Konjunktur US-Wirtschaft legt schwachen Jahresstart hin

Mit dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident verlor die Wirtschaft des Landes deutlich an Schwung. Von Januar bis März wuchs sie so langsam wie zuletzt 2014.

Passanten in Los Angeles
REUTERS

Passanten in Los Angeles


Die US-Wirtschaft hat einen schwachen Start ins Jahr 2017 erwischt. Zahlen des Handelsministeriums zufolge stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 0,7 Prozent zum Vorquartal.

Damit verzeichneten die USA mit Amtsantritt von Präsident Donald Trump das schwächste Wachstum seit drei Jahren. Ende 2016 hatte die vor China größte Volkswirtschaft der Welt noch um 2,1 Prozent zugelegt. Analysten hatten zwar eine Abschwächung erwartet, allerdings nur auf 1,0 Prozent.

Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Die annualisierten Raten geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang anhalten würde. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet. Deshalb sind die Wachstumsraten geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Werten vergleichbar.

Trump wurde am 20. Januar als 45. Präsident der USA vereidigt. Der Republikaner hat angekündigt, den Jobmarkt anzukurbeln. Zudem will er mit einer radikalen Steuerreform die Wirtschaft entlasten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) traut den USA in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent zu - allerdings hat der IWF diese Prognose gestellt, bevor das unerwartet schwache Wachstum im ersten Quartal bekannt wurde. 2018 könnte die US-Wirtschaft lauft IWF um 2,5 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr legte das BIP um 1,6 Prozent zu.

brt/dpa/Reuters

insgesamt 23 Beiträge
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lathea 28.04.2017
1. Am besten nicht mehr bei amerikanischen Banken und in den USA investieren.
Eine weitere Krise wie die Lehmann Bank brauchen wir eigentlich nicht. Man kann ja auch warten, bis dort die Immobilienpreise wieder kräftig sinken und dann zuschlagen - dann wird es auch wieder eine andere politische Führung geben, vielleicht auch eine sozialer gesinnte wie Sanders. Der pure ausbeuterische Kapitalismus des Trump-Clans wird möglicherweise noch richtig schlimm auf die Schnauze fallen.
wayne_82 28.04.2017
2. Bei allem Trump-Bashing
Das in Verbindung mit Trump zu bringen, halte ich für reichlich weit hergeholt. Wenn, geht das geringere Wirtschaftswachstum auf das Konto des Vorgängers. Bis Trumps Politik wirkt oder auch nicht, dauert es etliche Quartale.
Augustusrex 28.04.2017
3. Alles falsch
Das ist Dank des großartigsten Präsidenten aller Zeiten die großartigste Entwicklung mindestens der letzten dreißig Jahre. So wird Amerika in kürzester Zeit wieder richtig great.
Anhaltiner 28.04.2017
4.
Die großartigsten 0,7% aller Zeiten. Wer braucht schon Wirtschaftswachstum wenn er great Deals machen kann.
brotfresser 28.04.2017
5. Aber wenn es was positives zu vermelden gibt,
Zitat von wayne_82Das in Verbindung mit Trump zu bringen, halte ich für reichlich weit hergeholt. Wenn, geht das geringere Wirtschaftswachstum auf das Konto des Vorgängers. Bis Trumps Politik wirkt oder auch nicht, dauert es etliche Quartale.
dann war es Trump? Gut für Trumpisten, dass es einen Vorgänger gab. Dem kann man alles in die Schuhe schieben. Wie sagte Trump doch:"Ich vermisse das alte Leben." Prima, er kann gehen.
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