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Arbeitsmarkt: US-Wirtschaft schafft überraschend viele Jobs

Arbeiter bei General Motors (Archivbild): Langsame Erholung am US-Arbeitsmarkt? Zur Großansicht
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Arbeiter bei General Motors (Archivbild): Langsame Erholung am US-Arbeitsmarkt?

Die Lage auf dem US-Jobmarkt entwickelt sich besser als erwartet. Im April stellten die Unternehmen deutlich mehr Stellen bereit, die Arbeitslosenquote sank. Auch die Vormonatszahlen mussten nach oben korrigiert werden.

Washington - Ist es eine nachhaltige Erholung? Oder nur ein kleiner Ausreißer nach oben? Klar ist: Die neuesten Daten vom US-Arbeitsmarkt machen Hoffnung. So wurden im April außerhalb der Landwirtschaft 165.000 neue Stellen geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Die Markterwartungen von plus 140.000 Stellen wurden übertroffen. Die Arbeitslosenquote, an die die US-Notenbank Fed ihre Zinspolitik gekoppelt hat, ging weiter zurück. Sie sank im April auf 7,5 Prozent - ein Minus von 0,1 Punkten.

Außerdem wurden die Zahlen für die beiden Vormonate deutlich angehoben. Dies lässt insbesondere den März, als der schwache Jobaufbau zunächst stark enttäuscht hatte, in anderem Licht erscheinen. Der Wert für diesen Monat wurde nun von 88.000 auf 138.000 Stellen revidiert. Auch die Entwicklung im Februar fiel mit starken 332.000 zusätzlichen Stellen besser als bislang bekannt aus.

Allerdings enttäuschte die Entwicklung im April im verarbeitenden Gewerbe, wo teilweise sogar Jobs wegfielen. Dagegen waren die Stellenzuwächse im Dienstleistungsgewerbe ansehnlich. Auch Zeitarbeitsfirmen, die als Indikator für die künftige Entwicklung gelten, verbuchten einen deutlichen Stellenzuwachs. Im öffentlichen Sektor wurden Jobs abgebaut.

Die Lohnentwicklung, die für den privaten Konsum von Bedeutung ist, konnte moderat zulegen. Nach einer Stagnation im März erhöhten sich die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,2 Prozent. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fiel jedoch von 34,6 auf 34,4 Stunden.

Dow Jones steigt auf Rekordhoch

Die größte Volkswirtschaft der Welt hatte im ersten Quartal merklich an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent, nachdem es Ende 2012 lediglich zu einem Plus von 0,4 Prozent gereicht hatte. Experten gehen aber davon aus, dass die Dynamik schon im weiteren Verlauf des Frühjahrs wieder nachlässt, weil die Ausgabenkürzungen der Regierung und höhere Steuern bremsen dürften. Der Internationale Währungsfonds senkte erst vor kurzem die Wachstumsprognose für 2013 von 2,1 auf 1,9 Prozent.

An den Finanzmärkten erhielt der Dollar durch die neuen Arbeitsmarktdaten spürbaren Auftrieb. Der US-Index Dow Jones Chart zeigen kletterte kurzzeitig auf 14.990 Punkte - und damit auf einen Höchststand. Auch der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen stieg vorübergehend auf den höchsten Stand seit Januar 2008.

yes/dpa/Reuters

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insgesamt 17 Beiträge
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1. Komisch, wenn ich auf meinen Live Ticker sehen ist der Euro im Plus
hdudeck 03.05.2013
>>An den Finanzmärkten erhielt der Dollar durch die neuen Arbeitsmarktdaten spürbaren Auftrieb. Im Gegenzug geriet der Euro unter Druck
2. Man liest im SPIEGEL etwas positives ueber Amerika?
Schelm 03.05.2013
Kaum zu glauben aber wahr
3. Und nächsten Monat?
tucku 03.05.2013
Zitat von sysopDPADie Lage auf dem US-Jobmarkt entwickelt sich besser als erwartet. Im April stellten die Unternehmen deutlich mehr Stellen bereit, die Arbeitslosenquote sank. Auch die Vormonatszahlen mussten nach oben korrigiert werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-arbeitslosenquote-sinkt-leicht-a-897967.html
Gibt's die Talfahrt, weil alles gefaket. Nichts neues im Westen.
4. Selbstverstaendlich!
pacificwanderer 03.05.2013
das sind die Sommer-Jobmeldungen der vielen Studenten und Lehrer (Auch Hochschul-Angestellten) die jetzt gemeldet werden. Von Memorial Day (Ende Mai) bis Labor Day (Erste Sept Woche) boomen die Zweitjobs. Nur ein Spiegel-Redakteur kann aus solchen Meldungen etwas ko0nstruieren was ein kenner abwinken wird.
5. Ein paar Details zu den US Arbeitsmarktzahlen...
dapmr75 03.05.2013
Fast alle Jobs wurden laut BLS in Altersbereich 20-24 Jahre geschaffen; laut "Household Survey" Apr2013 sind 384k Jobs für Frauen geschaffen worden, -90k Jobs für Männer. Ergo scheint es für Frauen im Alter zwischen 20-24 echt aufwärts zu gehen; kritische Denker könnten sich über diese zwei Merkwürdigkeiten wundern.
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Grafikvergleich: Die US-Wirtschaft unter Bush und Obama

