Konjunktur: US-Wirtschaft wächst schwächer als erwartet

Die Dürre und der schwächelnde Export machen den USA zu schaffen. Im zweiten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung nur um 1,3 Prozent. Positiv fielen dagegen neue Zahlen vom Arbeitsmarkt aus.

Washington - Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt legte nach Angaben des Wirtschaftsministeriums um 1,3 Prozent zu. Erwartet wurden 1,7 Prozent.

Das abgeschwächte Wirtschaftswachstum sei auf die Dürre im Mittleren Westen, enttäuschende Verbraucherausgaben und eine geringere Zunahme beim Export zurückzuführen, hieß es. Die Ernteausfälle bezifferte das Ministerium auf 12 Milliarden Dollar. Die schwierige Wirtschaftslage spielt im Endspurt des US-Wahlkampfs eine wichtige Rolle.

Die Rate wird in den USA auf das Jahr hochgerechnet und ist daher nicht direkt mit den Zahlen aus Europa vergleichbar. Umgerechnet lag das Wachstum im Vergleich zum Vorquartal wie in Deutschland bei 0,3 Prozent.

Weniger Anträge auf Arbeitslosenhilfe

Positiv für Präsident Barack Obama sind neue Zahlen vom Arbeitsmarkt. Demnach fiel die Zahl der Amerikaner, die vergangene Woche Arbeitslosenhilfe beantragt haben, um 26.000 auf 359.000, den niedrigsten Stand seit neun Wochen. Die saisonal bereinigten Zahlen gab das Arbeitsministerium bekannt.

Da die wöchentlichen Zahlen der Anträge auf Arbeitslosenhilfe stark schwanken können, beziehen sich viele Analysten oft auf den Vier-Wochen-Durchschnitt. Dieser fiel um 4500 auf 374.000. Ein Wert von unter 375.000 wird als Zeichen dafür gesehen, dass Neueinstellungen zu einem Sinken der Arbeitslosenquote führen können. Diese lag im August bei 8,1 Prozent.

Experten erwarten, dass das Wirtschaftswachstum bis zum Jahresende bei knapp zwei Prozent bleibt. Damit dürfte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt kaum entspannen. Die Notenbank versucht, durch den Ankauf von Anleihen langfristige Kredite zu verbilligen und so den Immobilienmarkt und andere Wirtschaftsfelder zu beleben.

cte/dapd/dpa

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1. USA Wachstum
eks2040 27.09.2012
Die Wirtschaft lahmt. Die Arbeitslosenstatistik is auf 8.1 % gesunken, nicht etwa weil ca 96000 neue Arbeitsplaetze besetzt wurden, sondern weil ueber 350000 Arbeitssuchende aufgegeben haben. Und die Wachstumsrate von 2 % fuer 2012 wird wohl kaum erreichbar sein. Eshalb will ja die FED mit QE3 die Wirtschaft ankurbeln... oder hilft das mehr der Inflation? Karl
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Grafikvergleich: Die US-Wirtschaft unter Bush und Obama

Fläche: 9.632.000 km²

Bevölkerung: 310,384 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

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