
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Graffiti in Athen: Die Produktivitätsunterschiede sind zu groß

Eine Definition von Wahnsinn besagt: Wahnsinn liegt dann vor, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber jedes Mal ein anderes Ergebnis erwartet. Gemessen an dieser Definition regiert in Europa längst der Wahnsinn.

Die Krise der Währungsunion wurde durch billiges Geld ausgelöst, das den Südländern zufloss - jetzt will man helfen, indem man ihnen noch mehr billiges Geld in Form von Rettungsprogrammen, vergemeinschafteten Schulden und Zentralbankgeld zukommen lässt.

Gemeinsame Vorgaben zur Haushaltsdisziplin, die so genannten "Maastricht-Kriterien", waren nach wenigen Jahren Makulatur - jetzt ersinnt man unter dem Namen "Fiskalpakt" neue Haushaltsregeln, ohne zu sagen, warum sich diesmal die Beteiligten daran halten werden.

Es ist nicht klar, wen man mehr bedauern soll:

  • Politiker, die etwas beschließen müssen, dessen Tragweite sie nicht abschätzen können.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB), die nicht mehr weiß, wie sie die Wirtschaft mit Geld versorgen und stimulieren soll.
  • Das deutsche Verfassungsgericht, das über das Schicksal eines Kontinents entscheiden soll.
  • Oder den Bürger, der Angst um seine Ersparnisse und seine Altersvorsorge hat und all das nicht mehr versteht.

Es ist hilfreich, sich in einer solch verfahrenen Situation an einige einfache Zusammenhänge zu erinnern. Zunächst einmal hat die Euro-Krise allenfalls am Rande etwas mit der Finanzkrise 2008 zu tun. Diese Krise hat zwar zum Anstieg der Defizite in den Staatshaushalten beigetragen, aber sie ist nicht der Grund für die Euro-Krise.

Schon vor dem Start des Euro war klar, dass der Euro-Raum in dieser Form eine Fehlkonstruktion ist: Weder reichten die Vorkehrungen gegen überbordende Staatsschulden aus. Noch hat man sich Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn die wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedstaaten auseinanderdriftet - was dann prompt passierte. Während Deutschland wirtschaftlich erstarkte, lahmten die Südländer. Die Folge waren deutsche Exporte in den Süden - bezahlt mit Schulden und vagen Versprechen auf Papier, die Experten Target-Salden nennen. Die Deutschen haben ein Jahrzehnt lang ihre Exporte auf Pump verkauft und müssen nun fürchten, dass sie in letzter Instanz ihre Waren in den Süden verschenkt haben.

Staatsschulden- und Bankenkrise sind Symptome der Euro-Krise

Die jetzige Krise ist eine Euro-Krise; Staatsschulden- und Bankenkrise sind lediglich Symptome dafür. Solange sich diese Erkenntnis nicht durchsetzt, wird in der Europapolitik weiter der Wahnsinn herrschen. Um ihm ein Ende zu machen, muss man zwischen kurz- und langfristigen Rettungsmaßnahmen unterscheiden. Bisher hat die Politik kurzfristig agiert; hat die Insolvenz Griechenlands geleugnet und versucht, Staaten zu retten, indem man sie mit Geld zuwirft.

Kurzfristig ist aber eine andere Medizin gefragt: Man muss das Bankensystem stabilisieren. Zum einen ist es billiger, Banken statt Staaten zu retten (allerdings stets unter der Maxime, dass zunächst die Aktionäre und Anleger mit ihrem Geld geradestehen müssen, bevor der Staat eingreift). Zum anderen ist ein stabiles Bankensystem die Voraussetzung dafür, dass Staaten pleitegehen können, ohne den ganzen Kontinent in eine Rezession zu reißen.

Ohne die glaubhafte Drohung einer Staatspleite aber werden sich Staaten weiterhin Geld leihen und verkonsumieren. Und dieses Geld auch von Investoren bekommen, die darauf spekulieren, dass die Union - respektive Deutschland - die Zeche schon zahlen wird.

Die Europäische Währungsunion braucht ihren Lehman-Moment, sonst wird es weiter gehen wie bisher. Die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers hat allen Beteiligten klar gemacht: Ja, auch Banken dieser Größe können pleitegehen. Eine ähnliche Lernerfahrung wäre auch in Bezug auf Staatspleiten dringend erforderlich.

