Handelsstreit US-Unternehmen blicken mit Sorge nach Europa

Die restriktive Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump sorgt auch bei amerikanischen Unternehmen für Verunsicherung. Einer Umfrage zufolge rechnet eine steigende Anzahl von ihnen damit, dass die Geschäfte zurückgehen.

McDonalds-Filiale in Kirchheim bei München
DPA

McDonalds-Filiale in Kirchheim bei München


Große US-Firmen in Deutschland stellen sich wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und Europa auf schlechtere Geschäfte ein. "Die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks ist verunsichert und agiert vorsichtiger" - so die Einschätzung der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany). "Die Unternehmen brauchen vor allem eines: Verlässlichkeit, Transparenz und einen Fahrplan zur Beilegung des Handelskonflikts", mahnte AmCham-Präsident Frank Sportolari in Frankfurt.

Im vergangenen Jahr stiegen die Erlöse der 50 umsatzstärksten amerikanischen Unternehmen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 171 Milliarden Euro. Wegen neuer Zölle rechnen einer AmCham-Umfrage zufolge aber nur noch die Hälfte der Firmen mit weiter steigenden Umsätzen. Zuvor waren mehr als zwei Drittel dieser Ansicht.

Rückläufig ist auch der Anteil der Unternehmen, die von einer Zunahme ihrer Belegschaft in Deutschland ausgehen: Er sank von 38 auf 28 Prozent. 2017 beschäftigten die 50 umsatzstärksten US-Unternehmen hierzulande zusammen 296.000 Mitarbeiter - fast 3000 mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik nach Angaben der AmCham 2200 amerikanische Firmen mit zusammen 650.000 Beschäftigten.

mik/dpa-AFX



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