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US-Notenbank: Fed-Chefin Yellen deutet Zinserhöhung an

Fed-Chefin Janet Yellen : "Noch immer sind zu viele Amerikaner arbeitslos"  Zur Großansicht
REUTERS

Fed-Chefin Janet Yellen: "Noch immer sind zu viele Amerikaner arbeitslos"

Höhere Zinsen in den USA sind wieder möglich: Janet Yellen, Chefin der Notenbank Fed, kündigt an, Geld teurer zu machen - wenn die Arbeitslosigkeit weiter sinkt.

Washington - Die Zinsen in den USA könnten eher wieder steigen als bislang angenommen: Wenn die Arbeitslosigkeit weiter sinke, könnten die Leitzinsen früher und deutlicher erhöht werden als bislang erwartet. Das sagte Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), bei der Vorstellung ihres Konjunkturberichts vor dem Bankenausschuss des US-Senats.

Bislang hatte Yellen Anfang des kommenden Jahres als frühesten Zeitpunkt für eine Zinserhöhung genannt. Um die größte Volkswirtschaft der Welt wieder in Gang zu bringen, hält die Fed den Leitzins seit Ende 2008 nahe null Prozent und kauft massiv Anleihen, um die Märkte mit frischem Geld zu fluten. Banken können sich bei der Zentralbank also praktisch kostenlos Geld leihen, wenn sie entsprechende Sicherheiten hinterlegen.

Yellens Vorgänger Ben Bernanke hatte versprochen, den Zins erst wieder anzuheben, wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent fällt. Inzwischen sind nur noch 6,1 Prozent der Arbeitskräfte in den USA arbeitslos gemeldet. Seit mehreren Monaten fährt die Fed ihre Anleihekäufe zurück, vor einer Erhöhung des Leitzinses schreckt sie aber bisher zurück.

Auch jetzt hält Yellen die lockere Geldpolitik noch für angebracht. Die Konjunktur habe sich gebessert, aber sei noch nicht gut, sagte sie vor den Senatoren. "Noch immer sind zu viele Amerikaner arbeitslos", sagte die Fed-Chefin. Auch würden die Löhne nur leicht wachsen.

Zudem sehe sie keine große Gefahr, mit dem billigen Geld neue Spekulationsblasen bei Immobilien auszulösen. Der US-Häusermarkt, der die Wirtschaftskrise ab 2007 ausgelöst hatte, habe sich zwar erholt, sei aber nicht überhitzt. Die Inflation werde in diesem Jahr zwischen 1,5 und 1,75 Prozent liegen - und damit noch unter dem Ziel von zwei Prozent.

