Konjunktur US-Wirtschaft wächst langsamer als gedacht

Die US-Wirtschaft hat zu Jahresbeginn deutlich an Schwung verloren und wuchs schwächer als geplant. Das dürfte den Druck auf US-Präsident Donald Trump erhöhen.

Bauarbeiter in Miami
AFP

Bauarbeiter in Miami


Die US-Wirtschaft stottert: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,2 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. Damit fiel das Wachstum zwar stärker aus als mit 0,7 Prozent ursprünglich angenommen. Ende 2016 hatte die größte Volkswirtschaft aber noch um 2,1 Prozent zugelegt.

Dennoch bleibt wohl der Druck auf Trump, die Konjunktur anzukurbeln. Der Republikaner hatte im Wahlkampf Wachstumsraten von vier Prozent in Aussicht gestellt und angekündigt, den Jobmarkt zu fördern. Zudem will er mit einer radikalen Steuerreform die Wirtschaft entlasten. Ziel ist es, die Unternehmenssteuern von 35 Prozent oder mehr auf 15 Prozent zu senken. Das Vorhaben soll sich selbst tragen und muss nach Regierungsangaben nicht gegenfinanziert werden. Experten sehen dies kritisch.

Die US-Wirtschaft hängt traditionell vor allem von den Verbrauchern ab. Denn der Konsum macht mehr als zwei Drittel der Wirtschaftskraft aus. Die US-Bürger gaben Anfang 2017 nur 0,6 Prozent mehr aus als zuvor. Der Staat senkte seine Ausgaben um 1,1 Prozent. Impulse kamen hingegen vom Export und von den Investitionen.

Ökonomen rechnen mit einer weiteren Zinserhöhung

Trotz des eher mauen Jahresauftakts dürfte die Fed im Juni ihre Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhen. Sie hatte bereits im März die geldpolitischen Zügel gestrafft und den Zins auf die aktuelle Spanne von 0,75 bis 1,0 Prozent angehoben. Die Fed fasst zwei weitere Erhöhungen für 2017 ins Auge. Bevor es dazu kommt, wollen die Währungshüter aber Signale für eine Festigung des Aufschwungs sehen.

Die USA hängen konjunkturell zurzeit hinter Deutschland zurück. Denn nach vergleichbarer Rechnung wuchs die Wirtschaft zum Vorquartal mit 0,3 Prozent und damit nur halb so stark wie die deutsche Wirtschaft.

hej/Reuters



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Harrue 26.05.2017
1. Ihr Rechenkunststücke.
Wie´s beliebt. Deutschland hat im 1. Quartal 2017 0,4 % Wachstum erzielt, was eher im statistischen Fehlerbereich liegt und kein echtes ökonomisches Wachstum ist, sondern bereits Schrumpfung, weil das organische Wachstum einer entwickelten Volkswirtschaft alleine bei 2 % im Jahr liegt. Die 0,7 % der USA im gleichen Zeitraum sind nach der Beurteilung hier (also n i c h t nach Adam Ries) "damit nur halb so stark wie die deutsche Wirtschaft". Scheibenwischer. China wächst in diesem Jahr wieder um das 17-fache zum deutschen Wachstum. :-)
Mr T 26.05.2017
2.
Zitat von HarrueWie´s beliebt. Deutschland hat im 1. Quartal 2017 0,4 % Wachstum erzielt, was eher im statistischen Fehlerbereich liegt und kein echtes ökonomisches Wachstum ist, sondern bereits Schrumpfung, weil das organische Wachstum einer entwickelten Volkswirtschaft alleine bei 2 % im Jahr liegt. Die 0,7 % der USA im gleichen Zeitraum sind nach der Beurteilung hier (also n i c h t nach Adam Ries) "damit nur halb so stark wie die deutsche Wirtschaft". Scheibenwischer. China wächst in diesem Jahr wieder um das 17-fache zum deutschen Wachstum. :-)
Stimmt, Scheibenkleister. Nur von wem? Es handelt sich um 1.2 % Wachstum hochgerechnet aufs ganze Jar. 0.4% im Quartal in D. waeren immerhin 1.7%
steinbock8 26.05.2017
3. Wie hat sich die USA das gedacht
Trump kommt und die Wirtschaft brummt denkste das Gegenteil wird der Fall sein Populisten sind keine Pragmatiker sondern eben nur grossmaeuler 1 und 1 kann niemals 3 sein Herr Trump und mit dem Kopf durch die Wand geht auch nicht wenn sie das bis jetzt nicht gelernt haben sieht es für sie schlecht aus
Actionscript 26.05.2017
4. Die USA sind ein hoch entwickeltes Land.
Das heisst, dass Wachstumsraten niedrig sind. Trump und die Republikaner wollen dem Wähler jedoch vormachen, dass Steuererniedrigungen die Wirtschaft ankurbeln. Wo nichts sein kann, wird nichts angekurbelt. Die Produktion und der Konsum sind weitgehend gesättigt. Die geplanten Steuervergünstigungen kommen also nur den wenigen Reichen zu Gute, die noch mehr Reichtum anhäufen können. Der sogenannte "Trickel Down" Effekt bleibt aus. Wie schon zuvor mehrmals muss irgendeiner nach Trump wieder aufräumen, normalerweise ein Präsident der demokratischen Partei.
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