US-Jagd auf Steuersünder Schweizer Bank soll Kundendaten preisgeben

Die US-Behörden nehmen Steuersünder und die Schweizer Großbank Credit Suisse in die Zange. Das Institut soll Kundendaten herausgeben. Es wäre ein weiterer Schlag gegen das Geldhaus.

Logo der Credit Suisse: Ärger mit US-Behörden
ddp

Logo der Credit Suisse: Ärger mit US-Behörden


Zürich - Die USA lassen bei ihrer Jagd auf Steuersünder nicht locker. Die US-Steuerbehörde IRS hat bei der Schweizer Verwaltung ein Gesuch eingereicht, um an Kundendaten von mutmaßlichen Steuerbetrügern mit Konten bei der Schweizer Großbank Credit Suisse Chart zeigen zu gelangen. "Im Rahmen dieses Verfahrens hat die Eidgenössische Steuerverwaltung die Credit Suisse AG angewiesen, ihr Daten zu übermitteln", teilte die Bank mit. Man werde der Aufforderung nachkommen.

Dabei handele es sich um Dokumente und Daten von Kundenbeziehungen mit so genannten Domizilgesellschaften, an denen US-amerikanische Personen beteiligt sind oder waren. Unter Domizilgesellschaften versteht man Unternehmen, die ihren Sitz in ein Land mit niedrigen Steuersätzen verlegt haben, ohne dort wirtschaftlich aktiv zu sein.

Um wie viele Fälle es dabei geht, wollten die Behörden und die Bank nicht sagen. US-Behörden verdächtigen Schweizer Banken, reichen Amerikanern bei Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Gegen die Credit Suisse läuft in den USA bereits ein Steuerverfahren. Dafür hatte das Institut im dritten Quartal 295 Millionen Franken (239 Millionen Euro) zurückgelegt.

Zahlreiche Schweizer Banker und ihre Kunden wurden bereits angeklagt. Neben der Credit Suisse läuft auch gegen HSBC Chart zeigen, den Vermögensverwalter Julius Bär Chart zeigen, die Privatbank Wegelin sowie die Basler Kantonalbank eine strafrechtliche Untersuchung.

mmq/Reuters



insgesamt 16 Beiträge
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Bre-Men, 08.11.2011
1. Es gibt nur ein Problem
Die sechste Flotte kommt nicht ganz ran.
BSC 08.11.2011
2. Gut so!
Die USA machen es vor, ganz Europa sollte es nachmachen. Die Staaten versinken auch deswegen im Schuldensumpf, weil Länder wie die Schweiz jedem Verbrecher und Steuerhinterzieher wirtschaftliches Asyl gewähren, und sich dann hinter dem Steuergeheimnis verbergen, als sei dies doch so wichtig, quasi ein Menschenrecht. Die Banken haben bei diesen Machenschaften aktiv gestaltet, und nicht nur passiv treuhänderisch verwaltet. Herr Schäuble sollte sich ein Beispiel nehmen und das Abkommen mit der Schweiz noch einmal überdenken,wenn nicht NRW ohnehin im Bundesrat dieses ablehnt.
santaponsa 08.11.2011
3. Und was macht die griechische Regierung ...
Zitat von BSCDie USA machen es vor, ganz Europa sollte es nachmachen. Die Staaten versinken auch deswegen im Schuldensumpf, weil Länder wie die Schweiz jedem Verbrecher und Steuerhinterzieher wirtschaftliches Asyl gewähren, und sich dann hinter dem Steuergeheimnis verbergen, als sei dies doch so wichtig, quasi ein Menschenrecht. Die Banken haben bei diesen Machenschaften aktiv gestaltet, und nicht nur passiv treuhänderisch verwaltet. Herr Schäuble sollte sich ein Beispiel nehmen und das Abkommen mit der Schweiz noch einmal überdenken,wenn nicht NRW ohnehin im Bundesrat dieses ablehnt.
... mit den (meist) hinterzogenem Steuergeld (man schätzt über 200 Milliarden Euro Anlagen)Ihrer höchst vermögenden Staatsbürger in der Schweiz? Gar nichts, die höchst verschuldete Regierung, d.h. die Familien Papandreou und/oder Karamanlis, holt sich lieber Geld vom deutschen Steuerzahler. Verdammt verkehrte Welt!
habnixsagnix 08.11.2011
4. Die Antwort: 42 !
Endlich mal ein brauchbares Signal des Großen Bruder. Die Bundesregierung kann dem ja leider nicht folgen. Stellt euch einfach mal vor, es würden die Konten vom Kofferträger oder dem Bimbeskanzler Ehrenwort Kohl, die der Grafen von und zu Silberkrücke und Erben oder auch die der momentanen Opposition gefunden. Wäre doch gar zu peinlich. :D ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~ "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden." Horst Seehofer bei "Pelzig unterhält sich", 20.05.2010, http://www.youtube.com/watch?v=f1XJ9v6iV4Q#t=4m30s
otto huebner 08.11.2011
5. so ist das wohl ..............
Zitat von santaponsa... mit den (meist) hinterzogenem Steuergeld (man schätzt über 200 Milliarden Euro Anlagen)Ihrer höchst vermögenden Staatsbürger in der Schweiz? Gar nichts, die höchst verschuldete Regierung, d.h. die Familien Papandreou und/oder Karamanlis, holt sich lieber Geld vom deutschen Steuerzahler. Verdammt verkehrte Welt!
europaeische solidaritaet ist, wenn arme menschen in reichen laendern, fuer reiche menschen in armen laendern, ZAHLEN. das deutsche volk wird von der eu ausgebeutet. schluss damit! austreten, sofort..............
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