ade/Reuters/AP

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1.
schmusel 15.07.2014
Man beachte nun den schleichend einsetzenden Kurssturz an den Börsen...
2.
muellerthomas 15.07.2014
Zitat von schmuselMan beachte nun den schleichend einsetzenden Kurssturz an den Börsen...
Der S&P-500 liegt aktuell mit 0,15% im Minus....
3. --
king_pakal 15.07.2014
Zitat von sysopREUTERSHöhere Zinsen in den USA sind wieder möglich: Janet Yellen, Chefin der Notenbank Fed, kündigt an, Geld teurer zu machen - wenn die Arbeitslosigkeit weiter sinkt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/us-notenbank-fed-chefin-yellen-deutet-zinserhoehung-an-a-981177.html
Wann endlich wird diese alles zerstörerische Mafiaorganisation dicht gemacht und deren Mitglieder ins Gefängnis gesteckt? Solange FED existiert, wrid es sog. Finanzkrisen geben (anderes Wort für künstlich initiierte Umverteilung von unten nach oben) und die einfachen Menschen (auch moderne Sklaven genannt) kommen nie zur Ruhe. Wenn wir uns von diesen wenigen Psychopaten, die uns regieren, nicht schnellstens befreien (sie also wegen Kriegsverbrechen usw. hinter Gitter bringen), werden eben diese Psychopaten alles zerstören, ihren psychopatischen Willens wegen.
4.
muellerthomas 15.07.2014
Zitat von king_pakalWann endlich wird diese alles zerstörerische Mafiaorganisation dicht gemacht und deren Mitglieder ins Gefängnis gesteckt? Solange FED existiert, wrid es sog. Finanzkrisen geben (anderes Wort für künstlich initiierte Umverteilung von unten nach oben) und die einfachen Menschen (auch moderne Sklaven genannt) kommen nie zur Ruhe. Wenn wir uns von diesen wenigen Psychopaten, die uns regieren, nicht schnellstens befreien (sie also wegen Kriegsverbrechen usw. hinter Gitter bringen), werden eben diese Psychopaten alles zerstören, ihren psychopatischen Willens wegen.
Ihr Hass auf die Fed (Fed und nicht FED übrigens) ist wirklich beeindruckend. War die Zeit vor Gründung der Fed dann das Paradies? gab es davor weniger Krisen? Und welche Kriegsverbrechen werfen Sie der Fed vor? Und was kritisieren Sie eigentlich konkret an der aktuellen Geldpolitik? Also inwiefern würde eine restriktive Geldpolitik Ihrer Meinung nach eine Umverteilung nach unten bewirken? Tatsächlich ist es doch so, dass gerade bei der oberste Spitze der reichen Haushalte ein relevanter Teil der Einkünfte aus Zinsen besteht, die derzeit geringer ausfallen, während die untersten 90% ohnehin kaum Zinsen empfangen.
5. Ich hoffe Sie sind auch bereit Ihr Weltbild zu überprüfen.
king_pakal 15.07.2014
Zitat von muellerthomasIhr Hass auf die Fed (Fed und nicht FED übrigens) ist wirklich beeindruckend. War die Zeit vor Gründung der Fed dann das Paradies? gab es davor weniger Krisen? Und welche Kriegsverbrechen werfen Sie der Fed vor? Und was kritisieren Sie eigentlich konkret an der aktuellen Geldpolitik? Also inwiefern würde eine restriktive Geldpolitik Ihrer Meinung nach eine Umverteilung nach unten bewirken? Tatsächlich ist es doch so, dass gerade bei der oberste Spitze der reichen Haushalte ein relevanter Teil der Einkünfte aus Zinsen besteht, die derzeit geringer ausfallen, während die untersten 90% ohnehin kaum Zinsen empfangen.
Das ist kein Hass, sondern vielmehr Unverständnis für die Existenz dieser Institution. Ich kann nicht verstehen, warum man eine private Organisation braucht, um "vernünftig" mit dem Geld umgehen zu können und warum nicht der Staat das Geld schöpfen kann. Natzürlich ist die FED nicht direkt für Kriege verantwortlich, indirekt aber schon, da der US-Dollar nun mal zu großen Verwerfungen in der Welt führt, nicht zuletzt durch seine weltweite Dominanz. Ausserdem ist der militärisch-industrielle Komplex nicht gerade funktionsfähig ohne eine "finanzielle Unterstützung" (z.B. vom Staat, der sich aber das Geld von der FED gegen Zinsen leihen muss). Sie meinten womöglich die Umverteilung nach oben. Die sogenannten "Austeritätsmaßnahmen" (also Maßnahmen für eine durch die Eliten verschuldete Situation) sind genau das, Umverteilung von unten nach oben. Finden Sie nicht, dass nicht gerade die gleichen Leute uns aus der Patsche ziehen sollten, welche uns eben diese Patsche engebrockt haben? WER erwirtschaftet denn die Zinserträge für die gut betuchten Haushalte, deren Einkünfte zum großen Teil aus Zinsen bestehen? Und wie hoch ist die Steuer für Zinserträge i.V.z. der Einkommenssteuer?
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Die Aufgaben der Fed und der EZB
EZB
Der Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB) ist im EU-Vertrag festgelegt. Dort heißt es: "Das vorrangige Ziel der EZB ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten." Zugleich soll die Notenbank die allgemeine Wirtschaftspolitik des Währungsraums unterstützen - allerdings nur soweit, falls hierdurch nicht das Ziel stabiler Preise beeinträchtigt wird. Durch diese Formulierung wird dem Ziel stabiler Preise Vorrang gegenüber weiteren Zielen eingeräumt.
Die EZB ist laut EU-Vertrag aber auch für die Stabilität des Finanzsystems mitverantwortlich. Eine Aufgabe, die gerade in Zeiten starker Turbulenzen an den Finanzmärkten besonders wichtig ist.
Fed
Die US-Notenbank Federal Reserve Banks ("Fed") sieht sich im Gegensatz zur EZB mehreren Aufgaben gegenübergestellt. Der "Federal Reserve Act" schreibt drei allgemeine Ziele vor: Demnach soll die Fed mit ihrer Geldpolitik sowohl eine "maximale Beschäftigung" als auch stabile Preise und langfristig moderate Zinsen gewährleisten. Ungeachtet der Tatsache, dass das Wachstumsziel in der Aufzählungsreihenfolge vor dem Ziel der Sicherung stabiler Preise rangiert, können sich aus diesem Zielkatalog Probleme ergeben. Wenn das Preisniveau in den USA anzieht und sich zugleich das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten abschwächt, kommt es zum Dilemma: Zur Sicherung der Preisstabilität müsste die Notenbank eigentlich die Leitzinsen anheben, angesichts der Wachstumsschwäche wären hingegen Zinssenkungen angebracht.
In der Vergangenheit hat die Fed im Zweifel dem Wachstumsziel eine höhere Bedeutung beigemessen als dem Ziel stabiler Preise.


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