Der Kern der Euro-Krise bleibt bestehen

Doch nach einer Strategie "Banken stabilisieren - Staaten pleitegehen lassen" sieht es derzeit nicht aus. Mittlerweile haben die Banken in den Schuldenstaaten begonnen, die Staatsschuldtitel des eigenen Landes zu übernehmen. Damit werden über die Bankenrettung vermutlich automatisch auch die Staaten gerettet.

Die dadurch gestiegene Verflechtung von Staaten mit ihren eigenen Banken erschwert es sehr, Banken und Staaten voneinander zu trennen - obwohl gerade dies erforderlich wäre, um das Finanzsystem zu stärken. Damit bleiben als kurzfristige Auswege nur der weitere Aufkauf von Staatsschuldtiteln durch die Europäische Zentralbank - oder die Vergemeinschaftung der Staatsschulden über Euro-Bonds.

Doch die Ankündigung der Rating-Agentur Moodys, den Ausblick für Deutschlands Rating auf "negativ" zu senken, zeigt: Auch der Weg immer größerer Bürgschaftsschirme und Hilfspakete ist endlich. Der Kern der Euro-Krise bleibt bestehen: Die Produktivitäts- und Wachstumsunterschiede zwischen den Nord- und den Südländern sind zu groß und werden sich kaum zügig abbauen lassen. Deswegen ist der Euroraum in der gegenwärtigen Form nicht zukunftsfähig. Weder Rettungsschirme, Bankenunionen oder Manifeste werden daran etwas ändern. Und je länger die Politik sich dieser Tatsache verschließt, umso teurer wird das irgendwann anstehende Endspiel.

Hanno Beck ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim, Aloys Prinz an der Universität Münster

