ICE und NYSE: US-Börsen planen Milliardendeal

Die Übernahme der Frankfurter Börse platzte - jetzt sucht die US-Rohstoffbörse ICE ihr Glück in der Heimat. Für gut acht Milliarden Dollar will sie die New Yorker NYSE Euronext übernehmen. So entstünde der weltweit größte Börsenbetreiber.

Sitz der NYSE: Pro Aktie werden 33 Dollar geboten Zur Großansicht
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Sitz der NYSE: Pro Aktie werden 33 Dollar geboten

New York - Unter den US-Börsen bahnt sich eine Milliardenübernahme an: Die Rohstoffbörse Intercontinental Exchange (ICE) will den Börsenbetreiber NYSE Euronext Chart zeigen für rund 8,2 Milliarden US-Dollar kaufen. Das teilte ICE am Donnerstag mit. Je Aktie betrage der Kaufpreis 33,12 Dollar. Bezahlen will die Rohstoffbörse den Zukauf mit einer Kombination aus Barmitteln und bestehenden Krediten.

Mit der Übernahme von ICE entstünde der weltweit größte Börsenbetreiber. Die NYSE hat derzeit eine Marktkapitalisierung von 5,8 Milliarden Dollar. Das Unternehmen betreibt nicht nur die Börse in New York, sondern auch die Marktplätze für Aktien und Derivate in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Portugal.

Die ICE ist auf den elektronischen Handel mit Optionen und Terminkontrakten vor allem für Rohstoffe spezialisiert. Eine Übernahme würde ihr den Zugang zum Terminmarkt ermöglichen, da die NYSE auch die Terminbörse Liffe in London betreibt.

Ursprünglich wollte die Nyse mit der Deutschen Börse Chart zeigen in Frankfurt fusionieren und so den weltgrößten Finanzhandelsplatz schaffen. Die ICE versuchte die Fusion zusammen mit der Technologiebörse Nasdaq durch eine Gegenofferte für die New Yorker zu verhindern.

Letztlich scheiterte die Megafusion von NYSE und Deutscher Börse am Veto der EU-Kommission. Die Deutsche Börse hat nach eigenem Bekunden die Lust auf große Übernahmen verloren und will sich stattdessen auf internationale Partnerschaften und Kooperationen fokussieren.

dab/dpa/Reuters/AFP

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insgesamt 2 Beiträge
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1.
uezegei 20.12.2012
Das ist doch einmal eine gute Nachricht. Die Vergangenheit hat gezeigt, und die gegenwärtig guten Zeiten, in denen wir leben, dass es für die Gesellschaft nur von Vorteil ist, wenn mächtige Finanzkonglomerate entstehen. Man sollte das fördern, vielleicht durch Steuererleichterungen oder staatlichen Zuschüssen.
2. Alles hat Konsequenzen
dunnhaupt 21.12.2012
Mit dieser Übernahme wird Frankfurt mehr und mehr isoliert, denn auch Paris, Amsterdam, Lissabon und Brüssel gehören mit zu dieser Fusion.
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