"America First" Trump droht mit Strafzöllen auf chinesischen Stahl

Auch in der Stahlbranche heißt es jetzt "America First": Donald Trump droht mit Einfuhrzöllen auf ausländische Metalle. Erneut hat er China im Visier.

Stahlarbeiter in China
REUTERS

Stahlarbeiter in China


US-Präsident Donald Trump droht China mit weiteren Strafzöllen und anderen Handelssanktionen. Die US-Stahl- und Aluminiumbranche werde durch chinesische Dumping-Importe "dezimiert", beklagte Trump. Als Gegenmaßnahme ziehe er "alle Optionen" in Erwägung, darunter auch Strafzölle.

Trump hatte bereits am Vortag China sowie Japan und Südkorea wegen ihres Handelsüberschusses mit den USA hart angegriffen. Diese Länder kämen in ihrem Handel mit den Vereinigten Staaten "mit Mord davon", sagte er.

Hohe Zölle auf Waschmaschinen

Im Januar hatte die US-Regierung bereits hohe Zölle auf den Import von Solarmodulen und Waschmaschinen aus China und Südkorea verhängt und damit empörte Reaktionen in beiden Ländern ausgelöst. Bei Solarmodulen betragen die Zölle bis zu 30 Prozent, bei Waschmaschinen sogar bis zu 50 Prozent.

Mit Seoul verhandelt die US-Regierung bereits über eine Neufassung des bilateralen Handelsabkommens von 2012. Die Trump-Regierung ist der Auffassung, dass das Abkommen unausgewogen ist und vor allem Südkorea nutzt.

Die Vereinbarung mit Südkorea sei ein "Desaster", sagte Trump. Wenn in den Neuverhandlungen kein "fairer Deal" zustande komme, wolle er das Abkommen beerdigen, drohte er.

Sorgen um deutsche Stahlimporte

Auch wenn die US-Regierung zum Schutz der heimischen Stahlbranche derzeit primär die chinesischen Importe im Visier hat, gibt es in der Bundesregierung Sorgen, dass auch deutsche Stahlimporte zum Objekt von US-Strafzöllen werden könnten.

Trump hat auch den deutschen Handelsüberschuss mit den USA in der Vergangenheit immer wieder kritisiert. Zuletzt hatten sichVertreter der deutschen Wirtschaft besorgt über Trumps Ankündigung zu "wechselseitigen Steuern" gezeigt.

ans/Reuters/AFP



insgesamt 5 Beiträge
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Onkel Drops 13.02.2018
1. wie jetzt?
keine iPhones mit Metall Hülle mehr aus China. und auch keine Samsung Geräte/Chips mehr aus Korea. USA first - hahaha dann wird die antimexikanische Schutzwall aber teuer( Beton ohne Armierung? Genius Trump ). hatten wir auch mal so um 1936-1945 rum ,da wurde nix groß importiert, dafür aber die Ressourcen des Landes verheizt für eine schwachsinnige Politik. der kleine Mann kann sich den amerikanischen Qualitätsstahl dann nicht mehr leisten und muss am Ende der Woche wieder Wäschewaschen in einer Waschmaschine made in USA ( technisch und qualitativ ein Griff ins Klo!!!). Pleite aber patriotisch !!! drauf zahlen wird der kleine Mann, dem Krösus ists egal der fährt ja auch kein US Wagen!!!
hisch88 13.02.2018
2. Chinesischen Stahl
Dass Stahl durch chinesische Dumping-Importe stattfinden ist schon seit 20 Jahren bekannt. Der Staat subventioniert die Stahlpreise-Herstellung enorm. Als ein in China seit fast 30 Jahren ansässiges deutsches Unternehmen, haben wir natürlich auch enorm beim Export nach Übersee davon profitiert. Wobei wir als Klein- / Mittelunternehmen mit nicht mal 10.000 Tonnen / Jahr natürlich nicht ins Gewicht fallen. So gesehen kann ich es nachvollziehen, wenn die EU und USA hier Strafzölle verhängen
general_failure 14.02.2018
3. Dann werden die amerikanischen Hausfrauen
ab demnächst ihre Wäsche mit der Hand waschen. Jetzt in Aktien von Waschbrettherstellern investieren!
Axl Wolff 14.02.2018
4. "reciprocal"
Wieder völlig einseitige Anti-Trump-Hetze! Zum vollständigen Bild gehört das derzeit völlige Ungleichgewicht der Handelsrestriktionen zugunsten Chinas! Kein Land der Welt hat das Privileg, besser behandelt zu werden, als es andere behandelt! In diesem Sinne bestreitet China schon seit Jahrzehnten im "Handelskrieg" - die USA fangen jetzt erst unter Trump an, zurückzuschiessen - und bislang mit äusserst bescheidene Munition! Der Westen hat noch einen langen Weg von Handelsrestriktionen gegen China vor sich, um überhaupt erst mit China gleichzuziehen. Von daher ist diese "Berichterstattung" völlig verlogen, wenn sie den Eindrcuk vermittelt, jetzt fängt der böse Trump plötzlich mit Handelsrestriktionen an! DIe reziproke Quit-Pro-Quo-Maxima sollte natürlich ALLE Politikbereiche erfassen, nicht nur den Handel .. aber da bedeutet sie freilich, jede Handelsbeschränkung gegen das eigene Land sofort entsprechend zu parieren - alles andere ist inländerfeindlich!
laracrofti 14.02.2018
5. Keine Ahnung von der Materie
Zitat von Onkel Dropskeine iPhones mit Metall Hülle mehr aus China. und auch keine Samsung Geräte/Chips mehr aus Korea. USA first - hahaha dann wird die antimexikanische Schutzwall aber teuer( Beton ohne Armierung? Genius Trump ). hatten wir auch mal so um 1936-1945 rum ,da wurde nix groß importiert, dafür aber die Ressourcen des Landes verheizt für eine schwachsinnige Politik. der kleine Mann kann sich den amerikanischen Qualitätsstahl dann nicht mehr leisten und muss am Ende der Woche wieder Wäschewaschen in einer Waschmaschine made in USA ( technisch und qualitativ ein Griff ins Klo!!!). Pleite aber patriotisch !!! drauf zahlen wird der kleine Mann, dem Krösus ists egal der fährt ja auch kein US Wagen!!!
und vom amerikanischen Binnenmarkt noch weniger, aber den DT-Basher raushängen lassen. Tatsache ist dass China in allen Bereichen den größtmöglichen Nutzen zieht, andere aber im eigenen Land keine Luft zum atmen lässt.
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