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1.
firelala 24.07.2012
Zitat von sysopDPAGriechenland mal wieder vor der unkontrollierten Pleite, Rekordzinsen für spanische Anleihen, Deutschland vom Downgrading bedroht: Der Wahnsinn der Euro-Krise hat uns wieder. Kein Wunder - denn von den Problemen der Krise ist noch keines gelöst. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,846088,00.html
Also ich kommentiere hier ja eher selten aber sowas: oder lässt mich dazu hinreisen hier mal einen Kommentar abzugeben. Was für ein Blödsinn! Wer sich auch nur für ein paar Stunden damit beschäftigt hat, wird verstehen, dass die Argumentation durch den Herr Professor völlig umgekehrt wurde. Durch die Bankenkrise und -rettung wurde eben gerade eine Staatsschuldenkrise ausgelöst. Im Rahmen der Rettung wurde billiges Geld geschaffen in Form von Rettungsschirmen, das nun alle Haushalte belastet. Man hat das Geld ja eben dort aufgenommen, wo man es letztendlich wieder hingeschoben hat, wenn auch über Umwege. Die Banken lachen sich doch ins Fäustchen. Die Lösung einiger Symptome würde schon dadurch möglich, wenn Banken viel stärker kontrolliert würden und keine Bank als systemrelevant gerettet würde. Ja, das führt natürlich auch zu einem Crash in der Realwirtschaft, aber das weitere Aufblähen führt nur zu einem späteren Zeitpunkt zu einem noch viel heftigeren Crash. Ein wirklicher Ausweg auf Dauer ist nur über eine Änderung der sogenannten "Geldschöpfung" möglich, so dass es zu keinem Zineszins-Crash-Rennen mehr kommen kann. Diese riesigen Summen die zur Zeit diskutiert werden und deren Beträge ja immer größer werden sind der Versuch dem exponentiellen Wachstum noch ein wenig weiter den Weg zu bereiten. Am Ende dieses Weges steht ein total tolles Szenario: Großangelegte Geldentwertung, die sehr große Teile der Bevölkerung noch weiter in Armut stürzen dürfte. Da aber der Besitzstand der "Hochfinanz" bis dahin im Vergleich zur normalen Bevölkerung extrem viel größer sein wird, bleiben die Verhältnisse auch nach der Entwertung mehr oder weniger gleich ... am Ende verlieren aber auch die "Besitzenden". Entweder durch heftige Proteste, wodurch sie vieles wieder verlieren werden oder einfach durch eine so miese Wirtschaftslage, dass das Leben bis auf wenige Ausnahmen den oberen auch nicht mehr so viel Spaß macht. Prost Mahlzeit. Ein Hoch auf nachhaltiges Wirtschaften. Gute Nacht Deutschland, bei solchen Professoren.
2. Treffend erkannt
siegfriedluckner 24.07.2012
Zitat: Der Kern der Euro-Krise bleibt bestehen: Die Produktivitäts- und Wachstumsunterschiede zwischen den Nord- und den Südländern sind zu groß und werden sich kaum zügig abbauen lassen. Deswegen ist der Euroraum in der gegenwärtigen Form nicht zukunftsfähig. Weder Rettungsschirme, Bankenunionen oder Manifeste werden daran etwas ändern. Und je länger die Politik sich dieser Tatsache verschließt, umso teurer wird das irgendwann anstehende Endspiel. Zitatende Man würde sich wünschen, jeder Parlamentarier, jeder Journalist und vor allem jeder Verfassungsrichter würde diesen Beitrag lesen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Allein, es wird - so fürchte ich - anders kommen. Wir gehen in Europa alle gemeinsam und nahezu zeitgleich unter. Rette sich jeder persönlich, so gut er kann. Wem dies aufgrund seines Berufes möglich ist, sollte ernsthaft ein Auswandern in Erwägung ziehen (besser nicht nach Südeuropa, UK und die USA). Der Rest kann nur Vorräte anlegen (kein Witz), Papier in Edelmetall umschichten und sich auf bürgerkriegsähnliche Zustände mit (hoffentlich nur) partiellen Zusammenbrüchen der öffentlichen Ordnung vorbereiten. Ich weiss, für viele eine unglaublich pessimistische Vorhersage. Erstmals habe ich sie vor dreieinhalb Jahren im Freundes- und Verwandtenkreis geäußert und leider wird ihr Eintritt von Tag zu Tag wahrscheinlicher. Es wäre mir lieber, ich behielte Unrecht.
3. optional
muttisbester 24.07.2012
wenn die produktivitätsunterschiede so groß sind, warum soll keine interne abwertung funktionieren? sagen wir mal, der staat kürzt allen angestellten die gehälter um 40-50 %. oder er entlässt 40-50% seiner angestellten. dass das hart ist, wissen alle ex-Ostblock / ex-DDR bürger. aber, was soll man machen? wenn ein arbeiter/angestellter eben nur ca. 1000 Euro/Monat erwirtschaftet, kann er kaum 1500 bekommen. Das die Mieten, und kredite gleichermaßen abgeschrieben werden müssen, versteht sich von selbst!
4. Ich höre mich selbst reden:
mnbvc 24.07.2012
Zitat von siegfriedlucknerZitat: Der Kern der Euro-Krise bleibt bestehen: Die Produktivitäts- und Wachstumsunterschiede zwischen den Nord- und den Südländern sind zu groß und werden sich kaum zügig abbauen lassen. Deswegen ist der Euroraum in der gegenwärtigen Form nicht zukunftsfähig. Weder Rettungsschirme, Bankenunionen oder Manifeste werden daran etwas ändern. Und je länger die Politik sich dieser Tatsache verschließt, umso teurer wird das irgendwann anstehende Endspiel. Zitatende Man würde sich wünschen, jeder Parlamentarier, jeder Journalist und vor allem jeder Verfassungsrichter würde diesen Beitrag lesen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Allein, es wird - so fürchte ich - anders kommen. Wir gehen in Europa alle gemeinsam und nahezu zeitgleich unter. Rette sich jeder persönlich, so gut er kann. Wem dies aufgrund seines Berufes möglich ist, sollte ernsthaft ein Auswandern in Erwägung ziehen (besser nicht nach Südeuropa, UK und die USA). Der Rest kann nur Vorräte anlegen (kein Witz), Papier in Edelmetall umschichten und sich auf bürgerkriegsähnliche Zustände mit (hoffentlich nur) partiellen Zusammenbrüchen der öffentlichen Ordnung vorbereiten. Ich weiss, für viele eine unglaublich pessimistische Vorhersage. Erstmals habe ich sie vor dreieinhalb Jahren im Freundes- und Verwandtenkreis geäußert und leider wird ihr Eintritt von Tag zu Tag wahrscheinlicher. Es wäre mir lieber, ich behielte Unrecht.
Das sage ich nun auch schon seit der "Finanzkrise" und werde dafür nicht gerade für voll genommen. Der Kommentar der Professoren ist zudem mit das Beste, was ich bei Spon zum Thema Euro lesen durfte. Besonders der Teil mit den verschenkten Exporten wurde mir im Bekanntenkreis bislang nie geglaubt. Wenn schon verschenken, dann bitte an die, die das über Arbeit oder Steuern erwirtschaftet haben: im Inland. Sonst wird auf Spon viel die Solidaritätsleier gespielt. Wo die Solidarität liegt, wenn Hartz 4-Bezieher in D kurz gehalten werden, damit griech. Millionäre keine Steuern bezahlen müssen, konnte mir allerdings noch niemand erklären.
5. Da hat es jemand begriffen
woistmeinaccount 24.07.2012
Zitat von muttisbesterwenn die produktivitätsunterschiede so groß sind, warum soll keine interne abwertung funktionieren? sagen wir mal, der staat kürzt allen angestellten die gehälter um 40-50 %. oder er entlässt 40-50% seiner angestellten. dass das hart ist, wissen alle ex-Ostblock / ex-DDR bürger. aber, was soll man machen? wenn ein arbeiter/angestellter eben nur ca. 1000 Euro/Monat erwirtschaftet, kann er kaum 1500 bekommen. Das die Mieten, und kredite gleichermaßen abgeschrieben werden müssen, versteht sich von selbst!
Schliesslich verdient jemand in der Einöde des US-Bundesstaates Wyoming oder Utah auch nur den Bruchteil eines US-Durchschnittsgehalts - und niemand jenseits des Atlantiks käme auf die Idee diese Bundesstaaten (geschweige denn das bankrotte Kalifornien) aus der Dollar-Zone rauszuschmeissen!
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Zu den Autoren
  • Julian Kirschler
    Hanno Beck ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim.
  • Aloys Prinz ist Professor an der Universität Münster.


