Boomende Konjunktur Zahl der Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 45 Jahren

Die US-Wirtschaft boomt, das zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel auf den niedrigsten Stand seit 1973.

Arbeitslose in New York (Archivbild)
REUTERS

Arbeitslose in New York (Archivbild)


In den USA entwickelt sich der Arbeitsmarkt immer robuster: Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit 45 Jahren. Demnach habe es einen Rückgang um 41.000 auf 220.000 geben. Ein ähnlich niedriger Wert war zuletzt 1973 ermittelt worden. Der Rückgang war außerdem der stärkste seit Dezember 2008. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Zuletzt gab es mehrfach positive Nachrichten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. So lag die Arbeitslosenquote in den Monaten Oktober bis Dezember jeweils bei 4,1 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit etwa 17 Jahren.

Experten werten den Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als Hinweis, dass die Unternehmen vor dem Hintergrund eines Fachkräftemangels zunehmend ihre Beschäftigten halten. Zuletzt wurde im Konjunkturbericht der US-Notenbank festgestellt, das die Firmen zunehmend Mühe haben, freie Stellen zu besetzen.

hej/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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johankaiser 18.01.2018
1. Obama, nicht Trump
Die guten Zahlen sind alles der weitsichtigen Politik von Obama zu verdanken.
JaguarCat 18.01.2018
2. US-Arbeitsmarktzahlen
Deutsche Arbeitsmarktzahlen sind ja schon mit Vorsicht zu genießen (Menschen in Umschulungsmaßnahmen werden z.B. rausgerechnet). US-Arbeitsmarktzahlen sind hingegen mehr oder weniger komplett fabuliert: https://finanzmarktwelt.de/die-tatsaechliche-arbeitslosenquote-den-usa-8443/ http://www.shadowstats.com/
scoopx 18.01.2018
3. Déja vu
Den amerikanischen Zahlen traue ich nicht. Die gleiche Situation hatten wir, noch extremer, vor 20 Jahren, im Zeitalter der New Economy und des "Internet-Boom". Aber wie schnell war die Herrlichkeit wieder vorbei! Erst kam der "Salami-Crash" an den Börsen. Nach "9/11" gab es die berüchtigte Immobilienblase, es folgte der unvermeidliche Finanz-Crash und die Rettung mit unvorstellbaren virtuellen Billionensummen. Und jetzt auf einmal scheint die Sonne wieder. Welche Alternativen gibt es zu den Zahlen? Ich würde sagen, erstens der Augenschein. Sich ein Auto mieten, wie ein Reiseschriftsteller im Land herumfahren, mit den Leuten reden, gucken, wie die Häuser aussehen, die Straßen, die öffentlichen Anlagen. Die zweite Alternative sind Geschichten. Wie z.B. "Die Abwicklung" von George Packer oder "Hillbilly Elegie" von J.D. Vance. Oder die Kommentare von Matt Taibbi über Finanzreformen. Dann hat man eine realistische Sicht der Dinge.
julian0922 18.01.2018
4. Will ja nichts schlechtreden, aber.....
die "Arbeitslosenquote" ist nicht wirklich die reine Quote von Menschen die keine Arbeit haben, sondern bloss die, die Arbeitslosengeld beziehen. Wer in den USA kein Arbeitslosengeld bezieht, sondern well fare oder gar nix, wird nicht als Arbeitslos gezaehlt. Zudem werden auch part time Service jobs in fast food restaurants als "employment" statutiert. ABer das ist in DE auch so, glaube ich. Man macht sich die Zahlen halt wie es gefaellt.... Dennoch ist zu sagen, das Positive halt, das die Arbeitslosenzahlen zurueckgegangen sind, nur 4.1% sind ein Scherz!
albertusseba 18.01.2018
5. Das hat alles Barack Obama gemacht.
Obama hat so vorausschauend und umsichtig gehandelt, dass sich seine Wirtschaftspolitik noch während der gesamten Amtszeit von Trump posititiv auswirken wird in ganz Amerika. Donald Trump kann gar nicht so viel falsch machen, dass er die positiven Ergebnisse von Obama vollständig in 4 Jahren konterkarieren kann.
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