Fläche: 9.833.517 km²

Bevölkerung: 318,857 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

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Wie Rating-Agenturen arbeiten
Geschichte
Die Geschichte der Rating-Agenturen reicht ins 19. Jahrhundert zurück, als das US-Eisenbahnnetz sich über den Kontinent ausdehnte. Das erforderte Kredite, die die Banken nicht alleine schultern konnten. Industrieunternehmen begannen, Anleihen auszugeben, um an Geld zu kommen. Heute dominieren drei Agenturen den Markt: Standard & Poor's, Moody's und Fitch.
Standard & Poor's
Standard & Poor's (S&P): Henry Varnum Poor veröffentlichte 1868 das "Manual of the Railroads of the United States", in dem die Anleger Informationen über die Eisenbahngesellschaften erhielten. 1941 verschmolzen die Poor's Publishing Company und die Standard Statistics Company zur Rating-Agentur Standard & Poor's. Das Rating reicht von AAA ("Triple A", exzellente Bonität, praktisch kein Ausfallsrisiko) über BBB (befriedigend) bis D (in Zahlungsverzug, keine Bonität).
Moody's
Moody's: John Moody gründete 1909 die Agentur Moody's Investors Service, die seit 1975 von der US-Börsenaufsicht SEC anerkannt ist. Die Bewertungen reichen von Aaa über Baa1 bis C.
Fitch
Fitch Ratings: 1924 entstand in New York aus der Fitch Publishing Company von John Fitch das Unternehmen Fitch Ratings. Alle drei Unternehmen haben ihren Sitz in New York, Fitch Ratings zudem in London; sie betreiben Büros in aller Welt. Das Rating reicht von AAA bis D.
Wie die Agenturen arbeiten
Rating-Agenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken und Staaten und vergeben dazu verschiedene Bonitätsnoten. Dabei fließen veröffentlichte Zahlen ebenso ein wie Brancheneinschätzungen oder eine Beurteilung des Managements.
Die Noten der Rating-Agenturen
Das bedeuten die Ratings
Moody's S&P Fitch Bewertung
Aaa AAA AAA Beste Qualität
Aa1 AA+ AA+ Sichere Anlage
Aa2 AA AA
Aa3 AA- AA-
A1 A+ A+ Prinzipiell sichere Anlage
A2 A A
A3 A- A-
Baa1 BBB+ BBB+ Durchschnittlich gute Anlage
Baa2 BBB BBB
Baa3 BBB- BBB-
Ba1 BB+ BB+ Spekulative Anlage
Ba2 BB BB
Ba3 BB- BB-
B1 B+ B+ Hochspekulative Anlage
B2 B B
B3 B- B-
Caa1 CCC+ CCC+ Substantielle Risiken / Extrem spekulativ
Caa2 CCC CCC
Caa3 CCC- CCC-
Ca CC CC
Ca C C
C D D Zahlungsausfall
Bedeutung der Noten
Je schlechter sie die Bonität eines Marktteilnehmers beurteilen, umso teurer und schwieriger wird es für diesen, sich Geld zu besorgen. Die Refinanzierungskosten steigen, schlimmstenfalls ziehen Geldgeber ihr Kapital ab. Am Rating orientieren sich nicht nur Banken, sondern zum Beispiel auch institutionelle Investoren.

Hochspekulative Anleihen (Moody's: Ba1, S&P: BB+, Fitch: BB+) gelten als "Ramsch". Wird eine Anleihe als spekulativ eingestuft, müssen beispielsweise Zentralbanken sie verkaufen.
Kritik
Kritiker bemängeln, es bleibe oft unklar, welcher Anteil der Bonitätseinstufungen (Ratings) Mathematik und welcher Meinung ist. In der Finanzkrise wurden Rating-Agenturen an den Pranger gestellt: Weil sie Ramschpapiere als sichere Geldanlage anpriesen, wurde ihnen eine Mitschuld an der Krise gegeben.


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