Konjunktur US-Wirtschaft wächst überraschend stark

Die US-Bürger konsumieren so wenig wie seit vier Jahren nicht - trotzdem gewinnt die US-Konjunktur weiter an Fahrt. Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent. Schon bald könnte sich das Wachstum aber wieder abflachen.

Ford-Mitarbeiter in einem Werk in Michigan: BIP übertrifft die Erwartungen
REUTERS

Ford-Mitarbeiter in einem Werk in Michigan: BIP übertrifft die Erwartungen


Washington - Die Konjunktur in den USA hat im dritten Quartal überraschend stark angezogen. Das US-Handelministerium korrigierte seine erste Schätzung am Donnerstag deutlich nach oben: Demnach legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September nicht um 2,8, sondern um 3,6 Prozent zugelegt. Das ist der stärkste Anstieg seit Anfang 2012.

Die neue Zahl übertrifft auch die Erwartungen der Experten. Volkswirte hatten zwar mit einer Korrektur nach oben gerechnet, allerdings nur auf 3,1 Prozent. Doch könnte das Tempo auch bald wieder abnehmen. Das Plus stützt sich vor allem darauf, dass die Unternehmen ihre Lagerbestände in dem Zeitraum überdurchschnittlich stark aufstockten. Das könnte zu einem langsameren Wachstum in der Zukunft führen.

Gleichzeitig haben die US-Bürger weniger konsumiert. Sie gaben nur 1,4 Prozent mehr Geld aus. Seit vier Jahren waren die Ausgaben nicht mehr so schwach gestiegen. Das Kaufverhalten macht jedoch in der Regel 70 Prozent des Wirtschaftswachstums aus.

Nichtsdestotrotz lässt die überraschende Dynamik der US-Wirtschaft auch die Aussichten auf eine straffere Geldpolitik in den USA steigen. Zuletzt haben sich Spekulationen verstärkt, dass die US-Notenbank bereits im Dezember damit beginnen könnte, ihre sehr expansive Geldpolitik zurückzufahren.

vks/dpa/AP



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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
robert.c.jesse 05.12.2013
1. Vielleicht...
... trägt hier schon der Globale Datenklau seine Früchte.
Sam_Dicamillo 05.12.2013
2. Authenticjazman
Alles Lüge, um die tatsächliche lage zu vertuschen: 91.5 millionen Americaner ohne arbeit. Food stamps in nie dagewesene volumen. 80% von allen neuen Jobs nur Teilzeit. Reale Arbeitslosigkeit = 24%.
private_joker 05.12.2013
3. Einige Probleme erkannt
Zitat von sysopREUTERSDie US-Bürger konsumieren so wenig wie seit vier Jahren nicht - trotzdem gewinnt die US-Konjunktur weiter an Fahrt. Im dritten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent. Schon bald könnte sich das Wachstum aber wieder abflachen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/us-konjunktur-gewinnt-im-dritten-quartal-staerker-an-fahrt-als-gedacht-a-937432.html
aber noch nicht gelöst. Man kann im Interesse der USA nur hoffen, das Präsident Obama wenigstens einige dieser Probleme ansatzweise lösen kann. Einkommensschere in den USA: Der amerikanische Traum ist tot - International - Politik - Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/politik/international/einkommensschere-in-den-usa-der-amerikanische-traum-ist-tot-seite-all/9171998-all.html)
aurichter 06.12.2013
4. @ private-joker
Wie um alles in der Welt soll Obama auch dies Problem noch lösen? Der hat doch schon Probleme genug mit dem "sozialistischem Teufelswerk" seiner Krankenversicherung. Wenn dazu bereits ein halber Bürgerkrieg fast angrzettelt wird, was dann noch bei anderen etwaigen sozialen Errungenschaften wie sie bspw in vielen europäischen Ländern vorhanden sind. Obama, das sage und behaupte ich einmal ganz frech, sehnt den letzten Tag seiner Amtszeit herbei, Der Mann ist froh, wenn er sich mit diesen Problemen nicht mehr belasten muss. Was dann noch von Obamacare übrig bleibt oder was davon in der nächsten Republikanischen Präsidentschaft wieder gekappt wird werden wir als stille Beobachter ja spätestens in drei Jahren sehen. Der Scherbenhaufen, den Bush und die anderen Kriegstreiber hinterlassen haben, war ganz einfach viel zu groß und der Wille, was ehemals von JFK eingefordert wurde ".......was kannst Du für dein Land tun" war in den überwiegenden Teilen der Bevölkerung nicht vorhanden und wurde von den Habenden wie gesehen massiv torpediert. Es war, es ist und es wird niemals gewollt sein, daß die Masse der Hungerleider und Nichtweißen die Lebensqualität in dem Land verbessern kann. Wer dies nicht wahrhaben will und nicht sieht, oder es nicht sehen will, dem ist tatsächlich nicht zu helfen, dem muss man Blindheit bescheinigen. Obama wird schon jetzt dermaßen zerrissen und nach seiner Amtszeit noch stärker demoliert, da eitd in den Geschichtsbüchern nicht viel positives übrig bleiben, dafür werden die richtigen "Arier" in den wirklichen Machtpositionen schon sorgen. Die Demokraten werden in den nächsten 3-4 Wahlzeiten keine nennenswerte Rolle spielen. Da wird bei der nächsten Wahl für die Republikaner der Mammon im Wahlkampf fürstlich sprudeln, auch dafür wird die Rüstungs- und Waffenlobby schon sorgen, von der Unterstützung der Geheimdienste ganz zu schweigen.
dernachdenklich 06.12.2013
5. Wer diesen Schmarrn glaubt...
... wird mit Sicherheit nicht seelig.
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