Gedränge unter dem Rettungsschirm
Griechenland
Im April 2010 beschloss der EU-Gipfel das erste Rettungspaket in Höhe von 110 Milliarden Euro für drei Jahre, bestehend aus bilateralen Krediten unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Ein Jahr später legten die Staats- und Regierungschefs ein zweites Rettungspaket nach, an dem sich neben dem IWF auch die privaten Gläubiger mit einem Forderungsverzicht beteiligten. Das später ausgehandelte Gesamtvolumen: 172,6 Milliarden Euro (inklusive 24,4 Milliarden aus dem alten Programm) für die kommenden zwei Jahre. 30 Milliarden Euro davon gehen indes nicht an Athen, sondern zur Absicherung an die Banken. Deren Verlust aus dem Schuldenschnitt: 107 Milliarden Euro.
Irland
Dublin hatte Ende 2010 Beistand der Euro-Partner beantragt, Anfang 2011 flossen die ersten Hilfsmilliarden. Insgesamt ist das Rettungspaket 85 Milliarden Euro schwer, wobei 35 Milliarden zur Rekapitalisierung des Bankensektors vorgesehen sind und Dublin 17,5 Milliarden selbst stemmt. Die letzte Tranche von drei Milliarden Euro ist für Ende 2013 vorgesehen.
Portugal
Im Mai 2011 vereinbarten die EU-Finanzminister Hilfszahlungen in Höhe von 78 Milliarden Euro für das Land. Das über drei Jahre bereitgestellte Geld fließt zu zwei Dritteln aus dem Euro-Rettungsfonds und zu einem Drittel aus dem IWF-Budget.
Spanien
Nach langem Zögern und auf Druck seiner europäischen Partner hat Ende Juni auch die Regierung in Madrid Finanzhilfen für den heimischen Bankensektor beantragt. Den Kapitalbedarf muss ein Team aus Experten aber noch beziffern. Zwei Beratungsfirmen haben ein Volumen von maximal 52 bis 62 Milliarden Euro ermittelt, damit die Kreditinstitute bei einer Zuspitzung der Krise nicht kollabieren. Der IWF geht von mindestens 40 Milliarden Euro aus, bliebe als Geldgeber bei einer reinen Bankenrettung ohne Spardiktat indes außen vor. Grundsätzlich hatten die Euro-Finanzminister Spanien schon vor zwei Wochen bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt.
Zypern
Nur wenige Stunden nach Madrid schlüpfte auch Nikosia unter den Rettungsschirm. Wie im Falle Spaniens ist der genaue Kapitalbedarf noch offen und muss zunächst von einem Expertenteam geklärt werden. Diplomatenkreisen zufolge dürfte er sich aber deutlich unter zehn Milliarden Euro bewegen. Ähnlich wie Spanien liebäugelt auch Zypern mit einer "Bankenrettung light", um seine eng mit der krisengeschüttelten griechischen Wirtschaft verbandelten Geldhäuser zu rekapitalisieren. (dapd)